Turin auf einen Blick
- Italienischer Name: Torino.
- Lage: im Nordwesten Italiens, in der Region Piemont, am Fluss Po.
- Wichtige Sehenswürdigkeiten: Museo Egizio, Königspalast, Mole Antonelliana, Dom und die großen Plätze der Innenstadt.
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: zwei bis drei volle Tage für einen ersten Besuch.
- Stadtpass: Die Torino+Piemonte Card kann sich bei mehreren Museumsbesuchen lohnen.
- Wichtige Bahnhöfe: Torino Porta Nuova und Torino Porta Susa.
- Gut zu wissen: Das originale Turiner Grabtuch ist normalerweise nicht öffentlich zu sehen.
- Vorab planen: besonders das Ägyptische Museum, den Panoramaaufzug der Mole und eine mögliche Stadionführung.

Für wen lohnt sich eine Reise nach Turin?
Turin passt besonders gut zu Reisenden, die Museen, Architektur und gutes Essen miteinander verbinden möchten. Du kannst einen Vormittag im Ägyptischen Museum verbringen, anschließend durch die Innenstadt gehen und später in einem historischen Café sitzen. Auch bei wechselhaftem Wetter gibt es genug Möglichkeiten für mehrere Tage.
Für Autofans ist das Automuseum interessant, für Fußballfans das Juventus-Museum mit einer möglichen Stadionführung. Wer sich für Geschichte interessiert, findet in den Palästen und Kirchen viele Spuren der Savoyer. Turin war von 1861 bis 1865 die erste Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Italien.
Die Stadt eignet sich zudem als Ausgangspunkt für eine längere Reise durch das Piemont. Für einen kurzen Aufenthalt solltest du jedoch nicht zu viele Ausflüge einbauen. Allein die wichtigsten Museen und das Zentrum füllen problemlos zwei bis drei Tage.
Orientierung in Turin: Wo liegt das Zentrum?
Ein guter Orientierungspunkt ist die Piazza Castello. Rund um diesen Platz befinden sich der Königspalast, Palazzo Madama und mehrere wichtige Straßen der Innenstadt. Der Dom liegt unmittelbar nördlich davon.
Nach Süden führt die Via Roma über die Piazza San Carlo bis zum Bahnhof Porta Nuova. Östlich der Piazza Castello verläuft die Via Po mit ihren Arkaden bis zur großen Piazza Vittorio Veneto und zum Fluss. Die Mole Antonelliana steht etwas nördlich der Via Po.
Diese Achsen erleichtern die Orientierung. Für einen ersten Rundgang brauchst du kein kompliziertes Programm: Porta Nuova, Piazza San Carlo, Piazza Castello und anschließend die Via Po ergeben bereits einen abwechslungsreichen Spaziergang. Museumsbesuche solltest du als eigene Zeitblöcke einplanen.
Torino Piemonte Card: Lohnt sich der Stadtpass?
Die Torino+Piemonte Card ist vor allem für Besucher interessant, die mehrere kostenpflichtige Museen und Residenzen besichtigen möchten. Sie bietet freien Eintritt bei teilnehmenden Einrichtungen und Ermäßigungen für weitere Angebote.
Die Karte gibt es grundsätzlich für 24, 48, 72 oder 120 aufeinanderfolgende Stunden. Bei der 24-Stunden-Version ist die Zahl der enthaltenen freien Eintritte begrenzt. Nicht jeder Verkaufsanbieter führt sämtliche Varianten. Prüfe deshalb die Bedingungen der konkret angebotenen Karte.
Wann sich die Karte rechnen kann
Wenn du beispielsweise das Ägyptische Museum, die Musei Reali und das Filmmuseum besuchen möchtest, lohnt sich ein Preisvergleich mit dem Pass. Wer dagegen hauptsächlich spazieren geht, Cafés besucht und nur ein Museum auswählt, fährt mit einem Einzelticket möglicherweise günstiger.
