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Bei Wanderurlauben kann eine Unterkunft mit Waschmöglichkeit, Trockenraum und guter Anbindung an die geplanten Wege praktisch sein.
Für einen normalen Stadt- oder Strandurlaub ist das Zeckenrisiko meist gering. Wer wandert, campt, mit dem Hund unterwegs ist oder viel Zeit in der Natur verbringt, sollte dagegen einige einfache Schutzmaßnahmen beachten. Wichtig sind geeignete Kleidung, Zeckenschutzmittel, das Absuchen des Körpers und das schnelle Entfernen einer festgesaugten Zecke.
Zecken in Italien auf einen Blick
- Vorkommen: vor allem in Wäldern, hohem Gras, Gebüsch, Laub und feuchten Grünflächen
- Höheres Risiko: in Teilen Nord- und Nordostitaliens sowie in bewaldeten Bergregionen
- Wichtige Krankheiten: Lyme-Borreliose, FSME und regional weitere seltene Infektionen
- Schutz: geschlossene Kleidung, Repellent und gründliche Kontrolle nach Aufenthalten in der Natur
- Nach einem Stich: Zecke möglichst bald mit Pinzette oder Zeckenkarte entfernen
- Arztbesuch: bei größer werdender Rötung, Fieber, starken Kopf- oder Gliederschmerzen und anderen auffälligen Beschwerden
- FSME-Impfung: nicht pauschal für jeden Italienurlaub nötig, aber bei längeren Outdoor-Aktivitäten in bekannten Risikogebieten zu prüfen
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Reiseinformationen und ersetzt keine individuelle Beratung durch einen Arzt oder ein reisemedizinisches Zentrum.

Gibt es in Italien Zecken?
Ja. Verschiedene Zeckenarten leben in Italien und können Menschen sowie Tiere befallen. Sie kommen sowohl im Norden als auch in Mittel- und Süditalien vor. Daraus folgt jedoch nicht, dass das Risiko überall gleich groß ist.
Entscheidend sind die örtliche Landschaft, das Klima, die Jahreszeit und die Art der Aktivität. In einer gepflasterten Altstadt oder an einem stark genutzten Sandstrand ist ein Zeckenstich wesentlich unwahrscheinlicher als bei einer Wanderung durch feuchtes Gras oder Unterholz.
Zecken springen nicht und lassen sich normalerweise nicht von Bäumen auf Menschen fallen. Sie warten meist in Bodennähe auf Gräsern, niedrigen Pflanzen, Sträuchern oder in der Laubschicht. Beim Vorbeigehen können sie auf Kleidung oder Haut gelangen.
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Zecken in anderen Urlaubsländern
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Wo ist das Zeckenrisiko in Italien besonders hoch?
Für Urlauber ist eine Einteilung nach ganzen Regionen nur eingeschränkt sinnvoll. Selbst innerhalb einer Region kann das Risiko von einem Ort zum nächsten deutlich variieren. Eine bewaldete und feuchte Berglandschaft bietet Zecken bessere Bedingungen als eine trockene Innenstadt oder ein intensiv gepflegter Strand.
Nordostitalien
Beim Thema FSME ist vor allem Nordostitalien wichtig. Nachgewiesene Risikogebiete liegen insbesondere in Teilen von Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Das bedeutet nicht, dass jeder Aufenthalt in diesen Regionen gefährlich ist. Relevant wird das Risiko vor allem bei häufigen oder längeren Aktivitäten in Wald- und Wiesengebieten.
Wer in den Dolomiten, im Trentino, in Südtirol oder im Hinterland von Friaul wandern möchte, sollte den persönlichen Impfschutz rechtzeitig vor der Reise mit einem Arzt besprechen. Informationen zu möglichen Reisezielen findest du in unseren Übersichten zu Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch Venetien.
Gardasee und lombardische Alpen
Am Gardasee hängt das Risiko stark davon ab, was man unternimmt. Beim Aufenthalt auf einer Hotelterrasse, an einer gepflegten Badestelle oder in einem Ortszentrum ist das Risiko meist niedrig. Anders sieht es bei Wanderungen durch hohes Gras, Waldränder und wenig gepflegte Wege aus.
Auch in den alpinen und voralpinen Teilen der Lombardei kommen Zecken vor. Das gilt unter anderem für bewaldete Täler, Wiesen und Gebiete rund um die großen Seen. Die Lombardei sollte allerdings nicht pauschal als einheitliches FSME-Risikogebiet bezeichnet werden.
