Wandern am Gardasee auf einen Blick
- Beste Reisezeit: April bis Juni sowie September und Oktober
- Einfachste Region: südlicher und südöstlicher Gardasee
- Anspruchsvollste Region: nördlicher Gardasee und Monte Baldo
- Leichte Uferwege: Malcesine–Cassone, Lazise–Bardolino und Limone
- Bekannter Panoramaweg: Ponale ab Riva del Garda
- Wichtig: Angaben gelten grundsätzlich für Hin- und Rückweg, sofern nicht anders genannt
- Ausrüstung: feste Schuhe, Wasser, Sonnen- und Regenschutz
- Vor dem Start: Wetter, Wegzustand und mögliche Sperrungen prüfen

Unterkünfte am Gardasee vergleichen
Für einen Wanderurlaub ist die Lage der Unterkunft wichtig. Riva und Limone eignen sich für Berg- und Panoramawege, während Lazise, Bardolino und Sirmione mehr leichte Uferwege bieten.
Was bedeutet „leichte Wanderung“ am Gardasee?
Die Bezeichnung „leicht“ ist rund um den Gardasee mit Vorsicht zu verwenden. Ein befestigter Weg kann trotzdem steil sein. Andere Strecken verlaufen fast eben, sind aber lang oder im Sommer ohne Schatten.
In diesem Artikel gelten vor allem Wege als leicht, die technisch unkompliziert sind, keine ausgesetzten Kletterstellen besitzen und überwiegend auf Promenaden, Asphalt, breiten Schotterwegen oder guten Wanderwegen verlaufen.
Höhenmeter bleiben dennoch wichtig. Eine Strecke mit 400 oder 500 Metern Anstieg ist für untrainierte Besucher keine leichte Spazierwanderung mehr, auch wenn der Weg selbst gut ausgebaut ist.
Wer Knieprobleme, eingeschränkte Kondition oder kleine Kinder dabeihat, sollte vor allem auf folgende Punkte achten:
- Gesamtlänge einschließlich Rückweg
- Höhenmeter im Auf- und Abstieg
- Steile Stufen oder längere Gefällestrecken
- Schatten und Trinkmöglichkeiten
- Entfernung zur nächsten Bushaltestelle
- Möglichkeit, die Wanderung vorzeitig abzubrechen
Touren und Aktivitäten am Gardasee
Über GetYourGuide findest du geführte Wanderungen und andere Ausflüge rund um den Gardasee. Prüfe bei jeder Tour Länge, Höhenmeter, Mindestalter und benötigte Ausrüstung.
Die besten leichten Wanderungen am Gardasee
1. Uferweg von Malcesine nach Cassone
Der Weg von Malcesine nach Cassone gehört zu den angenehmsten längeren Spazierwegen am Ostufer. Der alte Text bezeichnete ihn fälschlich als Wanderung am Westufer. Malcesine und Cassone liegen beide am Ostufer des Gardasees.
Vom Zentrum von Malcesine folgt man der Promenade und den Uferwegen nach Süden. Die Strecke verläuft über weite Teile nahe am Wasser. Unterwegs passiert man kleine Strände, Bootsanleger, Hotels und ruhigere Uferabschnitte.
- Einfache Strecke: ungefähr 4 Kilometer
- Hin und zurück: ungefähr 8 Kilometer
- Gehzeit: etwa 2 bis 2,5 Stunden ohne lange Pausen
- Höhenmeter: gering
- Schwierigkeit: leicht
- Start: Hafen oder Zentrum von Malcesine
Cassone ist ein guter Platz für eine Pause. Dort gibt es einen kleinen Hafen und den kurzen Fluss Aril. Restaurants und Cafés sind ebenfalls vorhanden, wobei die Öffnungszeiten außerhalb der Saison eingeschränkt sein können.
Die Strecke lässt sich jederzeit verkürzen. Das ist ein Vorteil für Familien und Spaziergänger. Im Sommer sollte man früh starten, da einige Abschnitte kaum Schatten bieten.