Entscheidend ist dein tatsächlicher Reiseplan. Rechne nur Besichtigungen ein, die du zeitlich auch schaffst. Drei große Museen an einem Tag sind für die meisten Besucher zu viel.
Reservierungen, Aufzug und Nahverkehr
Die Karte ersetzt nicht automatisch eine Reservierung. Prüfe bei jedem Museum, ob du zusätzlich ein Zeitfenster buchen musst. Auch Aufzüge, Sonderausstellungen und Führungen können andere Bedingungen haben als der normale Museumseintritt.
Busse, Straßenbahnen und Metro sind im gewöhnlichen Museumspass nicht pauschal enthalten. Für Karteninhaber werden gesonderte Nahverkehrsangebote angeboten. Beim Panoramaaufzug der Mole Antonelliana ist außerdem zwischen einem enthaltenen Museumsbesuch und einem ermäßigten Aufzugticket zu unterscheiden.
Torino Piemonte Card vergleichen
Auf GetYourGuide findest du Stadtpässe für Turin. Vergleiche Laufzeit, enthaltene Sehenswürdigkeiten und Reservierungsvorgaben mit deinem Besichtigungsplan.
Ägyptisches Museum Turin: Museo Egizio
Das Museo Egizio ist für viele Besucher der wichtigste Grund für eine Reise nach Turin. Es gehört zu den bedeutenden Museen zur Kultur des alten Ägypten. Die Sammlung umfasst unter anderem Statuen, Grabbeigaben, Sarkophage, Papyri und Alltagsgegenstände.
Das Museum liegt zentral in der Via Accademia delle Scienze. Du kannst den Besuch gut mit der Piazza San Carlo oder einem Spaziergang zur Piazza Castello verbinden. Trotzdem solltest du das Museum nicht zwischen zwei andere feste Termine quetschen.
Wie viel Zeit braucht man?
Für einen ersten Besuch sind etwa zwei bis drei Stunden ein sinnvoller Planungsrahmen. Wer viele Erklärungen liest und sich ausführlich mit den Ausstellungsstücken beschäftigt, kann deutlich länger bleiben. Vier Stunden sind also möglich, aber keine Mindestdauer für jeden Besucher.
Mit Kindern ist es oft besser, einzelne Themen auszuwählen. Eine konzentrierte Besichtigung mit Pausen bringt mehr als der Versuch, jede Vitrine anzuschauen.
Tickets und Führungen
Nach den Besuchshinweisen des Museums erfolgt der Ticketkauf online. Sichere dir deshalb vorab den gewünschten Termin. Auch mit einer Museumskarte solltest du die dafür vorgesehene Reservierung erledigen.
Bei Angeboten auf Buchungsplattformen lohnt sich ein genauer Vergleich: Handelt es sich um einen normalen Eintritt, eine Führung oder ein Paket mit weiteren Leistungen? Eine deutschsprachige Buchungsseite bedeutet nicht automatisch, dass auch die Führung auf Deutsch stattfindet.
Tickets und Führungen für das Museo Egizio
Vergleiche die verfügbaren Termine, die Sprache und den Leistungsumfang. Eine Führung kann hilfreich sein, wenn du die wichtigsten Ausstellungsstücke mit Erklärungen kennenlernen möchtest.
Königspalast und Musei Reali
Der Palazzo Reale war eine Residenz der Savoyer. Er liegt an der Piazza Castello und gehört zum Museumskomplex der Musei Reali. Hier bekommst du einen Eindruck davon, welche Bedeutung Turin als Herrschaftssitz hatte.
Zu den bekannten Bereichen gehören die königlichen Räume, die Waffensammlung und die Kunstsammlungen. Welche Abschnitte an deinem Besuchstag zugänglich sind, hängt vom aktuellen Museumsbetrieb ab. Prüfe deshalb den vorgesehenen Rundgang, besonders wenn dich ein bestimmter Bereich interessiert.
