Unterkünfte in den Cinque Terre
Zwischen Mai und September sowie an Wochenenden sind gute Unterkünfte häufig früh ausgebucht. Das gilt besonders für Zimmer mit Meerblick und Unterkünfte nahe den Bahnhöfen.
Die Region ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr. Zwischen Frühjahr und Herbst besuchen sehr viele Tagesgäste die Orte. Eine gute Planung hilft dabei, unnötige Wartezeiten und überfüllte Züge zu vermeiden.
Cinque Terre auf einen Blick
- Region: Ligurien im Nordwesten Italiens
- Die fünf Dörfer: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare
- Ausgangspunkte: La Spezia im Süden und Levanto im Norden
- Beste Fortbewegung: Zug, Schiff und Wanderwege
- Auto: für den Besuch der Dörfer nicht empfehlenswert
- Größter Strand: Monterosso al Mare
- Bekannter Wanderweg: Sentiero Azzurro
- Via dell’Amore: wieder geöffnet, Zugang mit Reservierung und Zeitfenster
- Aufenthaltsdauer: mindestens zwei Tage, besser drei oder vier Tage
- Beste Reisezeit: April bis Juni sowie September und Oktober

Wo liegen die Cinque Terre?
Die Cinque Terre liegen an der ligurischen Riviera in der Provinz La Spezia. Der Küstenabschnitt befindet sich südöstlich von Genua und unmittelbar nordwestlich der Stadt La Spezia.
Die fünf Dörfer verteilen sich auf einen relativ kurzen Küstenabschnitt. Von Süden nach Norden lautet ihre Reihenfolge:
Zwischen Riomaggiore und Monterosso liegen auf der Bahnstrecke nur wenige Kilometer. Wegen der steilen Berge, Tunnel und kurvenreichen Wege wirkt die Landschaft dennoch größer, als es die Entfernung vermuten lässt.
Die Cinque Terre sind Teil eines Nationalparks. Zusammen mit Portovenere und den vorgelagerten Inseln Palmaria, Tino und Tinetto gehört die Kulturlandschaft außerdem zum UNESCO-Welterbe. Geschützt werden nicht nur die Dörfer, sondern auch die terrassierten Hänge, Trockenmauern, Weinberge und die besondere Verbindung zwischen menschlicher Nutzung und steiler Küstenlandschaft.
Tagestouren zur Cinque Terre
Wer außerhalb der Region übernachtet, kann die Cinque Terre im Rahmen eines organisierten Tagesausflugs besuchen. Solche Touren sind praktisch, wenn man sich nicht selbst um die Anreise und die Abfolge der Orte kümmern möchte.
Tagesausflug von Florenz zur Cinque Terre
Eine organisierte Tour für Urlauber, die in Florenz übernachten und mehrere Orte der Cinque Terre an einem Tag sehen möchten.
Ausflug von Pisa zur Cinque Terre und nach Portovenere
Diese Tour verbindet die Dörfer der Cinque Terre mit Portovenere und beginnt in Pisa.
Cinque-Terre-Tagesausflug ab Mailand
Eine lange Tagestour für Besucher, die nur wenig Zeit haben und von Mailand aus organisiert anreisen möchten.
Ausflug von La Spezia in die Cinque Terre
Wegen der kurzen Entfernung ist La Spezia einer der praktischsten Ausgangspunkte für einen geführten Tagesausflug.
Die fünf Dörfer im Überblick
Jedes der fünf Dörfer besitzt einen eigenen Charakter. Es gibt deshalb nicht den einen Ort, der für alle Besucher am besten geeignet ist. Die Wahl hängt davon ab, ob Strand, Wandern, Aussicht, Ruhe oder eine möglichst einfache Anreise im Vordergrund stehen.
Riomaggiore
Riomaggiore ist von La Spezia aus das erste Dorf. Die Fahrt mit dem Zug dauert nur wenige Minuten. Der Bahnhof ist durch einen Fußgängertunnel mit dem Ortszentrum verbunden.
Besonders sehenswert ist die kleine felsige Hafenbucht. Die farbigen Häuser steigen auf beiden Seiten des engen Tals steil nach oben. Kleine Fischerboote werden häufig an Land gezogen, weil die Bucht bei starkem Wellengang keinen vollständigen Schutz bietet.