Mittelitalien
Auch in der Toskana, in Umbrien, den Marken und anderen Teilen Mittelitaliens gibt es Zecken. Wanderer, Camper und Urlauber auf ländlichen Grundstücken sollten sich deshalb ebenfalls schützen.
In Mittelitalien können neben dem Gemeinen Holzbock auch Zeckenarten auftreten, die ein wärmeres und trockeneres Klima bevorzugen. Welche Krankheit eine Zecke theoretisch übertragen kann, hängt von der Art und dem jeweiligen Gebiet ab.
Süditalien, Sizilien und Sardinien
Zecken sind auch in Süditalien und auf den großen Inseln vorhanden. Häufiger begegnet man dort Arten, die an wärmere Bedingungen angepasst sind. Dazu gehört die Braune Hundezecke, die vor allem in der Umgebung von Hunden und deren Aufenthaltsorten vorkommt.
Ein pauschal hohes Risiko für alle Reisenden besteht nicht. Aufmerksamkeit ist vor allem bei Wanderungen, Jagd, Camping, Arbeit mit Tieren und Aufenthalten auf wenig gepflegten Grundstücken sinnvoll.
Wann sind Zecken in Italien aktiv?
Die Hauptaktivität liegt meist zwischen Frühling und Herbst. In milden Regionen können Zecken aber auch im Winter aktiv sein, sobald die Temperaturen ausreichend hoch sind. Deshalb gibt es keinen Monat, in dem ein Zeckenstich überall in Italien sicher ausgeschlossen werden kann.
Besonders günstige Bedingungen finden Zecken bei mildem und feuchtem Wetter. Nach Regenperioden kann die Aktivität höher sein. Große Hitze und Trockenheit führen dagegen häufig dazu, dass sich Zecken stärker in schattige, bodennahe und feuchte Bereiche zurückziehen.
In höheren Lagen beginnt die Saison meist später und endet früher als in den Küstenregionen. Durch schwankende Temperaturen und milde Winter können sich die Aktivitätszeiten von Jahr zu Jahr verändern.
Welche Zeckenarten gibt es in Italien?
In Italien leben mehrere Zeckenarten. Urlauber müssen sie nicht selbst bestimmen können. Für die Einschätzung möglicher Krankheiten kann die Art jedoch medizinisch relevant sein.
Gemeiner Holzbock
Der Gemeine Holzbock trägt den wissenschaftlichen Namen Ixodes ricinus. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gehört auch in Italien zu den medizinisch wichtigsten Zeckenarten.
Diese Art kann unter anderem Borrelien und das FSME-Virus übertragen. Nicht jede Zecke trägt Krankheitserreger, und nicht jeder Stich führt zu einer Infektion.
Braune Hundezecke
Die Braune Hundezecke heißt wissenschaftlich Rhipicephalus sanguineus. Sie bevorzugt wärmere Regionen und befällt hauptsächlich Hunde. Anders als viele heimische Waldzecken kann sie sich unter günstigen Bedingungen auch in Gebäuden, Tierunterkünften und Wohnungen vermehren.
Für Hunde kann sie verschiedene Krankheitserreger übertragen. Auch eine Übertragung bestimmter Rickettsien auf Menschen ist möglich. Wer mit einem Hund reist, sollte einen geeigneten tiermedizinischen Zeckenschutz verwenden und das Tier regelmäßig kontrollieren.
Hyalomma-Zecken
In wärmeren Gebieten Italiens können auch Hyalomma-Zecken vorkommen. Sie sind größer als der Gemeine Holzbock und besitzen auffällig gestreifte Beine. Hyalomma-Zecken können sich aktiv über kurze Strecken auf einen möglichen Wirt zubewegen.
Die Arten sind als mögliche Überträger verschiedener Krankheitserreger bekannt. Ein Fund bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Infektion stattgefunden hat. Auffällige oder ungewöhnlich große Zecken können nach dem Entfernen in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt und bei Bedarf einem Arzt gezeigt werden.
Auwaldzecke
Die Auwaldzecke, wissenschaftlich Dermacentor reticulatus, kann in feuchten Landschaften und auf Wiesen vorkommen. Sie ist vor allem für Hunde relevant, da sie unter anderem Babesiose übertragen kann.
