Emilia-Romagna (Übersicht)

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Die Emilia-Romagna erstreckt sich vom Fluss Po und den Ausläufern der Alpen bis zum Apennin und zur Adriaküste. Hauptstadt und wichtigster Verkehrsknotenpunkt ist Bologna. Weitere bekannte Reiseziele sind Parma, Modena, Ravenna, Ferrara, Rimini und die Badeorte der Romagna.

Historisches Zentrum von Bologna in der Emilia-Romagna

Die Region eignet sich für sehr unterschiedliche Reisen. Bologna, Parma und Modena stehen vor allem für historische Stadtzentren und regionale Küche. Ravenna ist für seine spätantiken Mosaike bekannt. Rund um Rimini, Riccione und Cesenatico verbringen viele Urlauber ihren Badeurlaub. Im Süden beginnen die Berge und Naturparks des Apennins.

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Zwischen den größeren Städten bestehen gute Bahnverbindungen. Eine Rundreise durch Bologna, Modena, Parma, Ferrara und Ravenna ist deshalb auch ohne Auto möglich. Für Bergdörfer, Burgen, kleinere Weinorte und abgelegene Landschaften ist ein eigenes Fahrzeug dagegen wesentlich praktischer.

Emilia-Romagna auf einen Blick
Hauptstadt: Bologna
Lage: Norditalien zwischen Po, Apennin und Adria
Bekannte Städte: Bologna, Parma, Modena, Ferrara, Ravenna und Rimini
Küste: rund 130 Kilometer lange Adriaküste
Geeignet für: Städtereisen, Badeurlaub, Rundreisen und Genussreisen
Beste Reisezeit: April bis Juni sowie September und Oktober; für Badeurlaub Juni bis September

Wo liegt die Emilia-Romagna?

Die Emilia-Romagna liegt im nördlichen Teil Italiens. Sie grenzt im Norden an die Lombardei und Venetien, im Westen an Piemont und Ligurien sowie im Süden an die Toskana und die Marken. Im Osten erreicht die Region die Adria. Auch der Kleinstaat San Marino grenzt an die Emilia-Romagna.

Anders als im alten Artikel beschrieben reicht die Region nicht fast bis zur italienischen Westküste. Ihr westlichster Teil liegt rund um Piacenza und endet deutlich vor dem Ligurischen Meer. Von Piacenza im Westen bis Rimini im Südosten sind es auf der Straße ungefähr 300 Kilometer.

Mit rund 22.500 Quadratkilometern gehört die Emilia-Romagna zu den größeren italienischen Regionen. Hier leben etwa 4,4 Millionen Menschen. Verwaltungstechnisch besteht sie aus acht Provinzen und der Metropolitanstadt Bologna.

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Emilia und Romagna: zwei Teile einer Region

Der Name setzt sich aus Emilia und Romagna zusammen. Die Emilia umfasst grob den westlichen und mittleren Teil mit Piacenza, Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna und Ferrara. Die Romagna beginnt östlich von Bologna und umfasst unter anderem Ravenna, Forlì, Cesena und Rimini.

Diese Einteilung ist nicht nur geografisch. Auch Sprache, Küche und regionale Identität unterscheiden sich teilweise. Die Übergänge sind allerdings fließend, und es gibt keine touristisch sichtbare Grenze zwischen beiden Landesteilen.

Die historische Via Emilia verbindet seit der Römerzeit viele Städte zwischen Piacenza und Rimini. Noch heute folgen wichtige Straßen und Bahnstrecken ungefähr dieser Achse. Dadurch lassen sich zahlreiche Reiseziele schnell miteinander kombinieren.

Landschaft der Emilia-Romagna

Die Region besitzt drei große Landschaftsräume: die Po-Ebene im Norden, den Apennin im Süden und die Adriaküste im Osten. Die meisten größeren Städte liegen zwischen der Ebene und den ersten Hügeln des Apennins.

Po-Ebene

Der Norden der Region ist weitgehend flach und wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Der Po bildet über lange Strecken die Grenze zur Lombardei und zu Venetien. Reisende sehen hier Felder, Kanäle, kleinere Städte und zahlreiche Gewerbegebiete.

Die Ebene ist wirtschaftlich bedeutend, landschaftlich aber nicht überall das interessanteste Urlaubsziel. Ausnahmen sind historische Städte wie Ferrara sowie Feuchtgebiete und Naturräume in der Nähe des Po-Deltas.

