Unterkünfte am Lago Maggiore
Für kurze Bootsfahrten zu den Inseln sind Stresa und Baveno besonders gut gelegen. Wer eine größere Stadt bevorzugt, kann in Verbania übernachten.
Hotels und Ferienwohnungen am Lago Maggiore bei Booking.com vergleichen
Ein Ausflug zu den drei Hauptinseln gehört zu den beliebtesten Unternehmungen am Lago Maggiore. Die Schiffe starten vor allem in Stresa und Baveno. Weitere saisonale Verbindungen bestehen unter anderem von Verbania beziehungsweise Pallanza.
Die drei Inseln unterscheiden sich deutlich. Auf der Isola Bella stehen ein prunkvoller Barockpalast und ein großer Terrassengarten. Die Isola Madre ist fast vollständig von einem botanischen Landschaftsgarten bedeckt. Die Isola Superiore ist ein kleines bewohntes Fischerdorf mit vielen Restaurants.
Borromäische Inseln auf einen Blick
- Lage: Lago Maggiore im Norden Italiens
- Anzahl: fünf Inseln und kleine Felseninseln
- Regulär besuchbar: Isola Bella, Isola Madre und Isola Superiore
- Wichtigster Ausgangspunkt: Stresa
- Weitere Abfahrtsorte: Carciano, Baveno und saisonal weitere Orte am See
- Fortbewegung: Hop-on-Hop-off-Boote und öffentliche Linienschiffe
- Zeitbedarf: ein ganzer Tag für drei Inseln
- Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
- Wichtig: Bootsticket und Eintritte für Paläste und Gärten werden meist getrennt verkauft
Bootsticket für drei Borromäische Inseln
Mit dem Hop-on-Hop-off-Ticket können Isola Madre, Isola Superiore und Isola Bella an einem Tag besucht werden. Auf jeder Insel steigt man aus und setzt die Fahrt später mit einem weiteren Boot fort.
Die Eintrittskarten für Palazzo Borromeo und die Gärten auf Isola Bella und Isola Madre sind normalerweise nicht automatisch im Bootsticket enthalten.
Bootstickets für die drei Borromäischen Inseln bei Tiqets ansehen

Wo liegen die Borromäischen Inseln?
Die Borromäischen Inseln liegen im westlichen Teil des Lago Maggiore. Sie befinden sich in der Bucht zwischen Stresa, Baveno und Verbania in der Region Piemont.
Die Inseln sind nach der Familie Borromeo benannt. Die einflussreiche Adelsfamilie erwarb ab dem Mittelalter Besitzungen in der Region und ließ später die bekannten Paläste und Gartenanlagen errichten.
Heute gehören die historischen Anlagen auf Isola Bella und Isola Madre weiterhin zum kulturellen Erbe der Familie Borromeo. Der Besuch ist saisonal möglich und kostet Eintritt.
Die Inselgruppe besteht aus:
- Isola Bella
- Isola Madre
- Isola Superiore oder Isola dei Pescatori
- Isolino di San Giovanni
- Scoglio della Malghera
Manche Darstellungen sprechen von drei Hauptinseln sowie zwei sehr kleinen Nebeninseln beziehungsweise Felseninseln. Für die touristische Planung sind vor allem Isola Bella, Isola Madre und Isola Superiore wichtig.
Die drei besuchbaren Inseln
Isola Bella
Die Isola Bella ist die bekannteste und meistbesuchte der Borromäischen Inseln. Ein großer Teil der Insel wird vom Palazzo Borromeo und seinem barocken Terrassengarten eingenommen.
Der Palast ist mit historischen Möbeln, Gemälden, Wandteppichen und repräsentativen Sälen ausgestattet. Besonders ungewöhnlich sind die künstlichen Grotten im unteren Geschoss. Sie dienten im Sommer als kühler Aufenthaltsbereich.
Im Garten bilden Terrassen, Statuen, Balustraden und das sogenannte Teatro Massimo eine große barocke Anlage. Weiße Pfauen bewegen sich frei zwischen einzelnen Gartenbereichen.