Die frühere Aussage, diese Art verursache bei Menschen hauptsächlich ein Borreliose-Risiko, ist irreführend. Für die Lyme-Borreliose ist in Europa vor allem der Gemeine Holzbock von Bedeutung.
Welche Krankheiten können Zecken in Italien übertragen?
Lyme-Borreliose
Die Lyme-Borreliose wird durch Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi verursacht. Sie kann grundsätzlich in vielen Teilen Europas auftreten. Gegen Borreliose gibt es derzeit keine allgemein verfügbare Schutzimpfung für Urlauber.
Ein typisches, aber nicht immer auftretendes Zeichen ist die Wanderröte. Dabei entsteht einige Tage bis Wochen nach dem Stich eine größer werdende Rötung. Sie kann ringförmig aussehen, muss aber nicht wie eine klassische Zielscheibe geformt sein.
Eine kleine Rötung direkt nach dem Entfernen der Zecke ist häufig nur eine örtliche Hautreaktion. Verdächtiger ist eine Rötung, die größer wird, sich ausbreitet oder erst mit zeitlichem Abstand entsteht.
Weitere mögliche Beschwerden sind Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Später können unter anderem Nerven, Gelenke oder das Herz betroffen sein. Bei entsprechenden Beschwerden ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
FSME
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Krankheit wird durch ein Virus verursacht. Das Virus kann bei einem Stich relativ schnell übertragen werden. Das schnelle Entfernen einer Zecke bleibt immer sinnvoll, schützt aber nicht zuverlässig vor FSME.
Viele Infektionen verlaufen ohne erkennbare Beschwerden. Bei einem Teil der Erkrankten treten zunächst grippeähnliche Symptome auf. In manchen Fällen kommt es später zu einer lebensgefährlichen Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks.
Gegen FSME gibt es eine Impfung. Eine spezifische Behandlung gegen das Virus existiert nicht. Deshalb sind die Vermeidung von Zeckenstichen und die Impfung bei entsprechendem Risiko die wichtigsten Schutzmöglichkeiten.
Rickettsiosen und Mittelmeer-Fleckfieber
Im Mittelmeerraum können bestimmte Zecken Rickettsien übertragen. Dazu gehört das Mittelmeer-Fleckfieber. Mögliche Beschwerden sind Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Hautausschlag sowie eine dunkle Kruste an der Stichstelle.
Die Erkrankung ist bei normalen Italienurlaubern selten. Nach einem Zeckenstich sollte bei hohem Fieber oder ungewöhnlichem Hautausschlag trotzdem ärztlicher Rat eingeholt und der Zeckenstich erwähnt werden.
Ist eine FSME-Impfung für Italien notwendig?
Eine FSME-Impfung gehört nicht pauschal zu den notwendigen Impfungen für jeden Italienurlaub. Bei einer Städtereise nach Rom, Mailand oder Venedig ist das Expositionsrisiko normalerweise wesentlich geringer als bei einem mehrwöchigen Wander- oder Campingurlaub in einem bekannten FSME-Gebiet.
Eine Beratung ist besonders sinnvoll, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen:
- Die Reise führt in ein bekanntes FSME-Endemiegebiet.
- Es sind häufige Wanderungen durch Wälder und Wiesen geplant.
- Der Aufenthalt dauert mehrere Wochen oder wird regelmäßig wiederholt.
- Es handelt sich um Camping, Trekking, Forstarbeit oder andere intensive Aktivitäten in der Natur.
- Man übernachtet häufig auf einfachen Natur- oder Campingplätzen.
Die Impfung sollte rechtzeitig vor der Reise besprochen werden, da für die Grundimmunisierung mehrere Dosen vorgesehen sind. Abhängig vom Impfstoff und von der verbleibenden Zeit können beschleunigte Impfschemata möglich sein.
Die FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose und ersetzt deshalb weder lange Kleidung noch das Absuchen des Körpers. Sie ist außerdem keine Behandlung nach einem bereits erfolgten Zeckenstich.
So schützt man sich vor Zecken
Geeignete Kleidung tragen
Bei Wanderungen durch hohes Gras, Gebüsch oder Unterholz sind lange Hosen und geschlossene Schuhe sinnvoll. Helle Kleidung erleichtert es, krabbelnde Zecken früh zu entdecken.
Die Hosenbeine können in die Socken gesteckt werden. Das sieht nicht besonders elegant aus, erschwert Zecken aber den direkten Zugang zur Haut. In sehr warmen Regionen muss gleichzeitig auf ausreichenden Schutz vor Überhitzung geachtet werden.