Riomaggiore besitzt eine längere Hauptstraße mit Restaurants, Bars, kleinen Lebensmittelgeschäften und Unterkünften. Vom oberen Teil des Dorfes eröffnen sich gute Ausblicke auf die Dächer und das Meer.
Der bekannte Küstenweg Via dell’Amore beginnt in Riomaggiore und führt nach Manarola. Für den Zutritt gelten besondere Buchungs- und Zeitfensterregeln.
Geeignet für: Besucher, die nahe bei La Spezia übernachten möchten, die Via dell’Amore besuchen oder eine eindrucksvolle Hafenbucht suchen.
Manarola
Manarola ist eines der meistfotografierten Dörfer der Cinque Terre. Der klassische Blick auf die dicht übereinander stehenden Häuser öffnet sich vom Weg zur Punta Bonfiglio auf der nördlichen Seite der Bucht.
Der Bahnhof liegt außerhalb des eigentlichen Dorfes. Ein Tunnel für Fußgänger führt in wenigen Minuten ins Zentrum. Von dort verläuft die Hauptstraße hinunter zur kleinen Bucht.
Manarola besitzt keinen klassischen Strand. Bei ruhigem Meer kann man an der felsigen Bucht baden. Das Wasser wird schnell tief und ist bei Wellengang für ungeübte Schwimmer ungeeignet.
Sehenswert sind außerdem die Kirche San Lorenzo, der separate Glockenturm und die Weinberge oberhalb des Dorfes. Zur Weihnachtszeit wird am Hang traditionell eine große beleuchtete Krippe aufgebaut.
Geeignet für: Aussicht, Fotografie, Weinberge, kurze Spaziergänge und Übernachtungen mit viel Atmosphäre.
Corniglia
Corniglia unterscheidet sich am deutlichsten von den anderen Dörfern. Der Ort liegt nicht unmittelbar am Wasser, sondern auf einem Felsvorsprung ungefähr 100 Meter über dem Meer.
Der Bahnhof befindet sich unten an der Küste. Zwischen Bahnhof und Dorf verläuft die lange Treppe Lardarina mit zahlreichen Stufen. Alternativ gibt es einen kleinen Bus, der den Bahnhof mit dem Ortszentrum verbindet. Mit einer passenden Cinque Terre Card ist die Busfahrt normalerweise eingeschlossen.
Corniglia besitzt schmale Gassen, einen kleinen zentralen Platz, Aussichtsterrassen und Zugänge zu den umliegenden Weinbergen. Das Dorf ist nicht frei von Besuchern, wirkt außerhalb der stärksten Tageszeiten aber häufig etwas ruhiger als Vernazza oder Manarola.
Die Aussage, Corniglia besitze überhaupt keine Küste, ist nicht ganz richtig. Das Gemeindegebiet reicht bis ans Meer. Das Dorf selbst hat jedoch keinen Hafen und keinen bequem erreichbaren klassischen Strand.
Geeignet für: Aussicht, Weinberge, kleinere Unterkünfte und Besucher, die mit Treppen und Steigungen zurechtkommen.
Vernazza
Vernazza gilt für viele Besucher als das malerischste der fünf Dörfer. Der Bahnhof liegt unmittelbar über der zentralen Hauptgasse. Von dort sind es nur wenige Minuten bis zum Hafen.
Das Zentrum befindet sich rund um den kleinen Hafenplatz. Hier stehen die Kirche Santa Margherita d’Antiochia, zahlreiche Restaurants und farbige Häuser. Über dem Dorf liegt die Burg Doria mit ihrem Aussichtsturm.
Vernazza besitzt einen kleinen geschützten Hafen, an dem Fischerboote und Ausflugsschiffe anlegen können. Direkt am Hafen gibt es eine kleine Bademöglichkeit. Ein größerer Strand ist nicht vorhanden.
Das Dorf wird zwischen spätem Vormittag und Nachmittag sehr voll. Wer in Vernazza übernachtet oder früh mit dem Zug kommt, erlebt den Ort deutlich angenehmer.
Geeignet für: einen klassischen Cinque-Terre-Tagesausflug, Hafenatmosphäre, Aussichtspunkte und historische Architektur.
Monterosso al Mare
Monterosso al Mare ist das nördlichste und größte Dorf. Es besitzt den längsten Strand, die größte Auswahl an Hotels und mehr ebene Flächen als die übrigen Orte.