2. Promenadenweg von Lazise nach Bardolino
Zwischen Lazise und Bardolino verläuft ein weitgehend flacher Weg am Ufer. Die Strecke eignet sich für Spaziergänger, Familien und Urlauber, die keine Bergwanderung machen möchten.
Der Weg beginnt am Hafen von Lazise und führt nach Norden. Unterwegs liegen Strände, Campingplätze, kleine Grünflächen und gastronomische Betriebe. Das Ziel Bardolino besitzt eine autofreie Altstadt und einen schönen Hafen.
- Einfache Strecke: ungefähr 6 Kilometer
- Hin und zurück: ungefähr 12 Kilometer
- Gehzeit: etwa 3 bis 3,5 Stunden ohne größere Pausen
- Höhenmeter: kaum vorhanden
- Schwierigkeit: leicht, aber relativ lang
- Start: Hafen von Lazise oder Bardolino
Wer nicht zurücklaufen möchte, kann abhängig von Saison und Fahrplan mit Bus oder Schiff zum Ausgangsort zurückfahren. Die Verbindung sollte vor dem Start geprüft werden.
Der Uferweg wird auch von Radfahrern genutzt. Besonders in der Hauptsaison ist er keine einsame Wanderroute. Für eine ruhige Tour sind der frühe Vormittag und die Nebensaison besser geeignet.
3. Spaziergang von Bardolino nach Garda
Auch zwischen Bardolino und Garda führt eine weitgehend ebene Uferpromenade. Der Weg ist kürzer als die Strecke von Lazise nach Bardolino und eignet sich gut für einen halben Tag.
- Einfache Strecke: ungefähr 3 bis 4 Kilometer
- Hin und zurück: ungefähr 7 Kilometer
- Gehzeit: etwa 1,5 bis 2 Stunden
- Höhenmeter: sehr gering
- Schwierigkeit: leicht
- Start: Hafen von Bardolino oder Garda
Auf der Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine Pause. Beide Orte besitzen Restaurants, Cafés und Schiffsanleger. Dadurch lässt sich die Wanderung gut mit einer Rückfahrt über den See verbinden.
Dieser Weg ist vor allem ein längerer Spaziergang und keine klassische Bergwanderung. Er eignet sich aber sehr gut für Urlauber, die den Gardasee ohne größere Steigungen zu Fuß erleben möchten.
4. Uferweg und Radweg bei Limone sul Garda
Limone sul Garda liegt zwischen See und steilen Bergen. Innerhalb des Ortes gibt es kurze Spazierwege durch die Altstadt, entlang der Promenade und zu den nördlichen Uferabschnitten.
Bekannt ist besonders der nördlich von Limone verlaufende, teilweise über dem Wasser angelegte Rad- und Fußweg. Die gesamte geplante Gardasee-Radrunde ist nicht fertiggestellt. Der spektakuläre Abschnitt bei Limone endet daher nach einigen Kilometern und ist keine durchgehende Verbindung rund um den See.
- Länge: je nach Start und Wendepunkt ungefähr 5 bis 8 Kilometer
- Gehzeit: etwa 1,5 bis 2,5 Stunden
- Höhenmeter: gering bis mäßig
- Schwierigkeit: leicht
- Start: Zentrum oder nördlicher Ortsrand von Limone
Der Weg wird gemeinsam von Fußgängern und Radfahrern benutzt. In der Hauptsaison kann es eng und voll werden. Fußgänger sollten rechts gehen und nicht unvermittelt stehen bleiben.
Für Menschen mit starker Höhenangst kann der über dem Wasser angelegte Abschnitt unangenehm sein. Er ist mit Geländern gesichert, wirkt durch die freie Aussicht auf den See aber deutlich höher als eine gewöhnliche Promenade.
5. Rundgang auf der Halbinsel von Sirmione
Die Halbinsel von Sirmione bietet eine einfache Kombination aus Spaziergang, Sehenswürdigkeiten und Uferwegen. Vom Eingang der Altstadt führt die Route durch die Gassen bis zum nördlichen Ende der Halbinsel.
