Comer See

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Der Comer See liegt in der Lombardei am südlichen Alpenrand, nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Mit ungefähr 146 km² ist er nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore der drittgrößte See Italiens. Auf Italienisch heißt er Lago di Como, daneben ist der Name Lario gebräuchlich.


Ab Mailand zum Comer See

Für einen Tagesausflug mit organisierter Anreise. Prüfe im aktuellen Reiseverlauf, welche Orte besucht werden und welche Schifffahrt enthalten ist.

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Bekannt ist der See für steile Berghänge, historische Villen und Orte wie Bellagio und Varenna. Zwischen den Ortschaften verkehren Schiffe; am Ostufer fahren außerdem Züge. Dadurch lässt sich ein Urlaub am Comer See auch ohne Auto organisieren. Entscheidend ist, den passenden Ausgangsort zu wählen.

Dieser Überblick hilft dir bei der Planung: Welche Orte lohnen sich? Wo übernachtet man am besten? Wie funktionieren die Fähren? Und was lässt sich bei einem Tagesausflug von Mailand sinnvoll unternehmen?

Comer See auf einen Blick

  • Italienischer Name: Lago di Como, auch Lario
  • Lage: vollständig in Italien, Region Lombardei
  • Fläche: ungefähr 146 km²
  • Form: ein umgedrehtes Y mit drei langen Seearmen
  • Größere Städte: Como und Lecco an den südlichen Enden
  • Bekannte Ausflugsorte: Bellagio, Varenna, Menaggio und Tremezzina
  • Ohne Auto praktisch: Como, Lecco und Orte mit Bahnhof am Ostufer
  • Für mehrere Ortsbesuche: Unterkünfte rund um die Seemitte
  • Aufenthaltsdauer: ein Tag für einen Ausschnitt, drei bis fünf Tage für mehrere Orte und Ausflüge

Comer See in der Lombardei mit Bergen und Uferlandschaft

Wo liegt der Comer See?

Der Comer See befindet sich nördlich von Mailand und östlich des Luganersees. Obwohl die Schweiz nahe liegt, verläuft keine Staatsgrenze durch den See. Das unterscheidet ihn beispielsweise vom Lago Maggiore.

Die ungewöhnliche Form ist für die Reiseplanung wichtig. Im Südwesten endet der See bei Como, im Südosten bei Lecco. Der nördliche Arm reicht bis in die Gegend von Colico. Bellagio liegt auf der Landspitze zwischen den beiden südlichen Armen.

Eine kurze Entfernung auf der Karte bedeutet deshalb nicht automatisch eine kurze Fahrt. Zwischen gegenüberliegenden Orten liegt Wasser, und die Uferstraßen folgen vielen Kurven. Für manche Verbindungen ist ein Schiff praktischer als ein großer Umweg mit dem Auto.

Welcher Ort am Comer See passt zu deinem Urlaub?

Für den ersten Besuch würde ich den Übernachtungsort nach den geplanten Ausflügen auswählen. Eine Unterkunft mit schönem Seeblick ist wenig praktisch, wenn du jeden Morgen erst eine längere Busfahrt zum nächsten Bahnhof oder Schiffsanleger brauchst.

Ort oder Gebiet Besonders geeignet für Bei der Planung beachten
Como Stadtbesichtigung, Anreise aus Mailand, kurzer Aufenthalt Die Seemitte ist mit normalen Schiffen kein kurzer Abstecher
Varenna Bahnreisende, Ortsbesichtigungen und Schiffsfahrten Treppen, Steigungen und viel Betrieb in der Hauptsaison
Bellagio Aufenthalt mitten am See, Gartenbesuche, Ausflüge per Schiff Kein Bahnhof, häufig höhere Unterkunftspreise
Menaggio und Tremezzina Villen, Gärten und Erkundung des Westufers Anreise und Weiterfahrt mit Bus, Schiff oder Auto
Lecco Stadtleben, Bahnverbindungen und Berglandschaft Andere Ausgangslage als die klassischen Orte der Seemitte
Nördlicher Comer See Camping, Wassersport und längerer Natururlaub Für Ausflüge nach Como größere Entfernungen einplanen

Como: Stadtbesichtigung am südlichen Seeende

Como ist die größte Stadt am See und ein einfacher Ausgangspunkt für einen ersten Besuch. Die Altstadt, der Dom und die Uferpromenade liegen nah beieinander. Geschäfte, Restaurants und Cafés sorgen dafür, dass man auch bei schlechtem Wetter etwas unternehmen kann.

