Manarola

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Manarola gehört zu den fünf berühmten Dörfern der Cinque Terre in Ligurien. Die dicht übereinander gebauten Häuser, der kleine Zugang zum Meer und die steilen Weinberge bilden eines der bekanntesten Bilder der italienischen Küste. Besonders schön ist der Blick von der gegenüberliegenden Felsküste auf das gesamte Dorf.

Unterkünfte in Manarola und der Cinque Terre

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Manarola ist klein, aber keineswegs ruhig oder unbekannt. In der Hauptsaison zählt der Ort zu den meistbesuchten Zielen der Cinque Terre. Wer früh am Morgen, am späten Nachmittag oder außerhalb der Sommermonate kommt, erlebt das Dorf deutlich entspannter.

Manarola auf einen Blick

  • Region: Ligurien im Nordwesten Italiens
  • Lage: zwischen Riomaggiore und Corniglia
  • Anreise: am einfachsten mit dem Zug
  • Bahnhof: durch einen Fußgängertunnel mit dem Dorf verbunden
  • Sehenswert: Hafenbucht, Aussichtspunkt Punta Bonfiglio, Kirche San Lorenzo und Weinberge
  • Strand: kein klassischer Sand- oder Kiesstrand
  • Baden: bei ruhigem Meer an der felsigen Bucht möglich
  • Bekannter Wanderweg: Via dell’Amore nach Riomaggiore
  • Zeitbedarf: mindestens zwei bis drei Stunden, mit Wanderung oder Essen einen halben Tag

Blick auf Manarola und die Felsküste der Cinque Terre

Wo liegt Manarola?

Von La Spezia aus gesehen ist Manarola das zweite der fünf Dörfer der Cinque Terre. Zuerst erreicht der Zug Riomaggiore, wenige Minuten später Manarola. Nördlich folgen Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare.

Manarola gehört verwaltungstechnisch zur Gemeinde Riomaggiore. Das Dorf liegt in einer engen Schlucht, die sich zum Meer hin öffnet. Weil zwischen den Felsen nur wenig Platz vorhanden ist, stehen die Häuser dicht zusammen und ziehen sich an den Hängen nach oben.

Die Lage ist typisch für die Cinque Terre: Hinter dem Dorf beginnen unmittelbar die terrassierten Weinberge. Trockenmauern stützen die schmalen Anbauflächen, die über Generationen in die steilen Hänge gebaut wurden.

Ausflüge und Tagestouren zur Cinque Terre

Wer nicht selbst mit Zug, Schiff und Wanderwegen planen möchte, kann die Cinque Terre im Rahmen eines organisierten Tagesausflugs besuchen. Die folgenden Angebote führen aus verschiedenen Städten an die ligurische Küste.

Tagesausflug von Florenz zur Cinque Terre

Eine Möglichkeit für Urlauber, die in Florenz übernachten und mehrere Orte der Cinque Terre an einem Tag kennenlernen möchten.

Ausflug von Pisa zur Cinque Terre und nach Portovenere

Diese Tour kombiniert die ligurischen Küstenorte mit einem Ausgangspunkt in Pisa.

Cinque-Terre-Tagesausflug ab Mailand

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Ausflug von La Spezia in die Cinque Terre

Durch die kurze Entfernung ist La Spezia einer der praktischsten Ausgangspunkte für einen organisierten Ausflug.

Anreise nach Manarola mit dem Zug

Der Zug ist für die meisten Besucher die beste Möglichkeit, Manarola zu erreichen. Die Regionalzüge verbinden das Dorf unter anderem mit La Spezia, Riomaggiore, Corniglia, Vernazza, Monterosso und Levanto.

Die Fahrt von La Spezia dauert nur wenige Minuten. Von Riomaggiore ist Manarola mit dem Zug ebenfalls in sehr kurzer Zeit erreichbar. Die genauen Abfahrtszeiten ändern sich je nach Saison und Wochentag.

Der Bahnhof liegt außerhalb des eigentlichen Dorfzentrums direkt an der Küste. Zwischen Bahnstation und Ort befindet sich ein Felsvorsprung. Ein beleuchteter Fußgängertunnel führt durch den Berg und endet nach wenigen Minuten in Manarola.