Für eine ausführlichere Besichtigung solltest du mehrere Stunden reservieren. Bei einem kurzen Aufenthalt ist es sinnvoll, entweder hier oder im Ägyptischen Museum einen Schwerpunkt zu setzen und das zweite Museum an einem anderen Tag zu besuchen.
Dom von Turin und Turiner Grabtuch
Der Dom San Giovanni Battista liegt neben dem Königspalast. Weltweit bekannt wurde die Kirche durch das Turiner Grabtuch. Das Leinentuch zeigt ein menschenähnliches Abbild und wird von vielen Gläubigen mit der Grablegung Jesu verbunden. Diese religiöse Überlieferung ist kein wissenschaftlich gesicherter Herkunftsnachweis.

Kann man das originale Grabtuch sehen?
Bei einem normalen Dombesuch ist das Original nicht offen ausgestellt. Es wird geschützt aufbewahrt und nur zu besonderen Anlässen öffentlich gezeigt. Plane deshalb keinen Besuch mit der Erwartung, das Tuch jederzeit betrachten zu können.
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen dem Grabtuch und der berühmten Cappella della Sindone. Die von Guarino Guarini gestaltete Kapelle ist ein bedeutendes Bauwerk des Barock und über den Rundgang der Musei Reali zugänglich. Ein Besuch dieser Kapelle bedeutet nicht, dass du dort das originale Grabtuch siehst.
Für den Dom selbst reichen bei einem ersten Eindruck oft zwanzig bis dreißig Minuten. Gottesdienste und die Hinweise vor Ort haben Vorrang vor touristischen Besichtigungen.
Mole Antonelliana: Filmmuseum und Aussicht
Die Mole Antonelliana mit ihrer hohen Spitze ist das bekannteste Wahrzeichen von Turin. In dem Gebäude befindet sich das Museo Nazionale del Cinema, das italienische Filmmuseum.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Entstehung bewegter Bilder, Filmtechnik und der Welt des Kinos. Auch der Innenraum des Gebäudes ist Teil des Erlebnisses. Für Besucher, die sich weniger für klassische Gemäldesammlungen interessieren, ist das Filmmuseum eine interessante Alternative.

Panoramaaufzug der Mole
Mit dem Panoramaaufzug gelangst du zu einer Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht kannst du über die Dächer der Stadt bis zu den Alpen schauen. Die Sicht hängt jedoch stark vom Wetter ab.
Achte bei der Buchung darauf, ob dein Ticket nur das Museum, nur den Aufzug oder beides umfasst. Gerade bei begrenzter Zeit ist eine passende Reservierung sinnvoll. Ein Museumseintritt bedeutet nicht automatisch, dass du ohne zusätzlichen Zeitaufwand mit dem Aufzug fahren kannst.
Für Museum und Aussicht zusammen solltest du einen größeren Zeitblock vorsehen. Danach bietet sich ein Spaziergang durch die Via Po zum Fluss an.
Piazza Castello, Piazza San Carlo und die Arkaden
Turin lässt sich auch ohne ständigen Museumseintritt gut entdecken. Die Piazza Castello ist der zentrale Platz für die Orientierung. Mitten auf dem Platz steht Palazzo Madama, dessen unterschiedliche Gebäudeteile die lange Geschichte des Ortes erkennen lassen.
Die Piazza San Carlo ist besonders wegen ihrer einheitlichen Platzgestaltung, der Arkaden und der beiden Kirchen an der Südseite sehenswert. Rundherum befinden sich Cafés und Geschäfte. Für eine Pause lohnt es sich, vorher auf die Karte zu schauen: Tischservice in einem historischen Café kann deutlich anders berechnet werden als ein Espresso an der Theke.
Die überdachten Gehwege sind im Alltag angenehm. Sie bieten Schutz bei Regen und teilweise Schatten im Sommer. Allerdings ist nicht jede Strecke zwischen den Sehenswürdigkeiten vollständig überdacht.