Zeckenschutzmittel verwenden
Repellents mit Wirkstoffen wie Icaridin oder DEET können Zecken für eine begrenzte Zeit abwehren. Entscheidend sind die Angaben auf dem Produkt zur Anwendung, Wirkungsdauer und Eignung für Kinder.
Das Mittel wird auf unbedeckte Hautstellen aufgetragen. Manche Produkte eignen sich zusätzlich für Kleidung. Permethrin darf nicht einfach wie ein Hautspray verwendet werden; es kommt nur in dafür vorgesehenen Produkten beziehungsweise auf entsprechend behandelter Kleidung zum Einsatz.
Auf den Wegen bleiben
Zecken sitzen besonders häufig in hohem Gras, Laub und niedriger Vegetation. Wer auf der Mitte eines gut gepflegten Weges bleibt und Kontakt mit Gebüsch vermeidet, reduziert das Risiko.
Eine Route durch offenes Gelände ist jedoch keine Garantie für Zeckenfreiheit. Auch auf kurz bewachsenen Wiesen, Campingplätzen, in Gärten und städtischen Grünanlagen können Zecken vorkommen.
Nach dem Ausflug den Körper kontrollieren
Nach Wanderungen und anderen Aktivitäten in der Natur sollte der gesamte Körper kontrolliert werden. Zecken suchen oft zunächst längere Zeit nach einer geeigneten Einstichstelle. Deshalb können sie manchmal entfernt werden, bevor sie sich festgesaugt haben.
Besonders sorgfältig kontrolliert werden sollten unter anderem:
- Kniekehlen und Leistengegend
- Achselhöhlen
- Bauch, Brust und Rücken
- Haaransatz und Kopfhaut
- Bereich hinter den Ohren
- Gesäß und Genitalbereich
- Bereiche unter Armbändern, Uhren und eng anliegender Kleidung
Bei Kindern sitzen Zecken häufiger auch am Kopf, Hals und Haaransatz. Kleidung sollte ebenfalls kontrolliert werden. Duschen kann lose Zecken abspülen, ersetzt aber das gründliche Absuchen nicht.
Zecke richtig entfernen: Schritt für Schritt
Eine festgesaugte Zecke sollte möglichst bald entfernt werden. Man muss nicht warten, bis ein Arzt erreichbar ist. Eine feine, spitze Pinzette, Zeckenzange oder geeignete Zeckenkarte gehört deshalb in eine gut ausgestattete Reiseapotheke.
- Zecke hautnah greifen: Die Zecke möglichst nahe an der Haut am Kopf- beziehungsweise Mundbereich fassen. Den vollgesogenen Körper nicht unnötig quetschen.
- Gleichmäßig herausziehen: Langsam und kontrolliert nach oben ziehen. Nicht ruckartig reißen.
- Keine Hausmittel verwenden: Vor dem Entfernen kein Öl, Benzin, Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol auf die Zecke geben.
- Stelle reinigen: Nach dem Entfernen Hände und Stichstelle mit Wasser und Seife reinigen oder ein geeignetes Hautdesinfektionsmittel verwenden.
- Datum notieren: Das Datum und die Körperstelle festhalten. Ein Foto der Stichstelle kann helfen, Veränderungen zu beurteilen.
Bleibt ein kleiner Teil des Stechapparates in der Haut zurück, ist das nicht automatisch ein medizinischer Notfall. Die Haut kann den Rest wie einen kleinen Fremdkörper abstoßen. Bei Entzündung, Schmerzen oder Unsicherheit sollte ein Arzt daraufsehen.
Soll man die entfernte Zecke aufbewahren?
Man kann die Zecke in einem kleinen verschlossenen Behälter aufbewahren oder fotografieren. Zwingend notwendig ist das normalerweise nicht. Ein positives Laborergebnis bei der Zecke beweist nicht, dass der Erreger auf den Menschen übertragen wurde. Ein negatives Ergebnis kann ebenfalls keine vollständige Sicherheit geben.
Wichtiger ist es, die Stichstelle und den allgemeinen Gesundheitszustand in den folgenden Wochen zu beobachten. Medizinische Entscheidungen sollten nicht allein von einem privat veranlassten Zeckentest abhängig gemacht werden.
Wann sollte man nach einem Zeckenstich zum Arzt?