Am Ende des Tunnels gelangt man auf einen kleinen Platz. Von dort geht es hinunter zur Hauptstraße und zur Bucht. Die Wege sind kurz, können wegen der Steigungen und Treppen mit schwerem Gepäck dennoch anstrengend sein.

In den Sommermonaten sind die Bahnsteige häufig sehr voll. Es ist sinnvoll, etwas Abstand zur Bahnsteigkante zu halten und nicht erst unmittelbar vor der Abfahrt zum Bahnhof zu kommen.

Cinque Terre Card und Zugtickets

Wer mehrere Dörfer an einem Tag besuchen möchte, kann prüfen, ob sich die Cinque Terre Train Card lohnt. Sie verbindet je nach gewählter Variante Zugfahrten mit weiteren Leistungen des Nationalparks.

Für Besucher, die lediglich von La Spezia nach Manarola und zurück fahren, können einzelne Fahrkarten günstiger sein. Wer dagegen auch Riomaggiore, Vernazza und Monterosso besuchen möchte, profitiert häufig von einer Tageskarte.

Preise und enthaltene Leistungen können sich ändern. Vor dem Kauf sollte man kontrollieren, welche Züge, Wanderwege und Busverbindungen am Reisetag tatsächlich eingeschlossen sind.

Mit dem Auto nach Manarola

Die direkte Anreise mit dem Auto ist nicht empfehlenswert. Das Zentrum von Manarola ist weitgehend autofrei und die Zufahrtsstraßen sind eng, kurvenreich und teilweise beschränkt.

Oberhalb des Dorfes gibt es nur eine begrenzte Zahl an Stellplätzen. Von dort muss man zu Fuß bergab in den Ort gehen. Auf dem Rückweg wartet entsprechend ein längerer Anstieg. Besonders in der Hauptsaison können die Parkmöglichkeiten früh belegt sein.

Einfacher ist es, das Auto in La Spezia oder Levanto abzustellen und von dort den Zug zu nehmen. Das erspart die Parkplatzsuche sowie die Fahrt auf den schmalen Straßen oberhalb der Küste.

Wer mit Gepäck in Manarola übernachtet, sollte vorab die Unterkunft fragen, wie der letzte Abschnitt der Anreise organisiert wird. Einige Vermieter geben genaue Hinweise zum Gepäcktransport oder zum nächstgelegenen erreichbaren Punkt.

Anreise mit dem Schiff

In der wärmeren Jahreszeit verbinden Ausflugsschiffe mehrere Orte der Cinque Terre mit La Spezia, Portovenere und teilweise weiteren Küstenorten. Manarola kann abhängig von Fahrplan, Wetter und Seegang ebenfalls angelaufen werden.

Die Anfahrt vom Wasser bietet einen besonders schönen Blick auf die Häuser und Weinberge. Allerdings besitzt Manarola keinen großen geschützten Hafen. Bei starkem Wellengang können Verbindungen kurzfristig ausfallen oder der Ort wird nicht angefahren.

Wer einen festen Termin oder eine Zugverbindung erreichen muss, sollte sich deshalb nicht ausschließlich auf das Schiff verlassen. Für einen flexiblen Tagesausflug ist die Bootsfahrt dagegen eine attraktive Ergänzung.

Das Dorf Manarola

Nach dem Bahnhofstunnel erreicht man die zentrale Straße des Dorfes. Sie führt zwischen den dicht stehenden Häusern hinunter zum Meer. Unter einem Teil der Straße verläuft der Bach, in dessen Tal Manarola entstanden ist.

Entlang der Straße befinden sich Restaurants, Cafés, kleine Geschäfte, Eisdielen und Unterkünfte. Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs sind erhältlich, die Auswahl ist jedoch kleiner und meist teurer als in La Spezia.

Im unteren Teil wird die Straße enger und endet an der felsigen Bucht. Dort stehen häufig kleine Fischerboote auf dem trockenen Ufer oder direkt neben der Straße. Die Boote werden bei Bedarf über Rampen und mit technischen Hilfsmitteln ins Wasser gebracht.