Unterwegs liegen die Scaligerburg, die Villa Callas und die Grotten des Catull. Für Burg und Ausgrabung muss zusätzliche Besichtigungszeit eingeplant werden.
- Länge: je nach Route ungefähr 4 bis 7 Kilometer
- Gehzeit: etwa 1,5 bis 2 Stunden ohne Besichtigungen
- Höhenmeter: gering
- Schwierigkeit: leicht
- Start: Eingang der Altstadt von Sirmione
Die Strecke ist technisch einfach, aber häufig sehr voll. Im Sommer sind der frühe Vormittag und der spätere Nachmittag angenehmer. Informationen zur Anfahrt findest du im Artikel über das Parken in Sirmione.
Eine Alternative zum Rückweg zu Fuß ist eine Bootsrundfahrt um Sirmione. Sie ersetzt den Fußweg nicht vollständig, bietet aber eine andere Perspektive auf Burg und Halbinsel.
Aussichtsreiche Wanderungen mit mäßiger Steigung
6. Monte Brione bei Riva del Garda
Der Monte Brione liegt zwischen Riva del Garda und Torbole. Er ist keine Halbinsel, sondern ein markanter Bergrücken, der sich aus der Ebene am nördlichen Gardasee erhebt. Auf dem Berg befinden sich mehrere Befestigungsanlagen aus der Zeit Österreich-Ungarns.
Die verschiedenen Wege am Monte Brione unterscheiden sich deutlich. Eine kurze Variante im unteren Bereich ist relativ einfach. Ein vollständiger Rundweg mit mehreren Festungen besitzt dagegen einige hundert Höhenmeter und ist keine völlig ebene Spazierstrecke.
- Länge: je nach Variante ungefähr 5 bis 8 Kilometer
- Gehzeit: ungefähr 2 bis 3 Stunden
- Höhenmeter: etwa 250 bis 400 Meter
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Start: Riva del Garda oder Gebiet bei Porto San Nicolò
Ein großer Teil des Weges verläuft durch mediterrane Vegetation. Von mehreren Stellen sieht man Riva, Torbole und den nördlichen Gardasee. An warmen Tagen sollte man früh starten, da die sonnigen Abschnitte schnell heiß werden.
Die historischen Anlagen sind interessant, aber nicht alle Bereiche frei zugänglich. Absperrungen und Hinweisschilder müssen beachtet werden.
7. Sentiero del Ponale ab Riva del Garda
Der Ponaleweg ist eine der bekanntesten Wanderstrecken am Gardasee. Er folgt einer ehemaligen Straße, die in die steilen Felsen über dem nordwestlichen Seeufer gebaut wurde. Bereits kurz nach dem Start öffnen sich weite Ausblicke auf Riva, Torbole und den Gardasee.
Der Weg ist breit und technisch nicht besonders schwierig. Er steigt jedoch fast durchgehend an. Außerdem verläuft er an steilen Felswänden und wird von vielen Mountainbikern genutzt. Deshalb sollte die Ponale nicht als vollkommen leichter Spazierweg dargestellt werden.
- Kurze Variante: bis zum ersten größeren Aussichtspunkt und zurück
- Länge der kurzen Variante: ungefähr 5 bis 7 Kilometer
- Gehzeit: etwa 2 bis 2,5 Stunden
- Höhenmeter: abhängig vom Wendepunkt ungefähr 200 bis 350 Meter
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Start: westlicher Rand von Riva del Garda
Wer bis Pregasina oder weiter in Richtung Ledrosee geht, bewältigt deutlich mehr Strecke und Höhenmeter. Diese längeren Varianten sind keine einfachen Zwei-Stunden-Wanderungen.
Auf der Ponale besteht Steinschlaggefahr. Nach Unwettern kann der Weg kontrolliert oder gesperrt werden. Vor dem Start sollte der aktuelle Zustand geprüft werden. Fußgänger und Radfahrer benutzen teilweise getrennte Bereiche, an Engstellen ist dennoch Aufmerksamkeit erforderlich.