Die meisten Zeckenstiche führen nicht zu einer Erkrankung. Ein Arztbesuch ist aber sinnvoll, wenn eine der folgenden Situationen eintritt:
- Eine Rötung wird über mehrere Tage deutlich größer oder breitet sich ringförmig aus.
- Es treten Fieber, starke Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen auf.
- Die Stichstelle entzündet sich stark, schmerzt, schwillt an oder bildet Eiter.
- Es entstehen Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder andere neurologische Beschwerden.
- Nach dem Stich treten hohes Fieber und ein auffälliger Hautausschlag auf.
- Die Zecke lässt sich nicht entfernen oder sitzt an einer schwer zugänglichen Körperstelle.
- Die betroffene Person ist immungeschwächt und hinsichtlich des weiteren Vorgehens unsicher.
Bei Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen, starken neurologischen Beschwerden oder einem insgesamt schweren Krankheitszustand ist dringend medizinische Hilfe erforderlich. Die europäische Notrufnummer 112 funktioniert auch in Italien.
Beim Arzt sollte ausdrücklich erwähnt werden, dass zuvor ein Zeckenstich in Italien stattgefunden hat. Wichtig sind der Reiseort, das Datum, die vermutete Dauer des Festbeißens und aufgetretene Beschwerden.
Sind Antibiotika nach jedem Zeckenstich notwendig?
Nein. Antibiotika sollten nicht vorsorglich auf eigene Faust nach jedem Zeckenstich eingenommen werden. Ob in einer bestimmten Situation eine vorbeugende oder therapeutische Behandlung sinnvoll ist, muss ein Arzt beurteilen.
Antibiotika wirken gegen bakterielle Infektionen wie Borreliose, aber nicht gegen das FSME-Virus. Übrig gebliebene Medikamente aus früheren Behandlungen sind ungeeignet, weil Wirkstoff, Dosierung und Behandlungsdauer möglicherweise nicht passen.
Zeckenschutz beim Camping
Auf Campingplätzen ist das Risiko nicht überall gleich. Stellplätze mit kurzem, gepflegtem Rasen sind meist weniger problematisch als Parzellen direkt an hohem Gras, Gebüsch oder einem Waldrand.
Handtücher, Kleidung und Schlafsäcke sollten nicht unnötig auf Wiesen oder im Unterholz abgelegt werden. Nach Spaziergängen ist eine Kontrolle sinnvoll, auch wenn man den größten Teil des Tages auf dem Campingplatz verbracht hat.
Wer einen Campingurlaub am Gardasee plant, findet weitere Informationen in unserem Überblick über die Campingplätze am Gardasee.
Zecken bei Kindern
Kinder spielen häufiger im Gras oder am Rand von Gebüschen. Dadurch können sie leichter mit Zecken in Kontakt kommen. Nach Aufenthalten in der Natur sollten Eltern besonders Kopfhaut, Haaransatz, Hals, Achseln, Leisten und Kniekehlen kontrollieren.
Repellents dürfen bei Kindern nur entsprechend der Altersangabe und Gebrauchsanweisung verwendet werden. Mittel sollten nicht auf Hände, Augen, Mund oder verletzte Haut gelangen.
Eine Zecke bei einem Kind wird grundsätzlich genauso entfernt wie bei einem Erwachsenen. Bei Unsicherheit, auffälliger Rötung oder Krankheitssymptomen sollte ein Kinderarzt oder eine medizinische Einrichtung aufgesucht werden.
Zeckenschutz für Hunde in Italien
Hunde können in Italien von verschiedenen Zeckenarten befallen werden. Einige Erreger sind für Hunde gefährlich, auch wenn sie beim Menschen keine oder nur eine geringe Rolle spielen.
Vor der Reise sollte mit einem Tierarzt geklärt werden, welches Zeckenschutzmittel für das Reiseziel, das Gewicht und den Gesundheitszustand des Hundes geeignet ist. Halsbänder, Spot-on-Präparate und Tabletten unterscheiden sich in Wirkstoffen und Wirkungsdauer.
Nach Spaziergängen sollten besonders Ohren, Hals, Achseln, Leistengegend, Zwischenräume der Zehen und der Bereich unter dem Halsband kontrolliert werden. Zecken aus dem Fell sollten entfernt werden, bevor sie auf Menschen oder andere Tiere übergehen.
