Italienischer Name: Veneto
Hauptstadt: Venedig
Einwohner: rund 4,9 Millionen
Fläche: etwa 18.300 Quadratkilometer
Bekannte Reiseziele: Venedig, Verona, Gardasee, Dolomiten und Adriaküste
Geeignet für: Städtereisen, Badeurlaub, Wandern, Wintersport und Rundreisen
Beste Reisezeit: April bis Juni sowie September und Oktober; für Badeurlaub Juni bis September
Venetien liegt im Nordosten Italiens und gehört zu den abwechslungsreichsten Urlaubsregionen des Landes. Die Landschaft reicht von den Dolomiten über historische Städte und Weinberge bis zu den Sandstränden der Adria. Im Westen besitzt Venetien außerdem einen langen Anteil am Gardasee.

Hauptstadt und bekanntestes Reiseziel ist Venedig. Daneben gehören Verona, Padua, Vicenza und Treviso zu den sehenswerten Städten. Badeurlauber fahren vor allem nach Jesolo, Caorle, Bibione oder Cavallino-Treporti. In den Bergen sind Cortina d’Ampezzo und die Dolomiten wichtige Ziele für Wanderer und Wintersportler.
Diese Vielfalt macht Venetien für sehr unterschiedliche Reisen interessant. Innerhalb einer Woche lassen sich eine Städtereise, einige Tage am Gardasee und ein Aufenthalt in den Bergen miteinander verbinden. Die Entfernungen sind allerdings größer, als es auf der Karte zunächst wirkt.
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Wo liegt Venetien?
Venetien grenzt im Norden an Österreich, im Osten an Friaul-Julisch Venetien und im Süden an die Emilia-Romagna. Im Westen liegen die Lombardei und Trentino-Südtirol. Ein großer Teil der südöstlichen Grenze verläuft entlang der Adria.
Die Region erstreckt sich vom Gardasee bis zur Lagune von Venedig und weiter zu den Badeorten an der Grenze zu Friaul-Julisch Venetien. Zwischen dem nördlichen Gardasee und Cortina d’Ampezzo liegen auf der Straße mehr als 200 Kilometer. Wer unterschiedliche Teile Venetiens besuchen möchte, sollte deshalb mehrere Standorte einplanen.
Venetien besteht aus den Provinzen Belluno, Padua, Rovigo, Treviso, Verona und Vicenza sowie der Metropolitanstadt Venedig. Der italienische Name der Region lautet Veneto. Die ältere deutsche Bezeichnung Venezien wird heute nur noch selten verwendet.
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Landschaften in Venetien
Venetien lässt sich grob in vier Landschaftsräume einteilen: die Alpen und Dolomiten im Norden, die Voralpen und das Hügelland, die weite Ebene zwischen Verona und Venedig sowie die Adriaküste mit ihren Lagunen.
Dolomiten und Alpen
Der Norden Venetiens wird von den Dolomiten geprägt. Große Teile liegen in der Provinz Belluno. Bekannte Gebiete befinden sich rund um Cortina d’Ampezzo, Arabba, die Drei Zinnen und das Cadore.
Das Marmolata-Massiv erreicht an der Punta Penia eine Höhe von 3.343 Metern. Teile des Bergmassivs liegen in Venetien, andere im benachbarten Trentino. Die Marmolata pauschal als höchste Erhebung Venetiens zu bezeichnen, ist deshalb geografisch nicht ganz eindeutig.
Im Sommer kommen Wanderer, Bergsteiger und Radfahrer. Im Winter sind Cortina d’Ampezzo, Arabba und weitere Orte bedeutende Wintersportziele. Bergbahnen und Passstraßen sind stark saisonabhängig. Vor einer Reise im Frühjahr oder späten Herbst sollte man deshalb Öffnungszeiten und Straßenverhältnisse kontrollieren.
Voralpen und Weinlandschaften
Südlich der hohen Berge folgen bewaldete Voralpen und sanfte Hügel. Hier liegen bekannte Weinregionen, darunter das Prosecco-Gebiet zwischen Conegliano und Valdobbiadene sowie die Weinlandschaften bei Verona.
Die Prosecco-Hügel von Conegliano und Valdobbiadene gehören zum UNESCO-Welterbe. Die Gegend lässt sich am einfachsten mit dem Auto erkunden. Busse verbinden die größeren Orte, sind für eine flexible Rundfahrt zu Weingütern und Aussichtspunkten aber weniger geeignet.