Monterosso besteht aus der Altstadt und dem neueren Ortsteil Fegina. Der Bahnhof liegt direkt am Meer zwischen beiden Bereichen. Ein Fußgängertunnel verbindet die Strandpromenade mit der Altstadt.
In Fegina befinden sich der lange Strand und die große Neptunfigur Il Gigante. Die Altstadt bietet enge Gassen, Restaurants, Kirchen und kleine Plätze. Auf dem Felsen zwischen beiden Ortsteilen steht die Torre Aurora.
Geeignet für: Badeurlaub, Familien, längere Aufenthalte und Besucher, die eine größere Hotelauswahl wünschen.
Tagestouren zur Cinque Terre
Wer außerhalb der Region übernachtet, kann die Cinque Terre im Rahmen eines organisierten Tagesausflugs besuchen. Solche Touren sind praktisch, wenn man sich nicht selbst um die Anreise und die Abfolge der Orte kümmern möchte.
Tagesausflug von Florenz zur Cinque Terre
Eine organisierte Tour für Urlauber, die in Florenz übernachten und mehrere Orte der Cinque Terre an einem Tag sehen möchten.
Ausflug von Pisa zur Cinque Terre und nach Portovenere
Diese Tour verbindet die Dörfer der Cinque Terre mit Portovenere und beginnt in Pisa.
Cinque-Terre-Tagesausflug ab Mailand
Eine lange Tagestour für Besucher, die nur wenig Zeit haben und von Mailand aus organisiert anreisen möchten.
Ausflug von La Spezia in die Cinque Terre
Wegen der kurzen Entfernung ist La Spezia einer der praktischsten Ausgangspunkte für einen geführten Tagesausflug.
Anreise in die Cinque Terre
Anreise über La Spezia
Für Besucher aus der Toskana, aus Pisa oder aus südlicher Richtung ist La Spezia der wichtigste Ausgangspunkt. Vom Hauptbahnhof La Spezia Centrale fahren Regionalzüge nach Riomaggiore und weiter durch alle fünf Dörfer.
Riomaggiore ist nur eine kurze Zugfahrt entfernt. Bis Monterosso dauert die Fahrt je nach Verbindung ungefähr 20 bis 25 Minuten.
La Spezia bietet deutlich mehr Parkplätze, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten als die kleinen Dörfer. Wer mit dem Auto anreist oder eine günstigere Unterkunft sucht, kann deshalb in La Spezia übernachten und täglich mit dem Zug in den Nationalpark fahren.
Anreise über Levanto
Levanto liegt nördlich von Monterosso. Der Ort eignet sich besonders für Besucher, die aus Richtung Genua kommen oder außerhalb der fünf Dörfer übernachten möchten.
Auch in Levanto gibt es Strände, Restaurants, Unterkünfte und Parkmöglichkeiten. Die Zugfahrt nach Monterosso dauert nur wenige Minuten. Levanto ist deshalb eine gute Alternative zu La Spezia.
Anreise über Genua, Pisa und Florenz
Von Genua fahren Züge entlang der ligurischen Küste nach Levanto, Monterosso und La Spezia. Je nach Verbindung ist ein Umstieg erforderlich.
Von Pisa bestehen Bahnverbindungen nach La Spezia. Dort steigt man in einen Regionalzug zu den Dörfern um. Auch von Florenz reist man normalerweise über Pisa oder La Spezia an.
Bei der Planung sollte darauf geachtet werden, ob ein Zug in allen Dörfern hält. Fernzüge und Intercity-Verbindungen halten nicht automatisch an jeder Station der Cinque Terre.
Mit dem Zug zwischen den Dörfern
Der Zug ist das wichtigste Verkehrsmittel innerhalb der Cinque Terre. Die Fahrten zwischen benachbarten Orten dauern häufig nur wenige Minuten.
Große Teile der Bahnstrecke verlaufen durch Tunnel. Dadurch sieht man während der Fahrt weniger von der Landschaft als auf einem Schiff. Dafür sind die Züge schnell und verkehren häufiger.
In der Hauptsaison können Züge und Bahnsteige sehr voll werden. Besonders stark ist der Andrang zwischen ungefähr 10 und 17 Uhr. Fahrgäste sollten nicht direkt an der Bahnsteigkante warten und den Ausstieg anderer Reisender nicht blockieren.