Apennin

Südlich der großen Städte steigt das Gelände allmählich an. Zunächst erreicht man Weinberge und bewaldete Hügel, anschließend die höheren Lagen des Apennins. Diese Gebiete werden wesentlich seltener besucht als Bologna oder die Adriaküste.

Im Sommer eignen sich die Berge zum Wandern und Radfahren. Im Winter gibt es einige kleinere Skigebiete. Die Straßen sind kurvenreich, und Busse verkehren außerhalb der größeren Orte teilweise nur selten. Für eine Reise durch den Apennin ist ein Auto deshalb fast immer sinnvoll.

Adriaküste

Die Küste der Emilia-Romagna ist überwiegend flach. Lange Sandstrände, Strandbäder, Hotels und Ferienanlagen prägen viele Orte. Die touristische Infrastruktur ist dicht ausgebaut. Besonders zwischen Cervia und Cattolica folgen mehrere bekannte Badeorte aufeinander.

Die Strände fallen meist flach ins Wasser ab. Das ist für Familien angenehm, bedeutet aber auch, dass man häufig weit hinausgehen muss, bevor das Wasser tiefer wird. Einen Überblick bietet unser Artikel über die Strände von Rimini.

Sandstrand und Adriaküste bei Rimini in der Emilia-Romagna

Die wichtigsten Städte der Emilia-Romagna

Bologna

Bologna ist Hauptstadt, größte Stadt und wichtigster Bahnknotenpunkt der Region. Das historische Zentrum ist für seine langen Arkadengänge, mittelalterlichen Türme und die Piazza Maggiore bekannt. Die Arkadengänge von Bologna gehören zum UNESCO-Welterbe.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Basilika San Petronio, die beiden schiefen Geschlechtertürme Asinelli und Garisenda, der Neptunbrunnen und der Komplex Santo Stefano. Der größte Teil der Altstadt lässt sich zu Fuß erkunden.

Bologna ist außerdem eine der bedeutendsten Universitätsstädte Italiens. Dadurch wirkt das Zentrum auch außerhalb der klassischen Reisezeiten belebt. Restaurants, Märkte und kleine Imbisse spielen bei einer Städtereise eine große Rolle. Zwei volle Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Mit Museen und einem Ausflug in die Umgebung lohnen sich drei oder vier Übernachtungen.

Parma

Parma liegt im Westen der Region und ist eng mit Parmigiano Reggiano und Parmaschinken verbunden. Sehenswert sind der Dom, das Baptisterium aus rosafarbenem Marmor und das Teatro Farnese im Palazzo della Pilotta.

Das Zentrum ist kleiner und ruhiger als Bologna. Viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander. Parma eignet sich deshalb sowohl für einen Tagesausflug als auch für eine Übernachtung. Wer eine Käserei oder einen Produzenten von Parmaschinken besuchen möchte, sollte die Führung vorher reservieren. Die Betriebe liegen häufig außerhalb des Zentrums.

Modena

Modena liegt zwischen Bologna und Reggio Emilia. Der romanische Dom, die Piazza Grande und der Glockenturm Ghirlandina bilden gemeinsam ein UNESCO-Welterbe. Das kompakte Zentrum lässt sich gut zu Fuß besichtigen.

International bekannt ist Modena außerdem für traditionellen Balsamico-Essig und schnelle Autos. In der Stadt befindet sich das Museo Enzo Ferrari. Das eigentliche Ferrari-Werk und ein weiteres Museum liegen im nahe gelegenen Maranello.

Wer sich für die Marke interessiert, findet in unserem Artikel zum Ferrari Museum weitere Informationen. Rund um Maranello werden außerdem Fahrten mit Sportwagen angeboten. Solche Angebote sind teuer und unterscheiden sich deutlich bei Fahrzeug, Streckenlänge und Versicherung. Vor der Buchung sollte man deshalb Leistungen und Selbstbeteiligung genau vergleichen.

Ferrara

Ferrara liegt nördlich von Bologna und besitzt ein gut erhaltenes historisches Zentrum. Wahrzeichen ist das von Wassergräben umgebene Castello Estense. Weitere Ziele sind der Dom, der Palazzo dei Diamanti und die erhaltenen Abschnitte der Stadtmauer.