Die Ebene
Zwischen Verona, Vicenza, Padua, Treviso und Venedig ist die Landschaft überwiegend flach. In diesem dicht besiedelten Teil Venetiens liegen zahlreiche Städte, Industriegebiete und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Die wichtigsten Bahnstrecken und Autobahnen verlaufen durch die Ebene. Dadurch können Verona, Vicenza, Padua und Venedig gut ohne Auto miteinander kombiniert werden.
Adriaküste und Lagunen
Venetiens Küste besteht aus langen Sandstränden, Lagunen, Flussmündungen und Feuchtgebieten. Die bekanntesten Urlaubsorte sind Bibione, Caorle, Jesolo, Cavallino-Treporti, Eraclea Mare, Sottomarina und Rosolina Mare.
Die Strände sind meist breit und fallen flach ins Wasser ab. Das macht die Küste besonders bei Familien beliebt. Große Bereiche werden von bewirtschafteten Strandbädern eingenommen. Dort zahlt man für Sonnenschirm und Liegen. Kostenlose Strandabschnitte sind als spiaggia libera gekennzeichnet.
Venedig: Hauptstadt und wichtigstes Reiseziel
Venedig ist das bekannteste Reiseziel der Region und eine der meistbesuchten Städte Europas. Die historische Altstadt liegt auf Inseln in einer Lagune. Straßenverkehr gibt es dort nicht. Besucher bewegen sich zu Fuß oder mit öffentlichen Wasserbussen, den Vaporetti.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Markusplatz, der Markusdom, der Dogenpalast, die Rialtobrücke und der Canal Grande. Auch Stadtteile wie Cannaregio, Dorsoduro und Castello lohnen sich. Dort ist es meist ruhiger als auf der Hauptverbindung zwischen Bahnhof, Rialtobrücke und Markusplatz.
Für einen ersten Besuch sollte man mindestens zwei volle Tage einplanen. Wer Museen besichtigen oder die Inseln Murano, Burano und Torcello besuchen möchte, bleibt besser drei bis fünf Tage.
Verkehr in Venedig
Das Vaporetto in Venedig ist das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel auf dem Wasser. Einzelfahrscheine sind relativ teuer. Wer mehrmals täglich fährt, kann mit einer Zeitkarte günstiger unterwegs sein.
Reisende mit dem Auto können nur bis Piazzale Roma oder Tronchetto fahren. Die Parkhäuser dort sind praktisch, aber teuer. Weitere Möglichkeiten und günstigere Alternativen erläutert unser Artikel über das Parken in Venedig.
Bei Tagesausflügen kann an bestimmten Terminen eine Zutrittsgebühr gelten. Die Termine und Regeln werden von der Stadt festgelegt und können sich ändern. Einzelheiten bietet unser aktueller Überblick zur Zutrittsgebühr in Venedig.
Verona: Arena, Altstadt und Etsch
Verona ist nach Venedig das bekannteste Städteziel Venetiens. Die Altstadt liegt beiderseits der Etsch und gehört zum UNESCO-Welterbe. Viele Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar.

Wahrzeichen ist die Arena di Verona an der Piazza Bra. Das römische Amphitheater wird bis heute für Opern und Konzerte genutzt. Weitere wichtige Ziele sind die Piazza delle Erbe, die Piazza dei Signori, die Scaliger-Gräber und die Brücke Ponte Pietra.
Besonders bekannt ist das Haus der Julia in Verona. Die Verbindung zu Shakespeares Figuren ist touristisch und literarisch geprägt. Trotzdem gehört der Innenhof mit dem berühmten Balkon zu den meistbesuchten Orten der Stadt. Zu den Hauptzeiten wird es dort sehr eng.
Für Verona sind ein bis zwei volle Tage sinnvoll. Die Stadt eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Gardasee und in die Weinregion Valpolicella.
Padua
Padua liegt zwischen Vicenza und Venedig. Die Stadt besitzt eine große Universität, lebhafte Plätze und mehrere bedeutende Kunstwerke. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Cappella degli Scrovegni mit Fresken von Giotto.