Verspätungen sind möglich. Wer einen Fernzug, einen Flug oder ein Kreuzfahrtschiff erreichen muss, sollte einen ausreichenden Zeitpuffer einplanen.
Wichtige Hinweise zu Fahrkarten
Vor dem Einsteigen muss ein gültiges Ticket vorhanden sein. Bei Papierfahrkarten kann eine Entwertung erforderlich sein. Für digitale Fahrkarten gelten die Bedingungen in der App oder Buchungsbestätigung.
Die Cinque Terre Train Card ist nicht immer automatisch die günstigste Lösung. Wer nur einmal hin- und zurückfährt, kommt mit Einzelfahrscheinen häufig günstiger weg. Bei mehreren Zugfahrten an einem Tag kann die Karte sinnvoll sein.
Cinque Terre Card: Welche Karte lohnt sich?
Die Cinque Terre Card wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Die genaue Bezeichnung, der Preis und die enthaltenen Leistungen können sich ändern.
Grundsätzlich sind zwei Modelle wichtig:
Cinque Terre Trekking Card
Diese Karte umfasst den Zugang zu bestimmten kostenpflichtigen Wanderwegen des Nationalparks. Je nach aktuellem Angebot können außerdem örtliche Busse und weitere Leistungen enthalten sein.
Sie eignet sich für Besucher, die wandern und nur wenige oder keine Zugfahrten unternehmen möchten.
Cinque Terre Train Card
Die Train Card verbindet Leistungen der Trekking Card mit Zugfahrten auf dem festgelegten Streckenabschnitt zwischen La Spezia, den fünf Dörfern und Levanto.
Sie kann sich lohnen, wenn man an einem Tag mehrere Dörfer mit dem Zug besucht. Für Kinder, Familien und andere Gruppen gibt es teilweise besondere Tarife.
Die alten Preisangaben von 2022 sollten nicht mehr verwendet werden. Die Tarife hängen inzwischen unter anderem von Gültigkeitsdauer, Saison und gewählter Kartenart ab. Vor der Reise sollte man die aktuellen Preise beim Nationalpark oder bei Trenitalia prüfen.
Schiffe und Fähren in den Cinque Terre
Von Frühjahr bis Herbst verkehren Fahrgastschiffe entlang der Küste. Sie verbinden je nach Fahrplan La Spezia, Portovenere, Riomaggiore, Manarola, Vernazza, Monterosso und Levanto.
Corniglia wird von den Linienbooten nicht angefahren. Das Dorf liegt hoch über dem Meer und besitzt keinen geeigneten Hafen.
Die Fahrt mit dem Schiff ist langsamer als die Zugfahrt, bietet dafür aber den besten Blick auf die Küstenlandschaft. Vom Wasser aus erkennt man besonders gut, wie eng die Dörfer zwischen Meer und Bergen gebaut wurden.
Schiffsverbindungen sind vom Wetter abhängig. Bei starkem Wind oder hohem Wellengang können einzelne Fahrten oder der gesamte Verkehr ausfallen. Wer am selben Tag einen wichtigen Anschluss erreichen muss, sollte eine Zugverbindung als Alternative einplanen.
Ein Tagesticket kann sinnvoll sein, wenn mehrere Orte mit dem Schiff besucht werden sollen. Für nur eine Fahrt ist ein Einzelticket häufig ausreichend.
Mit dem Auto in die Cinque Terre
Die Anreise mit dem Auto ist möglich, aber für die Besichtigung der fünf Dörfer unpraktisch. Die Zufahrtsstraßen sind kurvenreich, teilweise eng und führen durch bergiges Gelände.
In den Ortszentren gelten Verkehrsbeschränkungen. Parkplätze liegen häufig oberhalb der Dörfer und sind begrenzt. Von dort können längere, steile Fußwege folgen.
Auch wenn eine Unterkunft als „mit dem Auto erreichbar“ beschrieben wird, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass direkt am Gebäude geparkt werden kann. Reisende sollten sich die Anfahrt und Gepäckregelung vorab von der Unterkunft erklären lassen.
Praktischer ist es, das Auto in La Spezia oder Levanto abzustellen. Anschließend erreicht man alle fünf Dörfer bequem mit dem Zug.
Wandern in den Cinque Terre
Die Wanderwege gehören zu den wichtigsten Gründen für einen Besuch. Die bekannteste Verbindung ist der Sentiero Azzurro, der in mehrere Abschnitte zwischen den fünf Dörfern unterteilt ist.