Bunte Häuser und Hauptgasse im Dorf Manarola in Ligurien

Manarola lässt sich schnell durchqueren. Wer nur vom Bahnhof zur Bucht und wieder zurück geht, kann den Ort in weniger als einer Stunde sehen. Damit würde man allerdings einige der schönsten Stellen verpassen. Vor allem der Aussichtspunkt auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht gehört unbedingt zu einem Besuch.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Manarola

Hafenbucht und Bootsrampe

Die kleine Bucht bildet das bekannteste Zentrum von Manarola. Einen Hafen im üblichen Sinn mit großen Molen und geschützten Liegeplätzen gibt es nicht. Kleine Boote werden deshalb häufig an Land gezogen.

Von der Bucht führen Treppen und Wege auf beide Seiten der Felsküste. Die engen Häuser, die abgestellten Boote und das offene Meer ergeben ein typisch ligurisches Bild.

Bei ruhigem Wetter kann man an der Bucht baden. Bei hohem Wellengang sollte man ausreichend Abstand zum Wasser halten. Die Felsen können nass und sehr rutschig sein.

Aussichtspunkt Punta Bonfiglio

Der berühmteste Blick auf Manarola befindet sich auf der nördlichen Seite der Bucht. Von der unteren Hauptstraße folgt man dem befestigten Weg um den Felsen.

Bereits nach wenigen Minuten öffnet sich der klassische Blick auf die übereinander gebauten Häuser. Viele der bekannten Fotografien von Manarola entstehen an diesem Abschnitt.

Der Weg führt weiter in Richtung Punta Bonfiglio und zum kleinen Friedhof des Dorfes. Für die schönsten Fotos lohnt sich der späte Nachmittag, wenn das Licht auf die Häuser fällt. Rund um den Sonnenuntergang kann es allerdings sehr voll werden.

Kirche San Lorenzo

Die Pfarrkirche San Lorenzo steht im oberen Teil des Dorfes. Sie wird auch als Kirche der Geburt der Jungfrau Maria bezeichnet und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ihre Fassade zeigt typische Elemente der ligurischen Gotik.

Der Glockenturm steht etwas abseits von der Kirche. Er hatte ursprünglich auch eine Funktion als Beobachtungs- und Verteidigungsturm. Vom oberen Dorfteil sieht man gut, wie eng Manarola zwischen Weinbergen und Meer gebaut wurde.

Der Aufstieg zur Kirche ist steil, aber lohnenswert. In diesem Bereich ist es häufig ruhiger als unmittelbar an der Bucht.

Weinberge oberhalb des Dorfes

Die terrassierten Weinberge gehören ebenso zu Manarola wie die bunten Häuser. Auf kleinen Wegen gelangt man oberhalb des Ortes zwischen Reben und Trockenmauern.

Auf den steilen Flächen werden unter anderem Trauben für trockene Weißweine und für den süßen Dessertwein Sciacchetrà angebaut. Die Arbeit in den Hängen ist aufwendig. In einigen Bereichen helfen kleine Einschienenbahnen beim Transport von Trauben und Material.

Besucher sollten auf den markierten Wegen bleiben. Die Terrassen sind landwirtschaftlich genutzte Flächen und keine frei zugänglichen Aussichtsbalkone.

Via dell’Amore zwischen Riomaggiore und Manarola

Die Via dell’Amore, auf Deutsch „Weg der Liebe“, verbindet Riomaggiore mit Manarola. Nach einer langen Schließung wurde der historische Küstenweg wieder geöffnet.

Der befestigte Weg ist ungefähr 900 Meter lang und im Vergleich zu vielen anderen Wanderwegen der Cinque Terre nahezu eben. Die frühere Angabe von rund 600 Stufen und mehr als 200 Höhenmetern ist für die eigentliche Via dell’Amore nicht richtig. Diese Höhenunterschiede betreffen schwierigere Alternativwege über den Berg.

Für normale touristische Besuche wird die Via dell’Amore derzeit als Einbahnweg von Riomaggiore nach Manarola genutzt. Der Zugang erfolgt somit in Riomaggiore. Wer sich bereits in Manarola befindet, kann nicht einfach am dortigen Ausgang entgegen der Laufrichtung starten.

Für den Zutritt sind in der Regel eine Reservierung und ein festes Zeitfenster erforderlich. Das Ticket wird mit einer passenden Cinque-Terre-Karte oder einem entsprechenden Zugangspaket kombiniert. Preise, Öffnungszeiten und Bedingungen können sich ändern.