Der Zugang zur Kapelle ist begrenzt und an ein festes Zeitfenster gebunden. Eine frühzeitige Reservierung ist besonders an Wochenenden und in der Hauptsaison sinnvoll.
Weitere Ziele sind die Basilika des heiligen Antonius, der Palazzo della Ragione, der Prato della Valle und der Botanische Garten. Der Garten gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als ältester bis heute bestehender botanischer Universitätsgarten an seinem ursprünglichen Standort.
Die Altstadt ist vom Bahnhof zu Fuß erreichbar. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sollte man mindestens einen vollen Tag einplanen.
Vicenza
Vicenza liegt zwischen Verona und Padua und ist eng mit dem Architekten Andrea Palladio verbunden. Zu den wichtigsten Bauwerken zählen die Basilica Palladiana, das Teatro Olimpico und mehrere Stadtpaläste.
Außerhalb des Zentrums steht die Villa La Rotonda. Vicenza und die palladianischen Villen Venetiens gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe. Einige Villen sind nur an bestimmten Tagen oder im Rahmen einer Führung zugänglich.
Vicenza wird wesentlich seltener besucht als Venedig oder Verona. Das macht die Stadt zu einem angenehmen Ziel für Reisende, die Architektur sehen möchten, ohne ständig auf große Besuchergruppen zu treffen.
Treviso
Treviso liegt nördlich von Venedig. Das Zentrum ist von Kanälen, Stadtmauern und kleinen Plätzen geprägt. Die Stadt lässt sich innerhalb eines Tages gut erkunden.
Treviso ist außerdem ein sinnvoller Standort, wenn man Venedig besuchen, aber nicht in der Lagunenstadt übernachten möchte. Regionalzüge benötigen bis Venedig Santa Lucia meist etwa 30 bis 40 Minuten. Vor der Buchung sollte man allerdings prüfen, wie weit die Unterkunft vom Bahnhof entfernt liegt.
Der Flughafen Treviso wird von mehreren Billigfluggesellschaften genutzt. Er liegt nicht unmittelbar in Venedig. Für die Weiterfahrt müssen Reisende deshalb zusätzliche Zeit für Bus oder Transfer einplanen.
Weitere sehenswerte Städte
Bassano del Grappa
Bassano del Grappa liegt am Übergang von der Ebene zu den Voralpen. Wahrzeichen ist die überdachte Holzbrücke Ponte Vecchio über den Fluss Brenta. Im Zentrum befinden sich Plätze, kleine Museen und Geschäfte mit regionalen Produkten.
Trotz des Namens stammt die Spirituose Grappa nicht ausschließlich aus der Stadt. Bassano ist aber eng mit ihrer Herstellung und Vermarktung verbunden.
Chioggia
Chioggia liegt am südlichen Ende der Lagune von Venedig. Kanäle, Brücken und ein aktiver Fischereihafen prägen die Stadt. Sie wird gelegentlich als „kleines Venedig“ bezeichnet, wirkt aber deutlich weniger monumental und stärker vom normalen Alltag geprägt.
Chioggia lässt sich mit einem Strandaufenthalt in Sottomarina verbinden. Hinweise zu Anreise und Sehenswürdigkeiten bietet unser Artikel über einen Tagesausflug nach Chioggia.
Asolo
Asolo ist ein kleiner Ort in den Hügeln nördlich von Treviso. Das Zentrum besteht aus engen Straßen, historischen Häusern und kleinen Plätzen. Oberhalb des Ortes steht die Festung Rocca di Asolo.
Asolo lässt sich gut mit Bassano del Grappa oder einer Fahrt durch das Prosecco-Gebiet verbinden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist diese Kombination deutlich umständlicher als mit dem Auto.
Gardasee in Venetien
Das Ostufer des Gardasees gehört größtenteils zu Venetien. Zu den wichtigsten Urlaubsorten zählen Peschiera del Garda, Lazise, Bardolino, Garda, Torri del Benaco und Malcesine.

Der Süden des Sees ist flach und gut über Autobahn und Bahn erreichbar. Weiter nördlich wird die Landschaft zunehmend bergig. Zwischen Garda und Malcesine verläuft die Uferstraße stellenweise direkt zwischen See und Berghängen.
Peschiera del Garda
Peschiera liegt am südöstlichen Ende des Sees und besitzt einen Bahnhof an der Strecke Mailand–Verona–Venedig. Die Festungsanlagen gehören zum UNESCO-Welterbe der venezianischen Verteidigungsbauten.