Die Wege führen durch Weinberge, über Treppen, entlang von Trockenmauern und hoch über dem Meer. Die Aussicht ist eindrucksvoll, die Wanderungen dürfen aber nicht unterschätzt werden.
Nicht alle Abschnitte sind gleichzeitig geöffnet. Erdrutsche, Steinschlag, Unwetter und Bauarbeiten führen immer wieder zu Sperrungen. Der aktuelle Zustand sollte am Tag der Wanderung beim Nationalpark geprüft werden.

Monterosso nach Vernazza
Der Abschnitt zwischen Monterosso und Vernazza ist einer der bekanntesten Wanderwege der Region. Er bietet schöne Ausblicke, enthält aber viele Stufen und steinige Passagen.
Für die Wanderung sollte man ungefähr zwei Stunden einplanen. Bei Hitze, hohem Besucheraufkommen oder längeren Pausen dauert sie entsprechend länger.
Vernazza nach Corniglia
Auch die Verbindung zwischen Vernazza und Corniglia führt über zahlreiche Höhenmeter. Unterwegs blickt man auf Vernazza, das Meer und die terrassierten Hänge.
Der Weg ist anspruchsvoller als ein gewöhnlicher Spaziergang. Trittsicherheit und feste Schuhe sind erforderlich.
Corniglia nach Manarola
Der direkte, niedrige Küstenabschnitt war über längere Zeiträume gesperrt. Als Alternative führt eine wesentlich anstrengendere Route über Volastra.
Diese Strecke verläuft durch Weinberge und bietet ausgezeichnete Ausblicke. Der Aufstieg beziehungsweise Abstieg enthält jedoch viele Stufen. Ein kleiner Bus zwischen Manarola und Volastra kann einen Teil des Höhenunterschieds ersparen.
Via dell’Amore zwischen Riomaggiore und Manarola
Die Via dell’Amore verbindet Riomaggiore mit Manarola. Nach einer langen Schließung wurde der historische Küstenweg wieder geöffnet.
Der Weg ist ungefähr 900 Meter lang und im Vergleich zu anderen Strecken der Cinque Terre nahezu eben. Die früher verbreitete Beschreibung mit Hunderten Stufen und großen Höhenunterschieden bezieht sich nicht auf die eigentliche Via dell’Amore.
Für touristische Besucher wird der Weg normalerweise in einer Richtung von Riomaggiore nach Manarola genutzt. Eine Reservierung mit festem Zeitfenster ist erforderlich. Der Zutritt wird mit einer entsprechenden Karte oder einem Zugangspaket verbunden.
Öffnungszeiten und Bedingungen können sich ändern. Eine spontane Anreise ohne Kontrolle der aktuellen Regeln ist deshalb nicht empfehlenswert.
Ausrüstung für Wanderungen
Für die Wanderwege sind feste Schuhe mit gutem Profil notwendig. Flip-Flops, Schuhe mit glatten Sohlen oder sehr offene Sandalen sind ungeeignet.
Zusätzlich gehören in den Rucksack:
- ausreichend Trinkwasser
- Sonnenschutz und Kopfbedeckung
- leichter Regenschutz
- aufgeladenes Mobiltelefon
- kleines Erste-Hilfe-Set
- aktuelle Karte oder Offline-Navigation
Nach starkem Regen können Steine und Stufen rutschig sein. Bei Unwetterwarnungen sollte auf Wanderungen verzichtet werden.
Strände und Baden
Der größte und bequemste Strand der Cinque Terre befindet sich in Monterosso al Mare. Dort gibt es bewirtschaftete Strandbäder und frei zugängliche Abschnitte.
In Vernazza befindet sich eine kleine Bademöglichkeit am Hafen. In Manarola und Riomaggiore wird überwiegend an felsigen Buchten gebadet. Das Wasser wird dort schnell tief, und bei Wellengang können die Einstiege gefährlich sein.
Corniglia liegt hoch über dem Meer und besitzt keinen direkt am Ortszentrum gelegenen Strand. Zugänge zum Wasser außerhalb des Dorfes sind teilweise schwierig und können von Sperrungen betroffen sein.

Wer einen längeren Badeurlaub plant, ist in Monterosso oder im nahen Levanto am besten aufgehoben. Die übrigen Dörfer eignen sich eher für kurze Badepausen bei ruhigem Meer.