Wer die Via dell’Amore gehen möchte, sollte deshalb vor dem Besuch die aktuellen Regeln auf der offiziellen Webseite kontrollieren. Bei schlechtem Wetter oder notwendigen Sicherungsarbeiten kann der Weg vorübergehend geschlossen werden.

So lässt sich der Weg sinnvoll einplanen

Eine praktische Variante ist die Zugfahrt von Manarola nach Riomaggiore. Dort besichtigt man zunächst das Dorf und betritt anschließend zum gebuchten Zeitpunkt die Via dell’Amore. Der Weg endet wieder in Manarola.

Damit verbindet man beide Orte, ohne dieselbe Strecke mit dem Zug zweimal zurücklegen zu müssen. Wegen der Zugangskontrollen sollte genügend Zeit zwischen Zugankunft und reserviertem Eintritt eingeplant werden.

Wandern von Manarola nach Corniglia

Der direkte Küstenweg zwischen Manarola und Corniglia war in der Vergangenheit wiederholt wegen Erdrutschen und Bauarbeiten gesperrt. Ob er geöffnet ist, muss jeweils aktuell geprüft werden.

Eine beliebte Alternative führt von Manarola steil hinauf nach Volastra und anschließend durch Weinberge in Richtung Corniglia. Diese Route ist landschaftlich großartig, aber deutlich anstrengender als die Via dell’Amore.

Auf dem ersten Abschnitt sind viele Stufen und beträchtliche Höhenmeter zu bewältigen. Festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und ein sicherer Tritt sind notwendig. Bei großer Sommerhitze kann der Aufstieg sehr belastend sein.

Zwischen Manarola und Volastra verkehrt außerdem ein kleiner Bus. Je nach Fahrplan und Auslastung kann er den steilsten ersten Abschnitt ersetzen. Die Kapazität ist begrenzt, weshalb man nicht fest damit rechnen sollte, sofort mitfahren zu können.

Von den Weinbergen oberhalb des Meeres hat man weite Ausblicke auf die Küste. Der Weg ist besonders im Frühjahr und Herbst schön. Nach starkem Regen können einzelne Passagen rutschig sein.

Ausflüge und Tagestouren zur Cinque Terre

Wer nicht selbst mit Zug, Schiff und Wanderwegen planen möchte, kann die Cinque Terre im Rahmen eines organisierten Tagesausflugs besuchen. Die folgenden Angebote führen aus verschiedenen Städten an die ligurische Küste.

Tagesausflug von Florenz zur Cinque Terre

Eine Möglichkeit für Urlauber, die in Florenz übernachten und mehrere Orte der Cinque Terre an einem Tag kennenlernen möchten.

Ausflug von Pisa zur Cinque Terre und nach Portovenere

Diese Tour kombiniert die ligurischen Küstenorte mit einem Ausgangspunkt in Pisa.

Cinque-Terre-Tagesausflug ab Mailand

Eine lange Tagestour, die sich vor allem für Besucher eignet, die wenig Zeit haben und von Mailand aus organisiert anreisen möchten.

Ausflug von La Spezia in die Cinque Terre

Durch die kurze Entfernung ist La Spezia einer der praktischsten Ausgangspunkte für einen organisierten Ausflug.

Baden in Manarola

Manarola besitzt keinen klassischen Strand. Gebadet wird in und an der felsigen Bucht unterhalb des Dorfes. Bei ruhigem Meer ist das Wasser häufig klar und lädt zum Schwimmen ein.

Der Einstieg erfolgt über Felsen, Rampen oder vorhandene Leitern. Badeschuhe können hilfreich sein. Für kleine Kinder und ungeübte Schwimmer ist die Stelle nur eingeschränkt geeignet, da das Wasser schnell tief wird und keine große flache Uferzone vorhanden ist.

Bei Wellengang ist vom Baden abzuraten. Die Strömung, die Brandung und die glatten Felsen werden leicht unterschätzt. Auch wenn Einheimische noch ins Wasser gehen, bedeutet dies nicht automatisch, dass die Bedingungen für Ortsunkundige sicher sind.

Wer einen richtigen Strand sucht, findet in Monterosso al Mare die größte und bequemste Bademöglichkeit innerhalb der fünf Dörfer.