Wer nur einen halben Tag Zeit hat, kann Como mit einem Spaziergang am Wasser verbinden. Bei einem ganzen Tag kommt eine kürzere Schifffahrt oder ein Ausflug nach Brunate infrage. Die Standseilbahn nach Brunate führt auf den Hang oberhalb der Stadt; bei guter Sicht lohnt sich dort ein Spaziergang zu Aussichtspunkten.

Como besitzt mehrere Bahnhöfe. Für Urlauber sind vor allem Como San Giovanni und Como Lago wichtig. Sie liegen nicht am selben Ort und werden von unterschiedlichen Verbindungen bedient. Prüfe bei der Rückfahrt, an welchem Bahnhof dein Zug tatsächlich abfährt.

Bellagio: Gassen und Gärten in der Seemitte

Bellagio liegt dort, wo sich die drei Seearme treffen. Der alte Ortskern zieht sich vom Ufer den Hang hinauf. Es gibt Treppengassen, kleine Geschäfte, Restaurants und Aussichtsmöglichkeiten auf verschiedene Teile des Sees.

Zu den bekannten Ausflugszielen gehören die Gärten der Villa Melzi. Für einen ersten Besuch reichen einige Stunden im Ort. Mit Gartenbesichtigung und einer längeren Mittagspause lässt sich auch ein halber Tag verbringen.

Bellagio ist allerdings kein ruhiger Geheimtipp. In der Hauptsaison kommen viele Tagesgäste mit Schiffen und Ausflugsgruppen. Wer hier übernachtet, erlebt den Ort auch am frühen Morgen und am Abend, wenn weniger Tagesbesucher unterwegs sind.

Varenna: Besonders praktisch mit dem Zug

Varenna am Ostufer verbindet einen kleinen historischen Ortskern mit einer günstigen Verkehrslage. Der Bahnhof Varenna-Esino liegt oberhalb des Ufers. Von dort geht es zu Fuß zum Schiffsanleger und weiter in den Ort.

Bekannt sind die Uferwege, die bunten Häuser und die Villa Monastero mit ihrem Garten. Oberhalb liegt das Castello di Vezio. Der Weg hinauf ist ein eigener Spaziergang mit Steigung und sollte nicht als kurzer, ebener Abstecher eingeplant werden.

Für einen Tagesausflug aus Mailand ist Varenna ein guter Ausgangspunkt: zuerst durch den Ort gehen, anschließend nach Bellagio übersetzen und rechtzeitig zum Zug zurückkehren. Mit großen Koffern oder Kinderwagen sollte man die Wege zwischen Bahnhof, Unterkunft und Anleger vorher genauer ansehen.

Lecco, Mandello del Lario und Lierna

Lecco liegt am Ende des südöstlichen Arms. Die Stadt bietet eine Uferpromenade, Plätze und eine markante Bergkulisse. Sie eignet sich für Reisende, die Stadtbesichtigung und Ausflüge in die Berge miteinander verbinden möchten.

Weiter nördlich liegt Mandello del Lario. Der Ort ist unter anderem durch Moto Guzzi bekannt. Für Urlauber sind außerdem der Seezugang und die Lage an der Bahnstrecke interessant. Ein Museumsbesuch rund um die Motorradgeschichte muss gesondert nach den jeweiligen Öffnungszeiten geplant werden.

Lierna ist kleiner und wird unter anderem wegen des Uferbereichs Riva Bianca besucht. Der Ort kann eine Alternative für Urlauber sein, die nicht direkt in einem der meistbesuchten Zentren wohnen möchten. Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Entfernung zwischen Unterkunft, Bahnhof und Wasser.