Übernachten in den Cinque Terre
In allen fünf Dörfern gibt es Unterkünfte. Das Angebot besteht vor allem aus Gästezimmern, Apartments, kleinen Pensionen und wenigen Hotels.
Monterosso besitzt die größte Auswahl an klassischen Hotels. Der Ort ist zudem praktisch für Reisende mit Kindern oder schwerem Gepäck. Riomaggiore und Manarola bieten viele Zimmer in steilen Gassen. Vernazza ist besonders gefragt und häufig teuer. Corniglia eignet sich für Besucher, die eine etwas ruhigere Lage bevorzugen und Treppen nicht scheuen.
Bei der Buchung sollte man nicht nur auf die Entfernung zum Bahnhof achten. In einem steilen Dorf können 300 Meter zahlreiche Stufen und einen erheblichen Höhenunterschied bedeuten.
Wichtige Punkte vor der Buchung sind:
- Ortsteil und genaue Lage
- Zahl der Treppen bis zur Unterkunft
- Aufzug oder ausschließlich Treppenhaus
- Klimaanlage im Sommer
- Möglichkeit zur Gepäckaufbewahrung
- Parkplatz bei Anreise mit dem Auto
- Check-in-Zeiten bei später Ankunft
Unterkünfte in den Cinque Terre
Zwischen Mai und September sowie an Wochenenden sind gute Unterkünfte häufig früh ausgebucht. Das gilt besonders für Zimmer mit Meerblick und Unterkünfte nahe den Bahnhöfen.
Übernachten in La Spezia oder Levanto
Eine Unterkunft muss nicht unbedingt in einem der fünf Dörfer liegen. La Spezia und Levanto sind gut mit der Bahn angebunden und bieten häufig ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
La Spezia ist praktisch für die Anreise aus Pisa, Florenz und südlicher Richtung. Die Stadt besitzt zahlreiche Restaurants, Supermärkte, Parkhäuser und eine große Auswahl an Unterkünften.
Levanto bietet einen eigenen Strand und eignet sich gut für die Anreise aus Richtung Genua. Von dort ist Monterosso die erste Station innerhalb der Cinque Terre.
Wer jeden Abend die besondere Atmosphäre der kleinen Dörfer erleben möchte, sollte innerhalb der Cinque Terre übernachten. Wer mehr Platz, einfachere Parkmöglichkeiten und günstigere Preise sucht, ist häufig in La Spezia oder Levanto besser aufgehoben.
Wie viele Tage braucht man?
Alle fünf Dörfer lassen sich theoretisch an einem Tag mit dem Zug besuchen. Empfehlenswert ist dieses Programm nur für Reisende, die sehr wenig Zeit haben. Der Tag besteht dann zu einem großen Teil aus Wegen zum Bahnhof, Warten und kurzen Rundgängen.
Für einen ersten Besuch sind zwei bis drei Tage sinnvoll:
- Ein Tag: zwei oder höchstens drei Dörfer gründlich besichtigen
- Zwei Tage: alle fünf Dörfer mit Zug und eventuell Schiff kennenlernen
- Drei Tage: Dörfer, eine Wanderung und etwas Zeit am Meer
- Vier oder mehr Tage: längere Wanderungen, Baden und Ausflüge nach La Spezia oder Portovenere
Wer wandern möchte, sollte das Programm flexibel halten. Eine unerwartete Wegsperrung oder schlechtes Wetter kann die Tagesplanung verändern.
Vorschlag für einen Tag
Bei nur einem Tag sollte man früh beginnen. Von La Spezia kann man zuerst nach Riomaggiore fahren. Anschließend geht es nach Manarola und am Nachmittag nach Vernazza oder Monterosso.
Ein mögliches Programm:
- Frühe Zugfahrt von La Spezia nach Riomaggiore
- Rundgang durch Riomaggiore und Besuch der Hafenbucht
- Weiterfahrt oder reservierter Weg über die Via dell’Amore nach Manarola
- Mittagspause und Aussichtspunkt in Manarola
- Zug nach Vernazza
- Hafen, Altstadt und Aussichtspunkt in Vernazza
- Bei genügend Zeit Weiterfahrt zum Strand von Monterosso
Corniglia lässt sich zusätzlich einbauen, macht den Tag aber wesentlich dichter. Wer das Dorf besuchen möchte, sollte Zeit für Bus oder Treppen zwischen Bahnhof und Ortszentrum berücksichtigen.