8. Von Garda zur Rocca di Garda
Die Rocca di Garda ist ein bewaldeter Bergrücken südlich der Stadt Garda. Von oben bieten sich schöne Blicke über die Bucht, den See und das südöstliche Ufer.
Die Wanderung beginnt im Ort oder in dessen südlichem Bereich. Der Aufstieg ist nicht sehr lang, enthält aber steile Passagen. Feste Schuhe sind sinnvoll, besonders nach Regen.
- Länge: je nach Ausgangspunkt ungefähr 5 bis 7 Kilometer
- Gehzeit: ungefähr 2 bis 3 Stunden
- Höhenmeter: ungefähr 250 bis 350 Meter
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Start: Garda oder südlicher Ortsrand
Die Rocca ist eine gute Alternative zu den viel höheren Bergen am nördlichen Gardasee. Trotzdem sollte der Aufstieg bei großer Sommerhitze nicht unterschätzt werden.
Ruhigere Wanderungen abseits der Hauptorte
9. Wege durch die Weinberge zwischen Bardolino und Affi
Im Hinterland von Bardolino verlaufen kleine Straßen und Wirtschaftswege durch Weinberge und Olivenhaine. Die Landschaft ist ruhiger als die Uferpromenade. Gleichzeitig gibt es weniger Schatten und nicht überall eine eindeutige Wanderbeschilderung.
Statt einer festen Standardrunde empfiehlt sich eine vorher geplante Strecke mit digitaler Karte. Startpunkte sind unter anderem die Randgebiete von Bardolino und kleine Ortschaften in Richtung Affi.
- Länge: frei wählbar, häufig 5 bis 10 Kilometer
- Gehzeit: ungefähr 1,5 bis 3 Stunden
- Höhenmeter: meist 100 bis 300 Meter
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
Die Wege sind besonders im Frühjahr und Herbst angenehm. Im Hochsommer kann es zwischen den Weinbergen sehr heiß werden. Wasser sollte man bereits im Ort kaufen.
10. Spazierwege im Hinterland von Salò
Rund um Salò gibt es neben der langen Uferpromenade kleinere Straßen und Wege in den höher gelegenen Ortsteilen. Sie bieten immer wieder Ausblicke auf den südwestlichen Gardasee.
Für eine einfache Tour kann man die Promenade mit einem kurzen Abstecher in die Hügel verbinden. Da es zahlreiche Varianten gibt, sollte eine genaue Route vorher auf einer Wanderkarte festgelegt werden.
- Länge: ungefähr 4 bis 8 Kilometer
- Gehzeit: etwa 1,5 bis 2,5 Stunden
- Höhenmeter: abhängig von der Route
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
Salò eignet sich gut für einen kombinierten Tag aus Stadtbesichtigung und Spaziergang. Die Promenade selbst ist eben und auch für wenig geübte Besucher geeignet.
Warum die Strada della Forra keine leichte Wanderung ist
Die Strada della Forra bei Tremosine ist eine schmale Straße durch eine enge Schlucht. Sie wird hauptsächlich von Autos, Motorrädern und Fahrrädern genutzt. Je nach Bauarbeiten, Felssturzgefahr und Verkehrsregelung können Abschnitte gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar sein.
Die Straße sollte nicht pauschal als leichte Wanderroute empfohlen werden. In engen Tunneln und Kurven kann der Straßenverkehr für Fußgänger gefährlich sein. Wer in Tremosine wandern möchte, sollte einen ausgeschilderten Wanderweg abseits der Fahrbahn wählen.
Aktuelle Sperrungen und örtliche Hinweise sind unbedingt zu beachten. Eine landschaftlich eindrucksvolle Straße ist nicht automatisch ein sicherer Fußweg.
Weitere anspruchsvolle Wanderungen
Wer mehr Erfahrung und Kondition besitzt, findet am Gardasee zahlreiche längere Touren. Dazu gehören Wanderungen am Monte Baldo, zur Punta Larici und auf die Gipfel oberhalb von Riva und Limone.