Essen und Trinken in Manarola

In Manarola gibt es zahlreiche Restaurants, Imbisse und Weinbars. Angeboten werden typische Gerichte der ligurischen Küche. Dazu gehören Pasta mit Pesto, Focaccia, Fisch, Meeresfrüchte und mit Gemüse oder Käse gefüllte Speisen.

Ein beliebter schneller Imbiss ist frittierter Fisch in einer Papiertüte. Wer sich für regionale Weine interessiert, kann einen trockenen Cinque-Terre-Weißwein oder den süßen Sciacchetrà probieren.

Restaurants mit Meerblick sind häufig teurer und zur Hauptessenszeit schnell belegt. Wer einen bestimmten Tisch oder einen Platz zum Sonnenuntergang möchte, sollte reservieren.

Günstiger wird es meist mit Focaccia, Pizza zum Mitnehmen oder einem einfachen Panino. Für ein Picknick sollte man darauf achten, keine Hauseingänge, Treppen oder schmalen Durchgänge zu blockieren.

Die Weihnachtskrippe von Manarola

Manarola ist für seine große beleuchtete Weihnachtskrippe bekannt. Die Figuren und Lichter werden am Hang oberhalb des Dorfes angebracht und sind aus großer Entfernung sichtbar.

Das Projekt geht auf den Einwohner Mario Andreoli zurück, der über viele Jahre zahlreiche Figuren aus wiederverwendeten Materialien geschaffen hat. Die beleuchtete Darstellung wird häufig als eine der größten ihrer Art bezeichnet.

Traditionell beginnt die Beleuchtung rund um den 8. Dezember und dauert bis in den Januar. Die genauen Termine können sich von Jahr zu Jahr unterscheiden. Wer speziell wegen der Krippe anreist, sollte die aktuellen Daten vorher überprüfen.

Übernachten in Manarola

Eine Übernachtung hat einen großen Vorteil: Am frühen Morgen und am Abend ist das Dorf wesentlich ruhiger als während der Hauptbesuchszeiten. Wenn viele Tagesgäste abgereist sind, verändert sich die Atmosphäre deutlich.

Das Angebot besteht vor allem aus Gästezimmern, Apartments, kleinen Pensionen und wenigen Hotels. Große Ferienanlagen gibt es nicht. Zimmer mit Meerblick sind besonders gefragt und entsprechend teuer.

Bei der Auswahl sollte man auf die genaue Lage achten. Eine Unterkunft oberhalb des Dorfes kann eine großartige Aussicht bieten, aber viele Treppen erfordern. Das ist besonders mit großen Koffern, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität wichtig.

Unterkünfte in Manarola und der Cinque Terre

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Manarola mit Kindern

Manarola kann auch mit Kindern besucht werden, allerdings gibt es viele Steigungen und Treppen. Ein Kinderwagen ist rund um Bahnhof, Hauptstraße und unteren Dorfbereich noch nutzbar. Aussichtspunkte, schmale Wege und höher gelegene Unterkünfte können damit schwierig sein.

An der Bucht müssen kleinere Kinder gut beaufsichtigt werden. Es gibt kein breites, flaches Strandgelände und keine durchgehend gesicherte Promenade direkt am Wasser.

Für Familien ist ein kurzer Besuch mit Zuganreise meist einfacher als eine anspruchsvolle Wanderung über Volastra. Die Via dell’Amore kann wegen ihrer geringen Steigung besser geeignet sein, sofern die aktuellen Zugangsregeln und die Laufrichtung passen.

Barrierefreiheit und viele Treppen

Die Hauptverbindung zwischen Bahnhof und Dorf verläuft durch einen Tunnel und ist vergleichsweise unkompliziert. Dennoch ist Manarola insgesamt nur eingeschränkt barrierefrei.

Viele Häuser, Aussichtspunkte und Unterkünfte sind ausschließlich über Treppen oder steile Gassen erreichbar. Auch an der Bucht und in den Weinbergen gibt es zahlreiche Stufen.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten eine Unterkunft möglichst im unteren Dorfteil wählen und sich die Zugänglichkeit schriftlich bestätigen lassen. Begriffe wie „wenige Minuten vom Bahnhof“ sagen in Manarola wenig darüber aus, wie viele Treppen dazwischenliegen.

Beste Reisezeit für Manarola

Die angenehmsten Monate sind häufig April, Mai, September und Oktober. Dann ist es meist mild genug für Spaziergänge und Wanderungen, während die größte Sommerhitze vermieden wird.