Menaggio, Tremezzina und die Villen am Westufer

Menaggio ist ein praktischer Ausgangsort am westlichen Ufer gegenüber von Varenna. Im Zentrum liegen Cafés und Geschäfte; die Promenade eignet sich für einen Spaziergang. Für Ortswechsel in der Seemitte kann man Schiffe und Fähren nutzen.

Südlich davon erstreckt sich Tremezzina mit mehreren bekannten Orten und Villenanlagen. Die Villa Carlotta bei Tremezzo verbindet Kunstsammlung und Garten. Die Villa del Balbianello bei Lenno ist besonders durch ihre Lage auf einer bewaldeten Landzunge bekannt.

Bei Villenbesuchen solltest du immer prüfen, ob das Ticket nur den Garten oder auch die Innenräume umfasst. Eine Führung durch ein Gebäude kann ein zusätzliches Zeitfenster benötigen. Auch der letzte Weg vom Ort zur Villa gehört zur Planung: Nicht jede Anlage liegt unmittelbar am Schiffsanleger.

Öffentliche Schiffe und Autofähren

Die Schifffahrt am Comer See ist ein Verkehrsmittel und zugleich ein Teil des Ausflugs. Vom Wasser lassen sich Villen, Gärten und steile Ufer besser überblicken als von der Straße.

Unterschieden werden normale Personenschiffe, Schnellverbindungen und Fähren mit Fahrzeugtransport. Nicht jede Verbindung nimmt Autos mit. Für die Überfahrt mit dem Wagen muss im Fahrplan ausdrücklich eine entsprechende Fährverbindung vorgesehen sein.

Fähre auf dem Comer See vor der bergigen Uferlandschaft

Die Verbindungen in der Seemitte

Für Urlauber besonders wichtig sind die Verbindungen rund um Bellagio, Varenna, Menaggio und Cadenabbia. Hier kann eine Überfahrt einen längeren Weg entlang der Ufer ersetzen. Welche Anlegestellen eine einzelne Fahrt bedient, steht im jeweiligen Fahrplan.

Wer mehrere Orte besichtigen möchte, sollte das Auto möglichst am Ausgangsort lassen und als Fußpassagier weiterfahren. So entfällt die wiederholte Parkplatzsuche.

Fahrpläne und Tickets richtig lesen

Die Fahrpläne ändern sich saisonal. Achte auf den Gültigkeitszeitraum, Werktage sowie Sonn- und Feiertage. Auch normale Schiffe und Schnellverbindungen müssen auseinandergehalten werden.

Tageskarten gelten für bestimmte Streckenbereiche und nicht automatisch für sämtliche Fahrten auf dem See. Für Schnellverbindungen können Zuschläge notwendig sein. Prüfe den Tarif passend zu deiner geplanten Route.

Mein Planungstipp: Suche zuerst eine passende Rückfahrt. Erst danach legst du fest, wie lange du im letzten Ausflugsort bleiben möchtest. Ein knapp erreichter letzter Anschluss ist besonders mit anschließender Zugfahrt unnötig stressig.

Private Bootstour auf dem Comer See

Eine private Bootsfahrt bietet mehr Spielraum als ein Linienfahrplan. Sie kann interessant sein, wenn ihr als Paar, Familie oder kleine Gruppe eine eigene Route und mehr Zeit auf dem Wasser möchtet.

Vergleiche die tatsächliche Fahrtdauer, den Abfahrtspunkt und die im Preis enthaltenen Leistungen. Eine einstündige Fahrt ab Como zeigt einen anderen Ausschnitt als eine längere Tour in der Seemitte. Auch ein möglicher Badestopp oder eine Besichtigung an Land sollte ausdrücklich im Angebot stehen.

Private Bootsfahrt ab Como

Bei diesem Angebot kannst du eine private Bootstour ab Como prüfen. Achte besonders darauf, ob der angezeigte Preis für die gesamte Gruppe oder pro Person gilt und welche Bedingungen bei schlechtem Wetter vorgesehen sind.