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Zecken und Outdoor-Aktivitäten
Wandern
Beim Wandern ist der Kontakt mit Zecken besonders an schmalen, überwachsenen Wegen möglich. Lange Kleidung und ein Repellent sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Weg durch hohes Gras, Wald oder Gebüsch führt.
Während einer Pause sollte man sich möglichst nicht direkt in hohes Gras oder Laub setzen. Eine leichte Sitzunterlage reduziert den unmittelbaren Bodenkontakt.
Radfahren
Auf asphaltierten Radwegen ist das Risiko gering. Es steigt, wenn man durch Gras läuft, das Fahrrad in Gebüsch abstellt oder auf unbefestigten Wegen häufig Pflanzen berührt.
Nach Mountainbike-Touren sind Beine, Socken und Schuhe besonders sorgfältig zu kontrollieren. Auch in Pausen können Zecken auf die Kleidung gelangen.
Baden und Picknick
Zecken leben nicht im Wasser und werden nicht beim Schwimmen übertragen. Das Risiko entsteht eher auf dem Weg zur Badestelle oder beim Liegen auf einer naturbelassenen Wiese.
Eine Decke schützt nicht vollständig, kann den direkten Kontakt mit der Vegetation aber reduzieren. Nach einem Picknick in einer Wiese ist eine Kontrolle sinnvoll.
Häufige Fragen zu Zecken in Italien
Fallen Zecken von Bäumen?
Normalerweise nicht. Zecken warten überwiegend auf Gräsern, Kräutern, niedrigen Sträuchern oder in der Laubschicht. Sie gelangen beim Vorbeistreifen auf Menschen und Tiere.
Gibt es Zecken am Gardasee?
Ja, besonders in naturbelassenen Wiesen, Wäldern und im bergigen Hinterland. In Ortszentren, an gepflasterten Promenaden und auf intensiv gepflegten Flächen ist das Risiko meist geringer.
Gibt es Zecken in der Toskana?
Ja. Zecken können auch in ländlichen und bewaldeten Gebieten der Toskana vorkommen. Schutzmaßnahmen sind besonders bei Wanderungen, Camping und Aufenthalten auf naturbelassenen Grundstücken sinnvoll.
Ist jede Zecke gefährlich?
Nein. Nicht jede Zecke trägt einen Krankheitserreger, und nicht jeder Stich führt zu einer Übertragung. Trotzdem sollte eine festgesaugte Zecke möglichst schnell und sachgerecht entfernt werden.
Kann man Borreliose sofort erkennen?
Nein. Die typische Wanderröte entwickelt sich meist nicht unmittelbar nach dem Stich. Außerdem tritt sie nicht bei allen Erkrankten auf. Bei späteren Beschwerden sollte der vorausgegangene Zeckenstich dem Arzt mitgeteilt werden.
Schützt die FSME-Impfung auch vor Borreliose?
Nein. Die Impfung schützt gegen das FSME-Virus, nicht gegen Borrelien oder andere von Zecken übertragene Erreger.
Wann sollte man sich vor der Reise impfen lassen?
Das sollte möglichst mehrere Wochen vor der Reise mit einem Arzt besprochen werden. Für kurzfristige Reisen können je nach Impfstoff beschleunigte Impfschemata infrage kommen. Die Entscheidung hängt von Route, Reisezeit, Aktivitäten und persönlichem Gesundheitszustand ab.
Touren und Aktivitäten in Italien
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Zecken in anderen Urlaubsländern
Fazit: Zecken in Italien
Zecken kommen in Italien in vielen geeigneten Lebensräumen vor. Das Risiko betrifft aber nicht jeden Urlauber gleichermaßen. Bei einer klassischen Städtereise oder einem Aufenthalt an einer gepflegten Strandanlage ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstichs meist gering. Wanderer, Camper, Hundebesitzer und andere Outdoor-Urlauber sollten sich gründlicher vorbereiten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wald- und Bergregionen Nord- und Nordostitaliens. Dort können neben Borreliose regional auch FSME-Infektionen auftreten. Eine FSME-Impfung ist nicht pauschal für alle Italienreisenden notwendig, kann bei intensiven Aktivitäten in bekannten Risikogebieten aber sinnvoll sein.
Mit geschlossener Kleidung, einem geeigneten Repellent, dem Meiden von hohem Gras und einer sorgfältigen Körperkontrolle lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst bald entfernt werden. Bei einer größer werdenden Rötung, Fieber oder anderen auffälligen Beschwerden ist ärztlicher Rat erforderlich.
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