Am Po spazieren und Turin von oben sehen
Von der Piazza Castello führt die Via Po bis zur Piazza Vittorio Veneto. Dahinter liegt der Fluss. Auf der gegenüberliegenden Seite steht die Kirche Gran Madre di Dio.
Wenn du nach mehreren Museumsstunden etwas Bewegung möchtest, ist ein Spaziergang am Po eine gute Ergänzung. Weiter südlich liegt der Parco del Valentino mit Wegen und Grünflächen. Er passt gut zu einem ruhigeren Nachmittag.
Für einen Blick auf die Stadt kommt außerdem der Monte dei Cappuccini infrage. Der Aufstieg ist deutlich steiler als ein Spaziergang durch das Zentrum. Bei eingeschränkter Mobilität oder großer Hitze solltest du die Anfahrt und den verbleibenden Fußweg vorher prüfen.
Automuseum, Lavazza und Juventus
Automuseum Turin: MAUTO
Das Museo Nazionale dell’Automobile liegt südlich des historischen Zentrums. Es beschäftigt sich mit der Entwicklung des Autos und seiner Bedeutung für Technik, Gestaltung und Gesellschaft.
Der Besuch passt besonders gut zu Reisenden, die Turin mit Fiat und der italienischen Automobilindustrie verbinden. Plane die Anfahrt als eigenen Programmpunkt ein. Das Museum liegt nicht unmittelbar neben den großen Sehenswürdigkeiten der Altstadt.
Museo Lavazza
Das Lavazza-Museum widmet sich Kaffee und der Geschichte des Unternehmens. Es ist eine Möglichkeit, ein anderes Thema als Kunst, Herrschaftsgeschichte oder Autos kennenzulernen.
Wenn du nur zwei Tage in Turin hast, würde ich zunächst nach deinem Interesse entscheiden: Ägyptisches Museum und Königspalast müssen nicht automatisch Vorrang haben. Für Kaffeefans kann Lavazza besser zum eigenen Reiseplan passen.
Juventus-Museum und Stadionführung
Das Juventus-Museum befindet sich beim Allianz Stadium im Nordwesten der Stadt. Für Fußballfans ist die Kombination aus Vereinsgeschichte und Stadionbesichtigung ein naheliegender Ausflug.
Museumseintritt und Stadionführung sind unterschiedliche Leistungen. Prüfe, ob beides enthalten ist und zu welcher Uhrzeit die Führung beginnt. Spieltage, Veranstaltungen und der laufende Stadionbetrieb können den Ablauf beeinflussen. Ein Besichtigungsticket ist außerdem kein Ticket für ein Fußballspiel.
Juventus-Museum und Stadion besuchen
Prüfe verfügbare Termine und die enthaltene Stadionführung. Rechne zusätzlich Zeit für die Fahrt vom Stadtzentrum zum Stadion ein.
Stadtrundfahrt durch Turin
Ein Hop-on-Hop-off-Bus kann für einen ersten Überblick praktisch sein. Das gilt besonders, wenn du größere Entfernungen überbrücken und während der Fahrt etwas von der Stadt sehen möchtest.
Vergleiche vorher die Routen mit deinen Zielen. Nicht jede Linie fährt zu jedem Museum, und die angebotenen Strecken können saisonal unterschiedlich sein. Auch die Zeit bis zur nächsten Abfahrt ist wichtig: Für einen eng geplanten Museumstag ist der normale Nahverkehr manchmal zweckmäßiger.
Hop-on-Hop-off-Bustour Turin
Informiere dich über die enthaltenen Linien, Haltestellen und die Gültigkeitsdauer des Tickets.
Hotels in Turin: Welche Gegend ist praktisch?
Für einen ersten Besuch ist eine Unterkunft im Zentrum zwischen Porta Nuova, Piazza San Carlo und Piazza Castello praktisch. Von dort erreichst du viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Ein Zimmer direkt an einer belebten Straße kann allerdings lauter sein als eines zum Innenhof.