Die Punta Larici bietet einen bekannten Ausblick auf den Gardasee. Der Weg ab Pregasina ist jedoch steiler als die leichten Uferwanderungen. Einzelne Varianten verlaufen nahe an Abhängen und sind für Wanderer mit Höhenangst weniger geeignet.
Auch auf dem Monte Baldo ändern sich Wetter und Temperaturen schnell. Selbst wenn es am See warm ist, kann es in größerer Höhe kühl, windig oder neblig sein.
Geführte Wanderungen und Ausflüge
Eine geführte Tour kann sinnvoll sein, wenn du keine eigene Route planen möchtest oder wenig Erfahrung im Gebirge hast. Neben Wanderungen werden am Gardasee auch E-Bike-Touren, Bootsausflüge, Kletterangebote und Tagesfahrten angeboten.
Touren und Aktivitäten am Gardasee
Über GetYourGuide findest du geführte Wanderungen und andere Ausflüge rund um den Gardasee. Prüfe bei jeder Tour Länge, Höhenmeter, Mindestalter und benötigte Ausrüstung.
Beste Jahreszeit zum Wandern am Gardasee
Frühling
April, Mai und Juni eignen sich gut für Wanderungen in tieferen und mittleren Lagen. Die Temperaturen sind meist angenehmer als im Hochsommer. Nach einem niederschlagsreichen Winter können Wege allerdings beschädigt oder vorübergehend gesperrt sein.
Sommer
Im Juli und August wird es am Seeufer häufig sehr heiß. Wege auf der Ost- und Südseite liegen über längere Abschnitte in der Sonne. Leichte Wanderungen sollten möglichst am frühen Morgen beginnen.
In höheren Lagen können am Nachmittag Gewitter entstehen. Die Wettervorhersage muss deshalb auch an sonnigen Tagen kontrolliert werden.
Herbst
September und Oktober gehören zu den besten Wandermonaten. Die Temperaturen sind häufig mild und die Hauptsaison geht langsam zu Ende. Nach starkem Regen können felsige und gepflasterte Wege rutschig sein.
Winter
Uferwege sind auch im Winter begehbar. In höheren Lagen sind Schnee, Eis und geschlossene Seilbahnen möglich. Die Tage sind kurz und viele Einkehrmöglichkeiten bleiben geschlossen.
Ausrüstung für leichte Wanderungen
Für ebene Promenaden reichen bequeme Sportschuhe. Auf Schotter, Fels und steileren Waldwegen sind Wanderschuhe mit gutem Profil die bessere Wahl.
- ausreichend Wasser
- Sonnencreme und Kopfbedeckung
- leichte Regenjacke
- Wanderkarte oder Offline-Navigation
- geladenes Mobiltelefon
- kleines Erste-Hilfe-Set
- warme Zusatzschicht für höhere Lagen
- bei längeren Touren ausreichend Verpflegung
Wasserstellen und geöffnete Restaurants dürfen nicht fest eingeplant werden. Besonders außerhalb der Hauptsaison können Hütten und Bars geschlossen sein.

Sicherheit beim Wandern
Am Gardasee können sich Wetter und Wegzustand schnell ändern. Nach Gewittern, starkem Regen oder Steinschlag werden Wege gelegentlich gesperrt. Absperrungen sollten niemals umgangen werden.
Weitere wichtige Regeln:
- Route passend zur eigenen Kondition auswählen
- nicht allein auf unbekannten Bergwegen starten
- jemandem das geplante Ziel mitteilen
- ausreichend Zeit für den Rückweg lassen
- bei Gewitter nicht auf Gipfeln oder Graten bleiben
- Mountainbiker auf gemeinsam genutzten Wegen beachten
- Hunde an gefährlichen und stark frequentierten Stellen anleinen
- den europäischen Notruf 112 speichern
Eine Offline-Karte ist hilfreich, weil der Mobilfunkempfang in Schluchten und zwischen Felswänden ausfallen kann.