Neben Palast und Garten besitzt die Isola Bella ein kleines Dorfviertel mit Restaurants, Cafés und Geschäften. Dieses Viertel ist ohne Palasteintritt zugänglich. Wer ausschließlich durch die öffentlichen Gassen geht, sieht allerdings nur einen kleinen Teil der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Für Palazzo Borromeo, Grotten und Garten sollte man ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen.
Eintritt für Isola Bella
Die Eintrittskarte umfasst Palazzo Borromeo und den barocken Garten. Das Bootsticket zur Insel muss zusätzlich gebucht werden, sofern es nicht ausdrücklich in einem Kombiangebot enthalten ist.
Tickets für Palazzo und Garten der Isola Bella bei Tiqets ansehen
Isola Madre
Die Isola Madre ist die größte und grünste Insel der Gruppe. Fast ihre gesamte Fläche gehört zu einem botanischen Landschaftsgarten und zum Palazzo Borromeo.
Im Gegensatz zum geometrisch gestalteten Garten der Isola Bella wirkt die Anlage auf Isola Madre wie ein großer englischer Landschaftspark. Geschwungene Wege, Rasenflächen und alte Bäume bestimmen das Bild.
Zu sehen sind unter anderem Kamelien, Rhododendren, Azaleen, Glyzinien, Palmen, Zitruspflanzen und verschiedene exotische Gehölze. Das milde Klima des Sees ermöglicht das Wachstum zahlreicher Pflanzen aus wärmeren Regionen.
Im Garten leben weiße Pfauen und verschiedene Fasanenarten. Die Tiere bewegen sich teilweise frei. Sie dürfen nicht gefüttert oder verfolgt werden.
Im historischen Palast sind möblierte Räume, Familienporträts, Kunstgegenstände und eine bekannte Sammlung alter Marionetten und Theaterkulissen zu sehen.
Für Garten und Palast sollte man etwa zwei Stunden vorsehen. Gartenfreunde können problemlos länger bleiben.
Eintritt für Isola Madre
Das Ticket ermöglicht den Besuch des botanischen Gartens und des Palazzo Borromeo. Für die Anfahrt wird zusätzlich ein Bootsticket benötigt.
Tickets für Palast und Garten der Isola Madre bei Tiqets ansehen
Isola Superiore oder Isola dei Pescatori
Die Isola Superiore wird ebenso häufig Isola dei Pescatori genannt. Der zweite Name bedeutet Fischerinsel.
Sie ist die kleinste der drei regulär besuchten Hauptinseln und zugleich die einzige mit einem richtigen, dauerhaft bewohnten Dorf. Schmale Gassen, kleine Plätze, Wohnhäuser, Restaurants und Geschäfte nehmen fast die gesamte Fläche ein.
Anders als auf Isola Bella und Isola Madre wird für das Betreten der Isola Superiore kein Eintritt verlangt. Kosten entstehen nur für die Bootsfahrt, Essen, Einkäufe oder andere freiwillige Angebote.
Die Insel besitzt besonders viele Restaurants. Angeboten werden Fisch aus dem See, Meeresfrüchte, Pasta, Pizza und andere italienische Gerichte. Bei einer Drei-Insel-Tour ist die Isola Superiore deshalb der beste Ort für die Mittagspause.
Ohne Restaurantbesuch reichen etwa 45 bis 60 Minuten für einen Rundgang. Mit Mittagessen sollte man anderthalb bis zwei Stunden einplanen.
Welche Insel ist am schönsten?
Die drei Inseln haben unterschiedliche Schwerpunkte. Eine eindeutige Rangfolge ist deshalb wenig sinnvoll.
| Insel | Besonders geeignet für | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| Isola Bella | Prunkpalast, Barockgarten, Architektur und Aussicht | etwa 2 bis 3 Stunden |
| Isola Madre | Botanischer Garten, alte Bäume, Pflanzen und Vögel | etwa 2 Stunden |
| Isola Superiore | Dorf, Restaurants, Gassen und Mittagspause | etwa 1 bis 2 Stunden |
Wer nur eine Insel besuchen kann, findet auf der Isola Bella die größte Kombination aus Palast, Garten und Dorf. Gartenfreunde sollten die Isola Madre wählen. Wer ohne kostenpflichtige Sehenswürdigkeit ein kleines Inseldorf sehen und essen möchte, ist auf der Isola Superiore richtig.