Die Stadt ist flach und stark vom Fahrradverkehr geprägt. Viele Einheimische erledigen ihre Wege mit dem Rad. Für Besucher ist Ferrara angenehm überschaubar und weniger hektisch als Bologna. Ein voller Tag reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten; mit Museen sind zwei Tage sinnvoll.

Ravenna

Ravenna war in der Spätantike zeitweise Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Die Stadt ist vor allem für ihre frühchristlichen Kirchen und Mosaike bekannt. Acht Bauwerke gehören zum UNESCO-Welterbe.

Zu den wichtigsten Zielen zählen die Basilika San Vitale, das Mausoleum der Galla Placidia, Sant’Apollinare Nuovo und das Baptisterium der Arianer. Mehrere Monumente liegen im Zentrum und können zu Fuß miteinander verbunden werden. Sant’Apollinare in Classe befindet sich dagegen einige Kilometer außerhalb.

Für Ravenna sollte man mindestens einen vollen Tag vorsehen. Wer die Mosaike ohne Zeitdruck besichtigen und zusätzlich die Umgebung erkunden möchte, bleibt besser zwei Nächte.

Rimini

Rimini ist einer der bekanntesten Badeorte Italiens. Die meisten Urlauber verbinden die Stadt mit langen Sandstränden, großen Hotels und einem ausgeprägten Nachtleben. Rimini besitzt aber auch ein sehenswertes historisches Zentrum.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehören der Augustusbogen, die Tiberiusbrücke, der Tempio Malatestiano und die Piazza Cavour. Der Bahnhof liegt zwischen Altstadt und Strandbereich. Dadurch lassen sich beide Stadtteile zu Fuß oder mit dem Bus erreichen.

Wer nur für den Strand nach Rimini kommt, verpasst einen interessanten Teil der Stadt. Unser Überblick zur Altstadt von Rimini zeigt die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten.

Badeorte an der Adriaküste

Neben Rimini gehören Riccione, Cattolica, Cesenatico, Cervia, Milano Marittima und Bellaria-Igea Marina zu den bekannten Ferienorten. Die Unterschiede liegen weniger bei der Strandform als bei Atmosphäre, Hotelangebot und Abendprogramm.

Riccione

Riccione liegt südlich von Rimini und ist für gepflegte Einkaufsstraßen, Strandbäder und ein lebhaftes Abendprogramm bekannt. Der Ort wirkt in vielen Bereichen moderner als Rimini. Im Sommer sind Unterkünfte und Strandplätze entsprechend stark nachgefragt.

Für Familien gibt es mehrere Freizeitangebote in der Umgebung. Dazu gehört der Themenpark Oltremare in Riccione. Vor einem Besuch lohnt sich ein Vergleich der Oltremare-Tickets, da Onlineangebote und Kombikarten günstiger sein können als der spontane Kauf.

Cesenatico

Cesenatico besitzt neben seinem Strand einen historischen, von Leonardo da Vinci geplanten Kanalhafen. Rund um den Hafen stehen farbige Häuser, Restaurants und alte Schiffe. Der Ort verbindet Badeurlaub besser mit einem gewachsenen Zentrum als manche reine Feriensiedlung an der Küste.

Cervia und Milano Marittima

Cervia ist für seine Salinen und den historischen Salzhandel bekannt. Der Strandbereich liegt etwas außerhalb des alten Zentrums. Nördlich schließt Milano Marittima an, das über zahlreiche Hotels, Strandclubs, Restaurants und Geschäfte verfügt.

Cattolica

Cattolica ist der südlichste größere Badeort der Emilia-Romagna. Die Stadt liegt nahe der Grenze zu den Marken. Der Strand ist flach und besonders bei Familien beliebt. Während der sommerlichen Hauptsaison ist die Bebauung entlang der Küste dicht und das touristische Angebot sehr umfangreich.

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Freizeitparks für Familien

An der Adriaküste gibt es mehrere Freizeit- und Themenparks. Sie sind vor allem für Familien interessant, können aber in den Sommerferien sehr voll werden. Öffnungstage und Betriebszeiten unterscheiden sich nach Saison.

Nördlich von Rimini liegt Italia in Miniatura. Der Park zeigt verkleinerte Modelle italienischer Bauwerke und Landschaften. Für den Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen. Hinweise zu Eintritt und Angeboten stehen in unserem Überblick zu den Tickets und Preisen von Italia in Miniatura.