Der Ort ist ein praktischer Standort ohne Auto. Züge, Busse und Schiffe ermöglichen Ausflüge in verschiedene Richtungen. In der Hauptsaison sind Straßen und öffentliche Verkehrsmittel allerdings stark ausgelastet.
Lazise und Bardolino
Lazise besitzt eine kleine autofreie Altstadt direkt am See. Stadtmauern, Hafen und Uferpromenade machen den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel.
Nördlich davon liegt Bardolino. Der Ort ist für seinen Wein und eine lange Promenade bekannt. Zwischen Lazise, Bardolino und Garda kann man große Abschnitte am See entlang zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.
Malcesine und Monte Baldo
Malcesine liegt im bergigen nördlichen Teil des venezianischen Seeufers. Über dem Zentrum steht die Scaligerburg. Eine Seilbahn führt auf den Monte Baldo, der zu den beliebtesten Aussichtszielen am Gardasee gehört.
Malcesine liegt nicht in den Dolomiten. Der Monte Baldo gehört zu den Gardaseebergen und bildet ein eigenes Bergmassiv. Die Umgebung eignet sich zum Wandern, Gleitschirmfliegen und Mountainbiken.
Gardaland und weitere Freizeitparks
Nahe Peschiera und Lazise befindet sich Gardaland, der größte Freizeitpark Italiens. Zum Resort gehören neben dem eigentlichen Freizeitpark weitere Attraktionen und Hotels.
Im Sommer, an Wochenenden und während italienischer Ferienzeiten kann es sehr voll werden. Wer nur einen Tag zur Verfügung hat, sollte Tickets vorab kaufen und sich über die Öffnungszeiten informieren. Familien, die mehrere Tage bleiben möchten, finden in der Umgebung zahlreiche Campingplätze und Ferienanlagen.
Adriaküste in Venetien
Lido di Jesolo
Jesolo gehört zu den größten Badeorten an der oberen Adria. Der lange Sandstrand wird von Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und Geschäften begleitet. Im Sommer gibt es ein umfangreiches Abendprogramm.
Der eigentliche Badeort heißt Lido di Jesolo. Das ältere Stadtzentrum von Jesolo liegt einige Kilometer landeinwärts. Wer einen Strandurlaub plant, sollte bei der Unterkunft deshalb auf die genaue Lage achten.
Cavallino-Treporti
Cavallino-Treporti liegt auf der schmalen Halbinsel zwischen der Adria und der Lagune von Venedig. Die Gegend ist für ihre großen Campingplätze und Ferienanlagen bekannt. Viele davon bieten direkten Zugang zum Sandstrand.
Von Punta Sabbioni fahren Boote nach Venedig und zu den Inseln der Lagune. Dadurch kann man einen Badeurlaub mit Tagesausflügen verbinden. In der Hauptsaison bilden sich auf den Zufahrtsstraßen allerdings häufig Staus.
Caorle
Caorle besitzt neben dem langen Strand eine farbige Altstadt mit einem historischen Dom und einem auffälligen runden Glockenturm. Der Ort wirkt stärker gewachsen als viele reine Feriensiedlungen der oberen Adria.
Im Zentrum gibt es zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Während der Sommermonate sind Parkplätze knapp, weshalb eine Unterkunft mit eigenem Stellplatz sinnvoll sein kann.
Bibione
Bibione liegt nahe der Grenze zu Friaul-Julisch Venetien. Der Ort besteht überwiegend aus Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätzen und touristischen Einrichtungen. Der breite Sandstrand ist in bewirtschaftete und freie Abschnitte unterteilt.
Bibione eignet sich vor allem für einen klassischen Familienurlaub am Meer. Wer historische Sehenswürdigkeiten und städtisches Leben sucht, findet in Caorle oder Venedig mehr Abwechslung.
Weitere Möglichkeiten am Meer beschreibt unser Überblick über die Strände bei Venedig.
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Dolomiten und Cortina d’Ampezzo
Cortina d’Ampezzo ist der bekannteste Bergort Venetiens. Der Ort liegt umgeben von markanten Dolomitengruppen und ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein wichtiges Urlaubsziel.