Beste Reisezeit
April, Mai, Juni, September und Oktober eignen sich besonders gut. In diesen Monaten sind die Temperaturen meistens angenehm für Besichtigungen und Wanderungen.
Im Juli und August ist es häufig heiß und sehr voll. Die Züge können überlastet sein, Unterkünfte sind teuer und auf schmalen Wanderwegen entstehen längere Gegenströme.
Auch im Frühjahr und Herbst gibt es stark besuchte Tage. Wochenenden, Feiertage und Tage mit mehreren Reisegruppen können ähnlich voll sein wie die Hochsaison.
Im Winter ist die Region deutlich ruhiger. Einige Restaurants und Unterkünfte schließen zeitweise. Schiffsverbindungen sind eingeschränkt und das Wetter kann wechselhaft sein.
Menschenmengen vermeiden
Die Dörfer sind zwischen spätem Vormittag und Nachmittag am vollsten. Wer innerhalb der Cinque Terre übernachtet, sollte die frühen Morgenstunden und den Abend nutzen.
Weitere Möglichkeiten:
- mit dem ersten oder einem frühen Zug anreisen
- nicht alle Orte in der üblichen Reihenfolge besuchen
- größere Gruppen an Bahnhöfen zunächst vorbeiziehen lassen
- in den oberen Dorfteilen spazieren gehen
- Mittagspausen außerhalb der üblichen Zeit einplanen
- bei mehreren Tagen nur zwei Dörfer pro Tag besuchen
Vernazza und Manarola sind besonders stark besucht. Corniglia erfordert mehr Aufwand und wird deshalb von manchen sehr kurzen Tagestouren ausgelassen.
Essen und Trinken
Die Küche der Cinque Terre ist typisch ligurisch. Bekannte Gerichte und Produkte sind Pesto alla Genovese, Focaccia, Fisch, Meeresfrüchte und gefüllte Teigtaschen.
In Monterosso sind Sardellen eine lokale Spezialität. In den Dörfern werden außerdem Weißweine aus den terrassierten Weinbergen angeboten. Bekannt ist der süße Dessertwein Sciacchetrà.
Restaurants mit Hafen- oder Meerblick sind häufig teurer. Günstiger sind Focaccerien, Bäckereien und kleine Imbisse. Für ein schnelles Mittagessen eignen sich Focaccia, Pizza zum Mitnehmen oder frittierter Fisch in der Papiertüte.
In Restaurants kann ein Coperto berechnet werden. Die Gedeckgebühr sollte auf der Speisekarte stehen. Sie ist kein automatisch freiwillig gezahltes Trinkgeld.
Cinque Terre mit Kindern
Ein Besuch mit Kindern ist möglich, erfordert aber eine realistische Planung. Die Züge verbinden die Orte schnell, viele Gassen und Aussichtspunkte besitzen jedoch steile Treppen.
Für Familien ist Monterosso besonders praktisch. Der Ort bietet einen langen Strand, breitere Wege und mehr ebene Flächen. Auch die Fahrt mit dem Schiff kann für Kinder interessant sein.
Mit einem Kinderwagen sind die Promenade von Monterosso sowie Teile von Riomaggiore und Manarola erreichbar. Corniglia, obere Aussichtspunkte und viele Wanderwege sind damit schwierig.
Anspruchsvolle Wanderungen sollten nur mit trittsicheren Kindern unternommen werden. Im Sommer sind Hitze, wenig Schatten und der Transport von ausreichend Wasser zu berücksichtigen.
Barrierefreiheit
Die Cinque Terre sind wegen ihrer Lage nur eingeschränkt barrierefrei. Treppen, steile Gassen, enge Tunnel und unebene Wege gehören in fast allen Dörfern dazu.
Monterosso ist im Bereich zwischen Bahnhof, Strand und Fegina am einfachsten zugänglich. In den anderen Orten hängt viel davon ab, welche Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte besucht werden sollen.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten sich vorab über Aufzüge an Bahnhöfen, stufenlose Zugänge und die genaue Lage der Unterkunft informieren. Eine geringe Entfernung in Metern bedeutet nicht automatisch einen einfachen Weg.
Häufig gestellte Fragen zur Cinque Terre
Was bedeutet Cinque Terre?