Weitere bekannte Ausflugsziele sind Mirabilandia südlich von Ravenna, Oltremare bei Riccione und das Aquarium von Cattolica. Wer mehrere Parks besuchen möchte, sollte die Entfernungen nicht unterschätzen. Trotz der Lage nahe der Küste kann die Fahrt im sommerlichen Verkehr länger dauern.

Essen und Spezialitäten

Die Emilia-Romagna gehört zu den bekanntesten kulinarischen Regionen Italiens. Viele Produkte und Gerichte, die international als typisch italienisch gelten, stammen von hier. Allerdings sind die Spezialitäten innerhalb der Region unterschiedlich verteilt.

Typische Produkte

  • Parmigiano Reggiano: Hartkäse aus einem genau festgelegten Produktionsgebiet rund um Parma, Reggio Emilia, Modena und Teile benachbarter Provinzen
  • Prosciutto di Parma: luftgetrockneter Schinken aus der Gegend um Parma
  • Aceto Balsamico: Balsamico-Essig aus Modena und Reggio Emilia
  • Mortadella Bologna: große Brühwurst mit geschützter Herkunftsbezeichnung
  • Lambrusco: meist perlender Rotwein, der sowohl trocken als auch süß angeboten wird
  • Squacquerone: weicher Frischkäse aus der Romagna

Typische Gerichte

Bologna ist bekannt für Tagliatelle al ragù und Tortellini. Die außerhalb Italiens verbreitete Bezeichnung „Spaghetti Bolognese“ ist in Bologna selbst unüblich. Das Fleischragout wird traditionell eher mit Tagliatelle serviert.

In der Romagna begegnet man häufig Piadina. Das dünne Fladenbrot wird beispielsweise mit Schinken, Käse, Gemüse oder Rucola gefüllt. Es eignet sich als schnelles und meist preiswertes Mittagessen.

Weitere typische Nudelsorten sind Cappelletti, Passatelli, Lasagne und verschiedene gefüllte Teigtaschen. Vegetarier sollten bei gefüllter Pasta und Brühen nachfragen, da Fleisch auch dann enthalten sein kann, wenn es auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

UNESCO-Welterbe in der Emilia-Romagna

In der Region befinden sich mehrere bedeutende UNESCO-Stätten. Für Kulturreisende lassen sie sich gut zu einer Rundreise verbinden.

  • die Arkadengänge von Bologna
  • die frühchristlichen Monumente und Mosaike von Ravenna
  • das historische Zentrum von Ferrara
  • der Dom, die Piazza Grande und die Ghirlandina in Modena
  • Teile des Po-Deltas und der Kulturlandschaft um Ferrara

Die Stätten sind sehr unterschiedlich. Während man die Bauwerke in Modena innerhalb weniger Stunden sehen kann, benötigt man für die Monumente von Ravenna mindestens einen Tag. In Bologna verteilen sich die Arkaden über das gesamte Stadtgebiet.

Motor Valley: Ferrari, Lamborghini und Ducati

Die Emilia-Romagna wird häufig als Motor Valley bezeichnet. In der Region haben mehrere bekannte Hersteller von Sportwagen und Motorrädern ihren Sitz. Dazu gehören Ferrari, Lamborghini, Maserati, Ducati und Pagani.

Für Besucher gibt es Museen, Werksausstellungen und teilweise Werksführungen. Die Standorte liegen nicht alle nebeneinander. Das Ferrari Museum in Maranello, das Museo Enzo Ferrari in Modena, das Lamborghini-Museum bei Bologna und das Ducati-Museum befinden sich an unterschiedlichen Orten.

Wer mehrere Automobilmuseen an einem Tag besuchen möchte, braucht einen straffen Zeitplan und in der Regel ein Auto. Für Führungen ist häufig eine Reservierung erforderlich. Eine Ferrari-Probefahrt wird vor allem rund um Maranello angeboten, gehört aber nicht automatisch zum Museumsbesuch.

Natur und Ausflugsziele abseits der Städte

Po-Delta

Das Po-Delta erstreckt sich über Teile der Emilia-Romagna und Venetiens. Lagunen, Kanäle, Feuchtgebiete und flache Küstenlandschaften prägen das Gebiet. Es ist besonders für Vogelbeobachtung, Fahrradtouren und Bootsausflüge interessant.