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Tagesausflug von Mailand zum Comer See

Von Mailand lässt sich der See gut als Tagesausflug besuchen. Du solltest aber einen Schwerpunkt setzen. Como, Bellagio, Varenna und Lecco an einem einzigen Tag auf eigene Faust zu verbinden, bedeutet viel Zeit unterwegs und wenig Zeit an den einzelnen Orten.

Variante 1: Como mit kurzer Schifffahrt

Diese Variante passt, wenn du einen unkomplizierten Tag mit Altstadt, Dom, Ufer und etwas Zeit auf dem Wasser möchtest. Du musst nicht bis Bellagio fahren, um den See vom Schiff aus zu erleben.

Variante 2: Varenna und Bellagio

Mit dem Zug nach Varenna, anschließend mit dem Schiff nach Bellagio: Das ist eine sinnvolle Kombination für zwei bekannte Seeorte. Plane am Ende genügend Reserve für den Rückweg zum Bahnhof ein. Ein dritter Ort ist nur dann sinnvoll, wenn die Anschlüsse gut passen und du bewusst auf längere Besichtigungen verzichtest.

Variante 3: Organisierte Tagestour

Eine organisierte Tour nimmt dir einen Teil der Verkehrsplanung ab. Dafür bestimmt der Veranstalter, wie lange du an den einzelnen Stationen bleibst. Vergleiche deshalb die Aufenthaltsdauer vor Ort und nicht nur die Zahl der genannten Reiseziele.

Ausflüge und Aktivitäten am Comer See

Ab Mailand zum Comer See

Für einen Tagesausflug mit organisierter Anreise. Prüfe im aktuellen Reiseverlauf, welche Orte besucht werden und welche Schifffahrt enthalten ist.

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Comer See und Lugano

Dieses Angebot verbindet den Comer See mit Lugano in der Schweiz. Es passt zu Reisenden, die an einem Tag verschiedene Landschaften sehen möchten. Für ausführliche Ortsbesichtigungen bleibt entsprechend weniger Zeit. Gültige Reisedokumente mitnehmen.

Ausflug ab Mailand zum Comer See und nach Lugano vergleichen

Geführte E-Bike-Tour ab Como

Eine Möglichkeit, Como und seine Umgebung mit dem Fahrrad kennenzulernen. Vor der Buchung Strecke, Teilnahmevoraussetzungen und die Sprache der Begleitung beziehungsweise des Audioguides prüfen.

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Anreise mit dem Zug

Die Bahn ist vor allem für Como und das Ostufer praktisch. Von Mailand führen verschiedene Strecken zum See. Fahrzeiten hängen vom Abfahrtsbahnhof, Zugtyp und Zielbahnhof ab.

  • Nach Como: je nach Verbindung ungefähr 40 bis 60 Minuten; auf Como San Giovanni oder Como Lago achten.
  • Nach Lecco: bei vielen Verbindungen ungefähr 40 bis 60 Minuten.
  • Nach Varenna-Esino: ungefähr eine Stunde bis etwas mehr; 30 Minuten sind für diese Strecke keine realistische allgemeine Angabe.

Auch Monza ist je nach Verbindung ein möglicher Einstiegspunkt. Am Ostufer lassen sich unter anderem Mandello del Lario, Lierna und Varenna mit der Bahn erreichen. Nicht jeder Zug hält an jedem Bahnhof.

Bellagio und die Orte am Westufer besitzen keine vergleichbare direkte Bahnanbindung. Dorthin geht es weiter mit Bus oder Schiff. Prüfe deshalb vor der Buchung einer Unterkunft den vollständigen Weg und nicht nur die Entfernung nach Mailand.

Busse, Auto und Parken

Busse ergänzen die Schiffe und sind besonders für Orte ohne Bahnhof wichtig. Sie können auch eine Alternative sein, wenn eine Schiffsverbindung nicht passt. Auf kurvigen Uferstraßen sind Verspätungen durch Verkehr allerdings möglich.