Wandern mit Kindern
Für Familien sind vor allem die Uferwege zwischen Malcesine und Cassone, Bardolino und Garda sowie die Promenade von Lazise geeignet. Dort kann die Strecke jederzeit verkürzt werden.
Der Ponaleweg ist wegen Radverkehr, Felskante und Steinschlaggefahr nicht für jedes Kind geeignet. Kinderwagen werden für diese Strecke nicht empfohlen. Auch der Monte Brione besitzt steilere Passagen und ist keine durchgehend ebene Familienrunde.
Im Sommer ist Hitze oft das größte Problem. Kinder benötigen häufigere Pausen und mehr Wasser als bei einem gewöhnlichen Stadtspaziergang.
Anreise zu den Wanderwegen
Viele Ausgangspunkte sind mit Bus oder Schiff erreichbar. Dadurch sind Streckenwanderungen möglich, bei denen man nicht zum Ausgangspunkt zurücklaufen muss. Der Schiffsverkehr ist jedoch saisonabhängig und nicht alle Orte werden direkt miteinander verbunden.
Bei einer geplanten Rückfahrt mit Bus oder Schiff solltest du folgende Punkte prüfen:
- letzte Rückfahrt des Tages
- Fahrplan am Wochenende
- saisonale Einschränkungen
- mögliche Ausfälle bei starkem Wind
- Mitnahme von Hunden oder Fahrrädern
Wer mit dem Auto kommt, sollte sich vorher über Parkplätze informieren. Besonders in Sirmione, Limone, Malcesine und Riva sind zentrale Stellplätze im Sommer schnell belegt.
Häufige Fragen zum Wandern am Gardasee
Welche Wanderung ist für Anfänger am besten?
Besonders einfach sind die Uferwege Malcesine–Cassone, Bardolino–Garda und Lazise–Bardolino. Sie besitzen kaum Höhenmeter und lassen sich bei Bedarf verkürzen.
Ist der Ponaleweg leicht?
Technisch ist der breite Hauptweg relativ einfach. Wegen des stetigen Anstiegs, der steilen Felslage, möglicher Steinschläge und des Fahrradverkehrs ist er trotzdem mehr als ein gewöhnlicher Spazierweg.
Kann man den Gardasee zu Fuß umrunden?
Eine durchgehend ausgeschilderte, sichere und ufernahe Fußroute rund um den gesamten See gibt es nicht. Teilweise müssten stark befahrene Straßen benutzt werden. Sinnvoller sind einzelne Etappen.
Kann man am Gardasee ohne Auto wandern?
Ja. Viele Orte und Ausgangspunkte sind mit Bus oder Schiff erreichbar. Fahrpläne sollten jedoch genau geprüft werden, besonders außerhalb der Hauptsaison.
Welche Seite des Gardasees ist zum leichten Wandern geeignet?
Am südlichen und südöstlichen Ufer gibt es mehr flache Promenaden und Uferwege. Der Norden und Nordwesten bieten eindrucksvollere Berglandschaften, aber auch mehr Höhenmeter.
Wann ist es zum Wandern zu heiß?
Im Juli und August kann es bereits am Vormittag sehr heiß werden. Sonnige Wege ohne Schatten sollten dann früh begonnen oder auf einen kühleren Tag verschoben werden.
Fazit: Leichte Wanderungen am Gardasee
Für leichte Wanderungen eignen sich besonders die Promenaden und Uferwege im Süden und Osten des Gardasees. Malcesine–Cassone, Lazise–Bardolino und Bardolino–Garda bieten schöne Seeblicke ohne große Steigungen.
Der Monte Brione, die Rocca di Garda und der Ponaleweg sind aussichtsreicher, verlangen aber mehr Kondition. Sie sollten nicht allein wegen guter Wege als einfache Spaziergänge eingestuft werden.
Entscheidend sind eine realistische Einschätzung der Höhenmeter, ausreichend Wasser und die Kontrolle von Wetter und Wegsperrungen. Wer diese Punkte berücksichtigt, findet rund um den Gardasee passende Strecken für nahezu jedes Konditionsniveau.
Unsere Artikel über den Gardasee