Comacchio ist ein guter Ausgangspunkt auf der Seite der Emilia-Romagna. Die kleine Stadt ist von Kanälen und Brücken geprägt. Von dort erreicht man die Lagunen und die Badeorte der Lidi di Comacchio.

Apennin und Naturparks

Im Apennin gibt es zahlreiche Wandergebiete. Zu den größeren Schutzgebieten gehören der Nationalpark Toskanisch-Emilianischer Apennin und der Nationalpark Foreste Casentinesi, Monte Falterona e Campigna, der teilweise in der Toskana liegt.

Viele Wanderziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich erreichbar. Bei Touren sollte man außerdem die Höhenlage berücksichtigen. Während in Bologna bereits frühlingshafte Temperaturen herrschen, können in höheren Lagen noch Schnee und winterliche Bedingungen auftreten.

Burgen und kleinere Orte

Zwischen Piacenza, Parma und dem Apennin stehen zahlreiche Burgen. Bekannt sind beispielsweise Torrechiara bei Parma und Castell’Arquato in der Provinz Piacenza. Auch Brisighella südlich von Faenza gehört zu den sehenswerten kleineren Orten.

Für diese Ziele lohnt sich ein Auto. Die Entfernungen wirken auf der Karte gering, doch Landstraßen und Anstiege verlängern die Fahrzeit.

Beste Reisezeit für die Emilia-Romagna

Frühling

April, Mai und Anfang Juni eignen sich besonders für Städtereisen und Rundreisen. Die Temperaturen sind meist angenehm, und in Bologna, Parma oder Ravenna ist es noch nicht so heiß wie im Hochsommer. Rund um Ostern und an italienischen Feiertagen können beliebte Orte trotzdem gut besucht sein.

Sommer

Juni bis September ist die wichtigste Zeit für einen Badeurlaub an der Adria. Im Juli und August steigen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit deutlich. Gleichzeitig sind die Strände, Hotels und Ferienorte am vollsten.

Rund um den italienischen Feiertag Ferragosto am 15. August erreicht die Hauptsaison ihren Höhepunkt. Wer in dieser Zeit nach Rimini, Riccione oder Cattolica reist, sollte die Unterkunft früh buchen.

Für Besichtigungen in Bologna, Modena und Ferrara kann der Hochsommer anstrengend sein. Die Arkaden in Bologna bieten zwar Schatten, die Temperaturen bleiben aber häufig bis in den Abend hoch.

Herbst

September und Oktober eignen sich gut für Rundreisen, kulinarische Veranstaltungen und Stadtbesichtigungen. Anfang September ist an der Küste meist noch Badebetrieb. Später schließen manche Strandbäder und saisonale Hotels.

Winter

Die Städte können auch im Winter besucht werden. In der Po-Ebene treten jedoch häufig Nebel, feuchte Kälte und trübe Tage auf. An der Adriaküste ist es außerhalb der Saison sehr ruhig. Viele Strandhotels und touristische Betriebe bleiben geschlossen.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der größte Flughafen der Region liegt bei Bologna. Von dort bestehen Verbindungen in zahlreiche europäische Städte. Zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof verkehren öffentliche Verkehrsmittel.

Rimini besitzt ebenfalls einen Flughafen, dessen Angebot stärker saisonabhängig ist. Kleinere Flughäfen gibt es in Parma und Forlì. Je nach Reiseziel können außerdem die Flughäfen von Mailand, Verona, Venedig, Florenz oder Pisa infrage kommen.

Mit der Bahn

Bologna Centrale gehört zu den wichtigsten Bahnhöfen Italiens. Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die Stadt unter anderem mit Mailand, Florenz, Rom, Venedig und Turin.

Regionalzüge fahren von Bologna nach Modena, Parma, Ferrara, Ravenna und Rimini. Entlang der Adriaküste bestehen Bahnverbindungen zwischen Ravenna, Cesenatico, Rimini, Riccione und Cattolica. Für viele Städtereisen ist die Bahn schneller und bequemer als das Auto.

Mit dem Auto

Die Emilia-Romagna ist über mehrere Autobahnen gut erreichbar. Die A1 verbindet Mailand über Parma, Modena und Bologna mit Florenz und Rom. Die A14 führt von Bologna über die Adriaküste nach Süditalien. Die A22 kommt über den Brenner und Verona nach Modena.