Im Juli und August ist Manarola besonders voll. Mittags kommen viele Tagesgäste gleichzeitig mit den Zügen an. Zusätzlich kann es heiß werden, und auf den offenen Wanderwegen gibt es nur wenig Schatten.

Auch im Frühjahr und Herbst sind volle Tage möglich, insbesondere an Wochenenden und Feiertagen. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte vor 9 Uhr oder erst am späteren Nachmittag kommen.

Im Winter ist das Dorf ruhiger. Einige Restaurants und Unterkünfte können geschlossen sein, und Schiffsverbindungen verkehren nur eingeschränkt oder überhaupt nicht. Dafür erlebt man Manarola deutlich ursprünglicher.

Wie viel Zeit sollte man für Manarola einplanen?

Für einen ersten Rundgang genügen etwa zwei bis drei Stunden. In dieser Zeit kann man vom Bahnhof durch den Tunnel laufen, die Hauptstraße und die Bucht ansehen, zum Aussichtspunkt Punta Bonfiglio gehen und die Kirche San Lorenzo besuchen.

Mit einer Mahlzeit, einer Weinprobe oder einem längeren Aufenthalt am Wasser wird daraus leicht ein halber Tag. Wer zusätzlich über Volastra nach Corniglia wandert, sollte einen großen Teil des Tages reservieren.

Für einen entspannten Besuch empfiehlt es sich, nicht alle fünf Dörfer in wenige Stunden zu pressen. Manarola lässt sich gut mit Riomaggiore oder Corniglia kombinieren. Drei oder mehr Orte an einem Tag sind möglich, führen aber häufig zu einem sehr dichten Programm.

Manarola oder Riomaggiore?

Manarola und Riomaggiore liegen unmittelbar nebeneinander und wirken auf den ersten Blick ähnlich. Beide Dörfer sind eng, steil und von farbigen Häusern geprägt.

Manarola bietet den bekannteren zusammenhängenden Panoramablick vom Aussichtspunkt Punta Bonfiglio. Riomaggiore besitzt eine etwas größere Hauptgasse und eine besonders eindrucksvolle kleine Hafenbucht zwischen hohen Häusern.

Wer genügend Zeit hat, sollte beide Orte besuchen. Die Zugfahrt dauert nur wenige Minuten. Bei passender Reservierung lassen sie sich außerdem über die Via dell’Amore miteinander verbinden.

Praktische Tipps für den Besuch

  • Reise möglichst mit dem Zug und nicht mit dem Auto an.
  • Beginne den Besuch früh am Morgen oder komme am späten Nachmittag.
  • Trage feste Schuhe, wenn du oberhalb des Dorfes wandern möchtest.
  • Nimm im Sommer ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit.
  • Prüfe Wanderwege und die Via dell’Amore am selben Tag auf Öffnung.
  • Verlasse dich bei wichtigen Anschlüssen nicht ausschließlich auf Ausflugsschiffe.
  • Reserviere eine Unterkunft mit Meerblick möglichst frühzeitig.
  • Beachte bei der Zimmerwahl die Zahl der Treppen und die Entfernung zum Bahnhof.
  • Halte in engen Gassen Hauseingänge und Durchgänge frei.
  • Gehe bei starkem Wellengang nicht auf die nassen Felsen an der Bucht.

Weitere Orte in der Cinque Terre

Fazit: Lohnt sich Manarola?

Manarola gehört zu den schönsten Orten der Cinque Terre. Besonders sehenswert sind die felsige Bucht, die farbigen Häuser, der Aussichtspunkt Punta Bonfiglio und die terrassierten Weinberge oberhalb des Dorfes.

Der Ort ist gut mit dem Zug erreichbar und lässt sich mit Riomaggiore oder Corniglia verbinden. Trotz seiner geringen Größe sollte man Manarola nicht nur als schnellen Fotostopp betrachten. Wer einige Stunden bleibt und auch den oberen Dorfteil erkundet, bekommt einen wesentlich besseren Eindruck.

In der Hauptsaison ist mit vielen Besuchern zu rechnen. Früh am Morgen, am Abend oder außerhalb des Hochsommers zeigt sich Manarola von seiner angenehmsten Seite.

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