Fähren und Ausflugsboote zu den Inseln
Die Borromäischen Inseln werden von öffentlichen Linienschiffen und privaten Ausflugsbooten angefahren. Beide Varianten können für einen Tagesausflug geeignet sein.
Öffentliche Schiffe verkehren nach einem festen saisonalen Fahrplan. Private Anbieter verkaufen häufig Hop-on-Hop-off-Tickets für zwei oder drei Inseln.
Die alte Angabe eines einheitlichen Rundkurses im festen 30-Minuten-Takt ist nicht für jeden Anbieter und jeden Reisetag gültig. Abfahrtszeiten, Reihenfolge und Takt unterscheiden sich.

So funktioniert ein Hop-on-Hop-off-Ticket
Mit einem Hop-on-Hop-off-Ticket fährt man vom Festland zur ersten Insel. Dort steigt man aus und besichtigt die Insel selbstständig. Später setzt man die Fahrt mit einem weiteren Boot desselben Anbieters fort.
Die Aufenthaltsdauer kann innerhalb der verfügbaren Abfahrten meist selbst gewählt werden. Entscheidend ist, dass das letzte passende Boot nicht verpasst wird.
Vor Reisebeginn sollte geklärt werden:
- Welche drei Inseln werden angefahren?
- In welcher Reihenfolge erfolgt die Rundfahrt?
- Wann startet das erste und letzte Boot?
- Wo liegt der genaue Anleger?
- Ist eine Reservierung für eine bestimmte Abfahrt erforderlich?
- Was geschieht bei schlechtem Wetter?
Fahrtdauer
Die einzelnen Inseln liegen nah beieinander. Viele Teilstrecken dauern nur wenige Minuten. Die gesamte Dauer des Ausflugs entsteht vor allem durch Besichtigungen und Wartezeiten.
Von Stresa oder Carciano erreicht man die Isola Bella besonders schnell. Die Isola Madre liegt etwas weiter im See. Zwischen Isola Bella und Isola Superiore beträgt die Entfernung nur wenige hundert Meter.
Wann fahren die Schiffe?
Die meisten touristischen Verbindungen verkehren vom Frühjahr bis in den Herbst. Während der Hauptsaison ist das Angebot am größten.
Im Winter fahren deutlich weniger Schiffe. Paläste und Gärten sind dann normalerweise geschlossen. Ein vollständiger Drei-Insel-Ausflug ist deshalb in erster Linie ein saisonales Angebot.
Fahrpläne können sich im Laufe des Jahres ändern. Die Abfahrten sollten am Reisetag nochmals geprüft werden.
Schlechtes Wetter
Bei starkem Wind, Gewitter oder hohem Wellengang können einzelne Fahrten verspätet sein oder ausfallen. Das kommt nicht täglich vor, ist auf einem großen See aber möglich.
Bei unsicherem Wetter sollte man früh starten und keine knappe letzte Verbindung wählen. Informationen des Bootsbetreibers haben Vorrang vor älteren Fahrplänen im Internet.
Drei-Insel-Rundfahrt reservieren
Mit dem Bootsticket lassen sich die drei wichtigsten Inseln an einem Tag besuchen. Die Buchungsseite zeigt den aktuellen Preis, den Ausgangspunkt und die enthaltenen Leistungen.
Hop-on-Hop-off-Tickets für drei Borromäische Inseln bei Tiqets buchen
Bootsticket und Eintrittskarten
Bei der Kalkulation des Ausflugs müssen Bootsfahrt und Sehenswürdigkeiten getrennt betrachtet werden.