Cinque Terre bedeutet wörtlich „Fünf Länder“. Gemeint sind die fünf Küstenorte Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare.
Welches Dorf ist am schönsten?
Das ist Geschmackssache. Vernazza besitzt einen besonders schönen Hafen. Manarola bietet den bekanntesten Panoramablick. Riomaggiore hat eine eindrucksvolle felsige Bucht. Corniglia liegt hoch über dem Meer. Monterosso besitzt den besten Strand.
Kann man alle fünf Dörfer an einem Tag besuchen?
Mit dem Zug ist es möglich. Für einen entspannten Besuch ist es jedoch besser, sich auf zwei oder drei Orte zu beschränken. Für alle fünf Dörfer sind mindestens zwei Tage sinnvoll.
Braucht man ein Auto?
Nein. Ein Auto ist eher hinderlich. Die Dörfer sind sehr gut mit dem Zug verbunden, während Parkplätze knapp und Zufahrtsstraßen kurvenreich sind.
Wo beginnt man am besten?
Von Süden beginnt man normalerweise in La Spezia und fährt zuerst nach Riomaggiore. Aus Richtung Genua ist Levanto mit der ersten Station Monterosso ein praktischer Ausgangspunkt.
Wo gibt es den besten Strand?
Der größte und bequemste Strand befindet sich in Monterosso al Mare. Kleinere Bademöglichkeiten gibt es in Vernazza, Manarola und Riomaggiore.
Sind die Wanderwege kostenlos?
Einige Wege sind kostenlos, für bestimmte Abschnitte des Sentiero Azzurro wird jedoch eine Cinque Terre Trekking Card benötigt. Die Via dell’Amore besitzt eigene Zugangsregeln.
Ist die Via dell’Amore geöffnet?
Der historische Weg zwischen Riomaggiore und Manarola ist wieder geöffnet. Für Besucher gelten Reservierung, Zeitfenster und eine festgelegte Laufrichtung. Die Bedingungen sollten vor dem Besuch kontrolliert werden.
Kann man zwischen allen Dörfern mit dem Schiff fahren?
Schiffe fahren saisonal mehrere Dörfer an. Corniglia besitzt keinen geeigneten Hafen und wird deshalb nicht bedient. Bei schlechtem Wetter können Fahrten ausfallen.
Wo sollte man übernachten?
Monterosso ist gut für Strand und klassische Hotels. Riomaggiore und Manarola bieten viel Atmosphäre. Vernazza ist besonders malerisch, aber häufig teuer. Corniglia eignet sich für Besucher, die eine ruhigere Lage und Steigungen nicht stören.
Ist WLAN vorhanden?
Die meisten Unterkünfte und viele Restaurants bieten WLAN. Auf Wanderwegen und in abgelegenen Abschnitten kann der Mobilfunkempfang schwanken. Offline-Karten sind deshalb sinnvoll.
Sind Hunde erlaubt?
Hunde können grundsätzlich in die Region mitgenommen werden. Für Züge, Schiffe, Strände und Wanderwege gelten unterschiedliche Regeln. Leine, Maulkorb und Fahrkartenpflicht sollten vorab geprüft werden.
Weitere Artikel zur Cinque Terre
- Riomaggiore: Hafen, Altstadt und Via dell’Amore
- Manarola: Aussichtspunkte, Bucht und Wanderwege
- Corniglia: das Dorf hoch über dem Meer
- Vernazza: Sehenswürdigkeiten, Hafen und Anreise
- Monterosso al Mare: Altstadt und Strände
- La Spezia: Ausgangspunkt für die Cinque Terre
Fazit: Lohnt sich ein Besuch der Cinque Terre?
Die Cinque Terre lohnen sich wegen der Verbindung aus historischen Dörfern, steiler Küste, Weinbergen und Wanderwegen. Jedes der fünf Dörfer besitzt einen eigenen Charakter.
Der Zug macht die Erkundung einfach. Schiffe bieten zusätzlich einen guten Blick vom Meer, während die Wanderwege die eindrucksvollsten Perspektiven auf Landschaft und Dörfer eröffnen.
Für einen angenehmen Aufenthalt sollte man mindestens zwei Tage einplanen und nicht versuchen, jeden Ort in kürzester Zeit abzuhaken. Wer früh startet, aktuelle Wegsperrungen prüft und nach Möglichkeit außerhalb von Juli und August reist, erlebt die Region deutlich entspannter.