Ein Auto hilft bei Unterkünften am Hang und bei Ausflügen ins Hinterland. Für einen Tag in Bellagio oder Varenna ist es nicht unbedingt ein Vorteil. Enge Straßen, Begegnungsverkehr und wenige zentrale Stellplätze können den Ausflug verlängern.

Wer mit dem Wagen kommt, sollte bei der Unterkunft konkret nach einem eigenen Stellplatz fragen. „Parken in der Nähe“ bedeutet nicht, dass ein Platz reserviert ist. Bei Ferienwohnungen oberhalb des Sees gehören außerdem Zufahrtsbreite und Treppen zum Eingang auf die Prüfliste.

Eine vollständige Seeumrundung würde ich nicht als Standardprogramm empfehlen. Dabei verbringst du viel Zeit im Verkehr. Ein ausgewählter Uferabschnitt mit mehreren Stopps ist meist ergiebiger.

Uferort am Comer See mit Häusern und Bergen

Hotels und Ferienwohnungen: Welche Lage ist sinnvoll?

Für einen kurzen Aufenthalt ohne Auto bieten sich Como, Lecco oder Varenna an. Wer hauptsächlich die Seemitte erkunden möchte, kann auch Bellagio oder Menaggio wählen, muss dann aber die Anreise per Schiff oder Bus einplanen.

Bei einer Ferienwohnung am Hang kann die Aussicht sehr schön sein. Der tägliche Weg zum Wasser oder zum Restaurant ist dafür möglicherweise steil. Auf einer Buchungskarte sieht eine Entfernung von wenigen hundert Metern einfacher aus, als sie zu Fuß tatsächlich ist.

Für längere Aufenthalte sind Einkaufsmöglichkeiten, Waschmaschine, Klimaanlage und ein Balkon oft wichtiger als eine besonders repräsentative Hotelfassade. Bei Sommerreisen hilft es außerdem, Bewertungen zur nächtlichen Lautstärke zu lesen: Die Uferstraße verläuft stellenweise direkt zwischen Häusern und See.

Unterkünfte am Comer See vergleichen

Wähle zuerst den passenden Uferabschnitt und vergleiche anschließend die Unterkünfte. Achte auf den tatsächlichen Fußweg zu Bahnhof oder Anleger, Parkmöglichkeiten und die jeweiligen Stornierungsbedingungen.

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Baden und Strände am Comer See

Am Comer See gibt es öffentliche Badestellen und bewirtschaftete Strandbäder, häufig „Lido“ genannt. Typisch sind Kies, Grasflächen und befestigte Einstiege. Lange Sandstrände sind nicht das prägende Merkmal des Sees.

Für einen Urlaub mit täglichem Baden solltest du die konkrete Badestelle vor der Unterkunftsbuchung prüfen. Ein Hotel „direkt am See“ besitzt nicht automatisch einen geeigneten Zugang ins Wasser.

Zu den bekannten Uferbereichen gehört Riva Bianca in Lierna. Auch im Norden und an verschiedenen Abschnitten des Westufers gibt es Badeplätze. Beachte die örtlichen Hinweise zur Wasserqualität und mögliche Badeverbote. Anleger und Hafeneinfahrten sind keine geeigneten Schwimmstellen.

Wandern und Radfahren

Die Berge am See bieten Wege mit Blick auf das Wasser, aber auch anspruchsvollere Touren. Ein bekannter Wanderweg am Ostufer ist der Sentiero del Viandante. Einzelne Etappen lassen sich mit Bahnfahrten verbinden. Strecke, Höhenmeter und Rückfahrt sollten vorab feststehen.

Für gemütlichere Ausflüge kommen kürzere Uferwege oder Spaziergänge durch Dörfer und Gärten infrage. Es gibt jedoch keinen durchgehenden, überall ebenen Spazierweg um den gesamten Comer See.

Dasselbe gilt für Radtouren: Eine schmale Uferstraße ist nicht automatisch eine entspannte Radstrecke. Wer wenig Erfahrung mit Verkehr und Steigungen hat, sollte eine geeignete Teilroute oder eine geführte Tour wählen. Ein E-Bike erleichtert Anstiege, ersetzt aber keine sichere Fahrtechnik.