Ein Drei-Insel-Bootsticket beinhaltet normalerweise:
- Fahrt vom angegebenen Ausgangspunkt zur ersten Insel
- Weiterfahrten zwischen den drei Inseln
- Rückfahrt zum Ausgangspunkt
In der Regel nicht enthalten sind:
- Eintritt in Palazzo und Garten der Isola Bella
- Eintritt in Palazzo und Garten der Isola Madre
- Essen und Getränke auf der Isola Superiore
- Parkgebühren in Stresa oder Baveno
- Transfers zum Anleger
Die früher genannten Festpreise von 15 Euro für das Boot und ungefähr 15 Euro für die Gärten können nicht dauerhaft übernommen werden. Die Preise können sich nach Saison, Anbieter, Ticketart und Alter der Besucher unterscheiden.
Auf den Buchungsseiten werden der aktuelle Preis und die tatsächlich enthaltenen Leistungen angezeigt.
Empfohlene Reihenfolge für drei Inseln
Eine praktische Reihenfolge ist:
- Isola Madre am Vormittag
- Isola Superiore zur Mittagszeit
- Isola Bella am Nachmittag
Auf der Isola Madre sind Garten und Palast am Vormittag häufig angenehmer zu besichtigen. Danach kann man auf der Isola Superiore zu Mittag essen. Die Isola Bella bildet mit ihrem großen Palast und dem Barockgarten einen guten Abschluss.
Die tatsächliche Reihenfolge hängt jedoch vom gebuchten Boot ab. Manche Anbieter fahren zuerst die Isola Bella an. In diesem Fall sollte man nicht versuchen, gegen den vorgesehenen Rundkurs zu planen.
Zeitplan für einen Tagesausflug
| Tageszeit | Programm |
|---|---|
| Früher Vormittag | Abfahrt in Stresa oder Baveno |
| Vormittag | Isola Madre mit Garten und Palazzo Borromeo |
| Mittag | Isola Superiore mit Rundgang und Restaurantbesuch |
| Nachmittag | Isola Bella mit Palast, Grotten und Barockgarten |
| Später Nachmittag | Rückfahrt zum Ausgangspunkt |
Wer ohne größere Pause alle drei Inseln in nur zwei Stunden besuchen möchte, sieht kaum mehr als die Anleger. Für die Paläste und Gärten ist ein ganzer Tag wesentlich sinnvoller.
Abfahrt ab Stresa
Stresa ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Borromäischen Inseln. Der bekannte Kurort besitzt mehrere Anleger, Hotels, Restaurants und einen Bahnhof.
Ein Teil der Boote startet an der zentralen Uferpromenade. Andere Fahrten beginnen in Carciano, einem nördlich gelegenen Ortsteil. Auf dem Ticket sollte daher die genaue Abfahrtsstelle geprüft werden.
Vom Bahnhof Stresa erreicht man die zentrale Uferpromenade zu Fuß. Mit schwerem Gepäck oder eingeschränkter Mobilität kann der Weg anstrengender sein, weil zwischen Bahnhof und See ein Höhenunterschied besteht.
Parken in Stresa
In Stresa gibt es kostenpflichtige Parkplätze und Parkflächen entlang verschiedener Straßen. Stellplätze in der Nähe der Anleger sind an stark besuchten Tagen schnell belegt.
Die alte Preisangabe von 1,80 Euro pro Stunde stammt aus einem früheren Jahr und sollte nicht mehr als aktueller Tarif verwendet werden. Parkautomaten und Beschilderung vor Ort zeigen die geltenden Gebühren und Zeiten.
Wer mit dem Auto kommt, sollte früh anreisen. Es muss genügend Zeit für Parkplatzsuche, Fußweg zum Anleger und das Einsteigen eingeplant werden.
Kostenlose Stellplätze können weiter vom Zentrum entfernt liegen. Ob sie verfügbar sind, lässt sich in der Hauptsaison nicht zuverlässig vorhersagen.
Abfahrt ab Baveno
Baveno liegt nördlich von Stresa und ebenfalls direkt gegenüber den Borromäischen Inseln. Von hier werden öffentliche und private Bootsverbindungen angeboten.
Der Ort besitzt einen Bahnhof und kann deshalb ohne Auto erreicht werden. Rund um die Uferpromenade befinden sich Hotels, Restaurants und Parkmöglichkeiten.