Im Sommer führen Wanderwege zu Aussichtspunkten, Berghütten und Gebirgsseen. Beliebte Ziele liegen unter anderem bei den Cinque Torri, am Falzarego-Pass und rund um den Misurinasee. Viele Ausgangspunkte sind mit dem Auto leichter erreichbar als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Im Winter stehen Skifahren, Langlauf und weitere Wintersportarten im Mittelpunkt. Unterkünfte in Cortina sind während der Hauptsaison häufig teuer. Günstigere Standorte findet man teilweise in den umliegenden Orten des Cadore.
Wein und regionale Küche
Venetien ist eine der wichtigsten Weinregionen Italiens. Bekannt sind Prosecco, Amarone, Valpolicella, Soave, Bardolino und Lugana. Die Anbaugebiete verteilen sich über verschiedene Teile der Region.

Das Prosecco-Gebiet liegt vor allem nördlich von Treviso. Valpolicella und Soave befinden sich in der Provinz Verona. Bardolino wird östlich des Gardasees produziert. Weinverkostungen sollten bei kleineren Betrieben häufig vorher vereinbart werden.
Typische Gerichte und Produkte Venetiens sind:
- Risotto: in zahlreichen regionalen Varianten, beispielsweise mit Radicchio oder Meeresfrüchten
- Baccalà alla vicentina: langsam gegarter Stockfisch nach Vicentiner Art
- Bigoli: dicke, längliche Nudeln, häufig mit kräftigen Saucen
- Polenta: traditionelle Beilage zu Fisch, Fleisch und Pilzen
- Radicchio: besonders bekannt sind Sorten aus Treviso und Chioggia
- Asiago: Käse aus dem Gebiet der Hochebene von Asiago
- Cicchetti: kleine venezianische Snacks, die häufig zu Wein oder Spritz gegessen werden
In Venedig und an der Küste spielen Fisch und Meeresfrüchte eine größere Rolle. Im Landesinneren und in den Bergen sind Fleisch, Käse, Pilze und Polenta verbreiteter.
Beste Reisezeit für Venetien
Frühling
April, Mai und Juni eignen sich gut für Venedig, Verona, Padua, Vicenza und den Gardasee. Die Temperaturen sind meist angenehm. An Feiertagen und verlängerten Wochenenden kann es dennoch sehr voll werden.
In den Dolomiten liegt im Frühjahr häufig noch Schnee. Viele hoch gelegene Wanderwege und Berghütten sind erst im Verlauf des Juni zugänglich.
Sommer
Juli und August sind die Hauptsaison an der Adriaküste, am Gardasee und in den Bergen. In der Ebene können die Temperaturen deutlich über 30 Grad steigen. Venedig ist dann oft heiß und schwül.
Für Bergwanderungen ist der Sommer grundsätzlich geeignet. Nachmittägliche Gewitter kommen jedoch regelmäßig vor. Lange Touren sollten früh begonnen werden.
Herbst
September und Anfang Oktober eignen sich gut für Rundreisen. Am Gardasee und an der Adria ist es zunächst noch warm, während die Städte angenehmer werden. Später im Herbst nehmen Regen und Nebel in der Ebene zu.
Winter
Der Winter ist Hauptsaison in den Skigebieten. Venedig, Verona und Padua können ebenfalls besucht werden, sind aber häufig kühl und feucht. An der Adriaküste bleiben viele Hotels und touristische Betriebe geschlossen.
Anreise nach Venetien
Mit dem Auto
Aus Deutschland und Österreich führen wichtige Routen über den Brenner oder durch Österreich nach Tarvis. Für Verona und den Gardasee ist die Brennerroute meist naheliegend. Venedig und die östliche Adriaküste können je nach Ausgangsort auch über Salzburg, Villach und Udine erreicht werden.
Auf italienischen Autobahnen wird eine streckenabhängige Maut erhoben. In den Städten gelten häufig Zufahrtsbeschränkungen, sogenannte ZTL-Zonen. Kameras erfassen Fahrzeuge ohne Berechtigung automatisch.
Mit der Bahn
Verona, Vicenza, Padua, Mestre und Venedig liegen an einer wichtigen Bahnstrecke. Zwischen diesen Städten verkehren Regional- und Fernzüge. Auch vom Süden des Gardasees bestehen gute Verbindungen nach Verona und Venedig.