Porta Susa ist eine sinnvolle Lage für Bahnreisende und für die Zugverbindung zum Flughafen. Prüfe die Entfernung des Hotels zum Bahnhof und die Wege zu deinen wichtigsten Zielen.
In San Salvario südöstlich von Porta Nuova findest du viele Restaurants und Ausgehmöglichkeiten. Wenn du früh schlafen möchtest, sind aktuelle Hinweise zur Lautstärke wichtig. Weiter südlich kann die Gegend um Lingotto für bestimmte Museums- oder Veranstaltungstermine passen, liegt aber außerhalb des klassischen Besichtigungszentrums.
Unterkünfte in Turin vergleichen
Vergleiche Hotels und Apartments nach Lage, Klimaanlage, Frühstück und gegebenenfalls Parkplatz. Bei einer Anreise mit dem Auto solltest du auch die Zufahrt zur Unterkunft klären.
Essen und Trinken in Turin
Die Küche Turins gehört zur piemontesischen Küche. Typische Gerichte sind Agnolotti, also gefüllte Nudeln, und Vitello tonnato, dünn geschnittenes Kalbfleisch mit einer Thunfischsauce. Auf Speisekarten findest du außerdem verschiedene Reisgerichte und saisonale Spezialitäten.
Turin ist für Schokolade und Haselnussprodukte bekannt. Gianduiotti sind kleine Pralinen, die sich auch als Mitbringsel eignen. In einem Café kannst du einen Bicerin probieren, ein Getränk aus Kaffee, Schokolade und Sahne.
Für einen Aperitivo gibt es viele Möglichkeiten. Frage nach, welche Speisen zum Getränk gehören. Ein paar kleine Snacks sind etwas anderes als ein umfangreiches Buffet. Wenn du anschließend noch essen möchtest, solltest du das bei der Bestellung berücksichtigen.
Anreise nach Turin
Mit dem Zug
Turin ist gut an das italienische Bahnnetz angebunden. Die wichtigsten Bahnhöfe für Besucher sind Torino Porta Nuova und Torino Porta Susa. Prüfe bei jeder Verbindung, welchen Bahnhof dein Zug tatsächlich bedient.
Zwischen Mailand und Turin verkehren Hochgeschwindigkeitszüge. Je nach Verbindung dauert die Fahrt ungefähr eine Stunde. Regionalzüge sind langsamer, können aber preislich interessant sein.
Auch für die Weiterreise in Richtung Rom oder Venedig lohnt sich ein Vergleich von Fahrzeiten und Umstiegen. Bei günstigen Zugangeboten sind Umbuchung und Erstattung häufig eingeschränkt.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Flughafen Torino-Caselle liegt nordwestlich von Turin. Eine Bahnverbindung führt zum Bahnhof Porta Susa; die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Die Flughafenstation befindet sich gegenüber dem Ankunftsbereich.
Zusätzlich gibt es Flughafenbusse mit Verbindungen zu wichtigen Punkten der Stadt. Wähle nach der Lage deiner Unterkunft. Für sehr frühe Abflüge oder späte Ankünfte solltest du die erste beziehungsweise letzte passende Verbindung vorab prüfen.
Mit dem Auto
Turin ist über mehrere Autobahnen erreichbar, darunter die A4 aus Richtung Mailand. Für den eigentlichen Stadtbesuch brauchst du das Auto häufig nicht.
Im Zentrum gibt es verkehrsbeschränkte Bereiche. Kläre vor der Anreise mit deiner Unterkunft, wie du den Parkplatz erreichen darfst und ob eine besondere Zufahrtsregelung gilt. Eine Hotelbuchung allein ist keine allgemeine Erlaubnis, durch jede beschränkte Straße zu fahren.
Unterwegs in Turin: zu Fuß und mit Nahverkehr
Die zentralen Plätze und mehrere große Museen kannst du zu Fuß verbinden. Für das Automuseum, das Juventus-Stadion oder weiter entfernte Unterkünfte sind Metro, Straßenbahn und Bus hilfreich.