Baveno ist eine gute Alternative, wenn Unterkünfte in Stresa teuer oder ausgebucht sind. Die genauen Bootsverbindungen sollten vor der Buchung der Unterkunft geprüft werden.
Abfahrt ab Verbania
Auch von Verbania beziehungsweise Pallanza können saisonale Schiffsverbindungen zu den Inseln bestehen. Sie fahren häufig weniger oft als die kurzen Verbindungen ab Stresa und Baveno.
Verbania eignet sich als Ausgangspunkt für Besucher, die auf der westlichen Seite des Lago Maggiore übernachten. Die Stadt besitzt mehr Geschäfte und alltägliche Infrastruktur als die kleinen Ferienorte.
Ein Inselbesuch lässt sich mit den bekannten Gärten der Villa Taranto verbinden. Für beide Programmpunkte an einem Tag benötigt man jedoch eine gute Zeitplanung.
Die beiden nicht regulär besuchbaren Inseln
Scoglio della Malghera
Der Scoglio della Malghera ist eine sehr kleine Felseninsel zwischen Isola Bella und Isola Superiore. Wegen seiner geringen Größe wird er auch Isola degli Innamorati, also Insel der Verliebten, genannt.
Viele Ausflugsboote fahren in Sichtweite daran vorbei. Ein regulärer touristischer Landgang ist nicht vorgesehen.

Isolino di San Giovanni
Der Isolino di San Giovanni liegt vor Pallanza, einem Stadtteil von Verbania. Die kleine Insel befindet sich in Privatbesitz und kann normalerweise nicht besichtigt werden.
Bekannt ist sie unter anderem, weil der Dirigent Arturo Toscanini dort zeitweise lebte. Von der Uferpromenade in Pallanza kann man die Insel sehen.
Essen auf den Borromäischen Inseln
Die größte Auswahl an Restaurants bietet die Isola Superiore. Das kleine Fischerdorf besitzt zahlreiche Gaststätten, Terrassen und Cafés.
Auf den Speisekarten stehen häufig:
- Fisch aus dem Lago Maggiore
- Risotto mit Fisch
- Pasta
- Pizza
- Meeresfrüchte
- Salate und kleinere Gerichte
Auf Isola Bella gibt es ebenfalls Restaurants und Cafés. Das Angebot auf Isola Madre ist kleiner.
Die Preise können höher sein als auf dem Festland. Speisekarten und mögliche Gedeckgebühren sollten vor der Bestellung geprüft werden.
In der Hauptsaison empfiehlt sich für ein bestimmtes Restaurant eine Reservierung. Wer flexibel bleibt, findet auf der Isola Superiore meist mehrere Alternativen.
Die Inseln mit Kindern
Eine Bootsfahrt und die unterschiedlichen Inseln sind auch für Familien interessant. Besonders Pfauen, Gartenanlagen, Grotten und kleine Boote sorgen für Abwechslung.
Ein vollständiger Drei-Insel-Ausflug kann für kleine Kinder dennoch lang werden. Wartezeiten an Anlegern, Besichtigungen und mehrere Bootsfahrten summieren sich.
Mit einem Kinderwagen sind nicht alle Wege bequem. Historische Paläste, Gartenstufen und enge Gassen können Hindernisse darstellen.
Für Familien mit kleinen Kindern kann eine Kombination aus Isola Bella und Isola Superiore entspannter sein als das vollständige Drei-Insel-Programm.
Barrierefreiheit
Die Schiffsanleger und historischen Inseln sind nur eingeschränkt barrierefrei. Wasserstand, Bootstyp und Beschaffenheit des Anlegers beeinflussen das Ein- und Aussteigen.
In den Palästen gibt es Treppen und historische Räume mit begrenztem Platz. Auch die Gärten besitzen Steigungen, Stufen und unebene Wege.
Menschen mit Rollstuhl oder starken Gehproblemen sollten sowohl den Bootsbetreiber als auch die jeweilige Sehenswürdigkeit vorab kontaktieren. So lässt sich klären, welche Bereiche erreichbar sind und ob Hilfe beim Einstieg möglich ist.