Der Hauptbahnhof der venezianischen Altstadt heißt Venezia Santa Lucia. Venezia Mestre liegt auf dem Festland. Bei der Hotelbuchung und beim Umsteigen sollte man diese beiden Bahnhöfe nicht verwechseln.
Mit dem Flugzeug
Die wichtigsten Flughäfen sind Venedig Marco Polo, Treviso und Verona. Marco Polo liegt auf dem Festland nahe der Lagune. Die Altstadt erreicht man mit Bus, Wassertaxi oder Linienboot.
Treviso wird häufig von Billigfluggesellschaften angeflogen. Der Flughafen liegt deutlich außerhalb Venedigs. Verona eignet sich besonders für Reisen zum Gardasee und in den westlichen Teil Venetiens.
Unterwegs in Venetien
Die größeren Städte in der Ebene sind gut mit der Bahn verbunden. Für eine Städterundreise ist ein Auto eher hinderlich, da Parkplätze teuer sein können und historische Zentren oft nur eingeschränkt befahrbar sind.
Ein Auto ist dagegen nützlich für:
- die Dolomiten und kleinere Bergorte
- Weingüter und die Prosecco-Hügel
- ländliche Gebiete südlich von Padua
- kleine Orte am Gardasee
- das Po-Delta und abgelegene Küstenbereiche
Am Gardasee verkehren Busse und Schiffe. Während der Hauptsaison sind sie eine gute Alternative zum Auto, da sich auf der Uferstraße lange Staus bilden können.
Touren und Ausflüge in Venetien
Stadtführungen in Venedig und Verona, Weinproben, Dolomiten-Ausflüge, Bootstouren und weitere Aktivitäten vergleichen.
Wie viele Tage sollte man für Venetien einplanen?
Für Venedig allein sind mindestens zwei bis drei volle Tage sinnvoll. Verona kann in ein bis zwei Tagen besichtigt werden. Padua und Vicenza eignen sich jeweils für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung.
Eine Rundreise durch mehrere Städte benötigt ungefähr sieben bis zehn Tage. Wer zusätzlich einige Tage am Gardasee, an der Adria oder in den Dolomiten verbringen möchte, sollte zwei Wochen einplanen.
Vorschlag für eine Woche
- drei Übernachtungen in Venedig oder Mestre
- ein Tagesausflug nach Padua
- zwei Übernachtungen in Verona
- zwei Übernachtungen am Gardasee
Vorschlag für zwei Wochen
- drei bis vier Tage Venedig und Lagune
- ein Tag Padua
- zwei Tage Verona
- drei Tage Gardasee
- drei bis vier Tage Dolomiten oder Adriaküste
Wer zu viele weit auseinanderliegende Ziele kombiniert, verbringt einen großen Teil des Urlaubs auf Straßen und in Zügen. Sinnvoller ist eine Auswahl aus zwei oder drei Teilregionen.
Für wen eignet sich ein Urlaub in Venetien?
Venetien eignet sich für Besucher, die unterschiedliche Reiseformen miteinander verbinden möchten. Kulturreisende finden mehrere UNESCO-Städte. Familien haben eine große Auswahl an Sandstränden, Campingplätzen und Freizeitparks. Wanderer und Wintersportler fahren in die Dolomiten, während Weinreisende die Gebiete um Verona und Treviso besuchen.
Auch ohne Auto lässt sich viel sehen. Venedig, Padua, Vicenza und Verona liegen an derselben Bahnstrecke. Für Bergregionen, Weingüter und kleinere Orte ist ein Fahrzeug hingegen deutlich praktischer.
Fazit
Venetien besteht nicht nur aus Venedig. Die Region verbindet einige der bekanntesten Städte Italiens mit dem Gardasee, den Dolomiten und langen Stränden an der Adria. Dazu kommen wichtige Weinregionen und kleinere Orte wie Bassano del Grappa, Asolo und Chioggia.
Für eine erste Reise bietet sich eine Kombination aus Venedig, Verona und dem Gardasee an. Wer mehr Zeit hat, ergänzt Padua, Vicenza oder die Dolomiten. Wegen der guten Bahnverbindungen ist eine Städterundreise einfach zu organisieren. Für die landschaftlich interessanten Randgebiete bleibt das Auto die flexiblere Lösung.
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