Die Metro verbindet unter anderem Porta Susa, Porta Nuova und den südlichen Stadtbereich. Sie fährt jedoch nicht direkt zu jeder touristischen Sehenswürdigkeit. Schaue daher immer auf die gesamte Verbindung einschließlich Fußweg.
Für einen längeren Aufenthalt kann ein Zeitfahrschein sinnvoll sein. Die Torino Piemonte Card solltest du dabei nicht mit einem automatisch enthaltenen Nahverkehrsticket verwechseln.
Vorschlag für drei Tage in Turin
Tag 1: Plätze, Königspalast und Dom
Beginne an der Piazza San Carlo und gehe zur Piazza Castello. Besuche anschließend die Musei Reali und plane danach den Dom ein. Am späten Nachmittag kannst du durch die Via Po zur Piazza Vittorio Veneto gehen.
Tag 2: Ägyptisches Museum und Kaffeehäuser
Reserviere den Vormittag für das Museo Egizio. Danach bleibt Zeit für ein Mittagessen und einen weniger durchgeplanten Stadtbummel. Wer noch ein weiteres Museum besuchen möchte, sollte dessen Umfang bewusst klein halten.
Tag 3: Mole Antonelliana oder ein persönlicher Schwerpunkt
Besuche das Filmmuseum und gegebenenfalls den Panoramaaufzug. Alternativ kannst du diesen Tag für das Automuseum oder Juventus einplanen. Bei gutem Wetter passt ein Spaziergang am Po dazu.
Wenn du nur zwei Tage hast, streiche lieber einen größeren Museumsbesuch. Die Stadt wird nicht interessanter, wenn du von Reservierung zu Reservierung hetzt.
Beste Reisezeit und praktische Besuchstipps
Frühjahr und Herbst eignen sich häufig gut für Stadtspaziergänge. Im Sommer kann es in Turin heiß werden. Plane dann längere Wege eher am Morgen und nutze die heißeren Stunden für Museen oder eine Pause.
Im Winter ist es kalt möglich, und die Nähe zu den Alpen bedeutet keine garantierte klare Sicht. Turin bleibt trotzdem ein geeignetes Ziel für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt Museen und Gastronomie.
Prüfe die Ruhetage der Museen einzeln. Es gibt keinen einheitlichen Schließtag für alle Sehenswürdigkeiten. Auch mit einem Stadtpass ist es ärgerlich, wenn zwei deiner Wunschmuseen ausgerechnet während des kurzen Aufenthalts geschlossen sind.
Häufige Fragen zu Turin
Wie viele Tage braucht man für Turin?
Zwei volle Tage reichen für einen ersten Eindruck und ausgewählte Museumsbesuche. Drei Tage sind angenehmer, wenn du zusätzlich die Mole Antonelliana, das Automuseum oder Juventus einplanen möchtest.
Ist Turin als Tagesausflug von Mailand geeignet?
Ja, besonders mit einem schnellen Zug. Konzentriere dich dann auf das Zentrum und höchstens ein großes Museum. Für mehrere bedeutende Sammlungen ist eine Übernachtung sinnvoll.
Kann man das Turiner Grabtuch jederzeit besichtigen?
Nein. Das Original wird normalerweise nicht öffentlich gezeigt. Der Dom und die barocke Grabtuchkapelle sind außerdem unterschiedliche Besichtigungsbereiche.
Welche Sehenswürdigkeit sollte man vorher buchen?
Vor allem das Ägyptische Museum solltest du vorab organisieren. Für den Panoramaaufzug der Mole und eine Stadionführung sind passende Termine ebenfalls wichtig.
Ist Turin mit Kindern geeignet?
Ja, wenn du das Programm nach ihren Interessen auswählst. Filmmuseum, Automuseum oder einzelne Bereiche des Ägyptischen Museums können gut passen. Plane zwischen den Besichtigungen ausreichend Pausen ein.
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