Beste Reisezeit
Die wichtigste Besuchszeit reicht vom Frühjahr bis in den Herbst. Dann sind Paläste und Gärten geöffnet und es gibt die meisten Schiffsverbindungen.
Im April und Mai blühen zahlreiche Pflanzen. Juni bietet lange Tage und meist angenehme Temperaturen. Im Juli und August wird es voller und häufig heiß.
September und der frühe Oktober eignen sich ebenfalls gut. Unter der Woche ist der Besucherandrang meist geringer als an Wochenenden und Feiertagen.
Im Winter können die öffentlich zugänglichen Bereiche und Verkehrsverbindungen stark eingeschränkt sein. Ein vollständiger Inselbesuch mit Palästen und Gärten ist dann normalerweise nicht möglich.
Übernachten am Lago Maggiore
Für einen Inselbesuch sind Stresa und Baveno besonders praktische Standorte. Von beiden Orten starten Schiffe, und es gibt Bahnhöfe sowie eine große Auswahl an Unterkünften.
Verbania eignet sich für Reisende, die mehr städtische Infrastruktur und zusätzliche Sehenswürdigkeiten suchen.
Wer mehrere Tage am Lago Maggiore bleibt, kann den Inselbesuch mit Ausflügen nach Verbania, zu den Gärten der Villa Taranto oder in andere Orte am See verbinden.
Unterkünfte am Lago Maggiore
Für kurze Bootsfahrten zu den Inseln sind Stresa und Baveno besonders gut gelegen. Wer eine größere Stadt bevorzugt, kann in Verbania übernachten.
Hotels und Ferienwohnungen am Lago Maggiore bei Booking.com vergleichen
Praktische Tipps
- Buche Boot und Palasteintritte getrennt, wenn kein eindeutiges Kombiticket angeboten wird.
- Starte einen Drei-Insel-Ausflug möglichst früh am Morgen.
- Prüfe den genauen Abfahrtsort in Stresa.
- Notiere die letzte Rückfahrt zum Festland.
- Plane für Isola Bella mindestens zwei Stunden ein.
- Reserviere für Isola Madre ebenfalls ungefähr zwei Stunden.
- Nutze die Isola Superiore für die Mittagspause.
- Nimm im Sommer Wasser und Sonnenschutz mit.
- Prüfe bei Wind und Gewitter den aktuellen Schiffsverkehr.
- Bewahre alle Tickets bis zur Rückkehr auf.
Tickets nochmals im Überblick
Drei-Insel-Bootsticket
Hop-on-Hop-off-Boot zur Isola Madre, Isola Superiore und Isola Bella
Palast und Garten auf Isola Madre
Eintrittskarten für Isola Madre bei Tiqets
Palast und Garten auf Isola Bella
Eintrittskarten für Isola Bella bei Tiqets
Weitere Artikel über den Lago Maggiore
- Lago Maggiore: Überblick über den See
- Borromäische Inseln: Fähren, Tickets und Planung
- Isola Madre: botanischer Garten und Palast
- Isola Bella: Barockgarten und Palazzo Borromeo
- Isola Superiore: Fischerdorf und Restaurants
- Verbania: größte Stadt am Lago Maggiore
Fazit: Lohnt sich der Ausflug?
Ein Ausflug zu den Borromäischen Inseln gehört zu den interessantesten Unternehmungen am Lago Maggiore. Die drei Hauptinseln bieten trotz ihrer geringen Entfernung sehr unterschiedliche Erlebnisse.
Die Isola Madre ist vor allem für ihren botanischen Garten bekannt. Auf der Isola Superiore stehen das bewohnte Dorf und die Restaurants im Mittelpunkt. Die Isola Bella bietet den prunkvollsten Palast und den eindrucksvollsten Barockgarten.
Für alle drei Inseln sollte ein ganzer Tag eingeplant werden. Wichtig ist, Bootsticket und Eintrittskarten nicht zu verwechseln. Wer den genauen Anleger, die Reihenfolge der Inseln und die letzte Rückfahrt vorab prüft, kann den Tagesausflug ohne unnötige Hektik unternehmen.