Auf italienischen Autobahnen wird eine streckenabhängige Maut erhoben. In Städten gelten häufig Zufahrtsbeschränkungen. Diese ZTL-Bereiche werden mit Kameras kontrolliert. Besucher sollten ihre Unterkunft fragen, ob eine Zufahrtsgenehmigung möglich ist, oder außerhalb des historischen Zentrums parken.

Unterwegs in der Emilia-Romagna

Für Bologna, Modena, Parma, Ferrara, Ravenna und Rimini ist ein Auto nicht zwingend erforderlich. Die Zentren sind gut zu Fuß erkundbar, und zwischen den Städten verkehren regelmäßig Züge.

Für eine Reise entlang der Via Emilia kann man eine Stadt als festen Standort wählen. Bologna liegt zentral und besitzt die besten Verbindungen. Modena und Ferrara sind von dort schnell erreichbar. Auch Parma und Ravenna eignen sich für Tagesausflüge, erfordern aber etwas mehr Fahrzeit.

Ein Auto lohnt sich vor allem für:

  • den Apennin und seine Naturparks
  • Burgen und kleine Dörfer
  • Käsereien, Weingüter und landwirtschaftliche Betriebe
  • mehrere Automobilmuseen an einem Tag
  • das Po-Delta außerhalb der größeren Orte

Touren und Ausflüge in der Emilia-Romagna

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Wie viele Tage sollte man einplanen?

Für Bologna allein sind zwei bis drei Tage sinnvoll. Eine Reise mit Bologna, Modena und Parma benötigt ungefähr fünf bis sieben Tage. Wer zusätzlich Ravenna und Ferrara besuchen möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen.

Für eine Kombination aus Städten und Adriaküste sind zehn bis vierzehn Tage angenehm. So bleibt genug Zeit für Besichtigungen und mehrere ruhigere Strandtage.

Vorschlag für eine Woche

  • drei Übernachtungen in Bologna mit einem Ausflug nach Modena
  • zwei Übernachtungen in Ravenna
  • zwei Übernachtungen in Rimini oder Riccione

Vorschlag für zehn bis vierzehn Tage

  • zwei bis drei Tage Bologna
  • ein bis zwei Tage Modena und Maranello
  • ein bis zwei Tage Parma
  • ein Tag Ferrara
  • zwei Tage Ravenna
  • drei bis fünf Tage an der Adriaküste

Wer häufig die Unterkunft wechselt, verliert trotz der kurzen Entfernungen viel Zeit. Für die Städte im Landesinneren ist Bologna ein praktischer Standort. An der Küste sollte man einen Badeort auswählen und die Nachbarorte mit Bahn oder Bus besuchen.

Für wen eignet sich die Emilia-Romagna?

Die Region eignet sich besonders für Reisende, die gutes Essen, historische Städte und kurze Bahnverbindungen miteinander verbinden möchten. Bologna, Parma und Modena sind interessante Ziele für ein verlängertes Wochenende. Ravenna ist wegen seiner Mosaike auch für eine eigenständige Kulturreise geeignet.

Familien finden an der Adriaküste flache Sandstrände, viele Hotels und mehrere Freizeitparks. Die Küste ist stark touristisch erschlossen und daher weniger für Urlauber geeignet, die einsame Naturstrände suchen.

Autofans können rund um Modena und Bologna mehrere Museen besuchen. Wanderer und Radfahrer finden im Apennin sowie im Po-Delta ruhigere Landschaften. Dadurch lässt sich eine Reise sehr unterschiedlich gestalten, ohne die Region verlassen zu müssen.

Fazit

Die Emilia-Romagna bietet wesentlich mehr als die bekannten Strände von Rimini. Bologna, Parma, Modena, Ferrara und Ravenna gehören zu den interessantesten Städten Norditaliens. Hinzu kommen regionale Küche, Automobilmuseen, der Apennin und das Po-Delta.

Für eine erste Reise ist die Kombination aus Bologna, Ravenna und der Adriaküste besonders abwechslungsreich. Wer stärker an Essen und regionalen Produkten interessiert ist, verbindet Bologna besser mit Modena und Parma. Dank der guten Bahnverbindungen können viele Ziele auch ohne Auto besucht werden.


Interne Links: Emilia-Romagna (kompakt)

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