Klima und beste Reisezeit

Der See mildert die Temperaturen an den Ufern. In geschützten Gärten wachsen Palmen und andere Pflanzen, die man mit südlicheren Regionen verbindet. Trotzdem herrscht hier kein zuverlässig trockenes Mittelmeerklima: Regen, Gewitter und kühle Wintertage gehören ebenfalls dazu.

Mai, Juni und September sind häufig gute Monate für eine Mischung aus Ortsbesichtigung, Gärten und Wanderungen. Im Juli und August lässt sich der Aufenthalt gut mit Baden verbinden, allerdings sind beliebte Orte und Verkehrsverbindungen stärker ausgelastet.

Im Frühjahr können Gartenbesuche besonders reizvoll sein. Im Herbst hängt viel vom Wetter ab. Im Winter sind Como und Lecco weiterhin als Städte interessant; Schifffahrt, Villen und touristische Betriebe können dann eingeschränkte Angebote haben.

Was kostet ein Urlaub am Comer See?

Der Comer See ist nicht überall ein Luxusreiseziel, aber die bekanntesten Orte können teuer sein. Besonders Seeblickzimmer in zentraler Lage und private Bootstouren treiben das Budget nach oben.

Sparen lässt sich durch die Wahl eines weniger gefragten Ortes, eine Reise außerhalb der stärksten Saison und Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vergleiche dabei den Gesamtaufwand: Eine günstigere Unterkunft kann durch tägliche Transfers und lange Wege weniger attraktiv werden.

Für Restaurants lohnt sich ein Blick in die Seitenstraßen. Einfache Gerichte oder ein Mittagessen abseits der ersten Uferreihe kosten häufig weniger als ein mehrgängiges Essen mit direktem Seeblick. Bei Schifffahrten sollten Tageskarte und einzelne Tickets anhand der tatsächlich geplanten Strecke verglichen werden.

Vorschlag für drei Tage am Comer See

Tag 1: Como und südwestlicher Seeabschnitt

Beginne mit der Altstadt und dem Dom von Como. Danach passen eine kürzere Schifffahrt oder Brunate ins Programm. Beides zusammen ist nur sinnvoll, wenn du früh startest und genügend Zeit hast.

Tag 2: Varenna und Bellagio

Nutze die Schiffe für den Ortswechsel. Entscheide dich zusätzlich für einen Garten oder einen längeren Spaziergang. Menaggio ist eine mögliche Ergänzung, aber kein Pflichtpunkt.

Tag 3: Villen oder Ostufer

Für Kunst und Gärten bieten sich die Villen am Westufer an. Wer lieber kleinere Orte und einen Badeaufenthalt verbinden möchte, kann Lierna oder Mandello del Lario einplanen. Bei Wanderwetter ist auch eine passend ausgewählte Etappe oberhalb des Ostufers möglich.

Häufige Fragen zum Comer See

Reicht ein Tag am Comer See?

Für einen Ausschnitt ja. Como mit einer kurzen Bootsfahrt oder Varenna mit Bellagio sind passende Tagesprogramme. Den gesamten See lernt man an einem Tag nicht sinnvoll kennen.

Kann man den Comer See ohne Auto besuchen?

Ja. Besonders Como, Lecco und Orte mit Bahnhof am Ostufer sind geeignet. Für die Seemitte kommen Schiffe hinzu. Bei Unterkünften ohne Bahnhof oder Anleger sollte der Busfahrplan geprüft werden.

Ist Bellagio oder Varenna besser?

Varenna ist wegen des Bahnhofs besonders praktisch für die Anreise. Bellagio liegt zentral zwischen den Seearmen. Beide Orte sind sehenswert und in der Hauptsaison stark besucht. Für die Unterkunft entscheidet vor allem deine geplante Route.

Ist der Comer See günstiger als der Gardasee?

Ein pauschaler Vergleich hilft wenig. Ort, Saison und Unterkunftsart machen einen großen Unterschied. Vergleiche konkrete Angebote am Comer See und am Gardasee für denselben Zeitraum.

Welche Insel gibt es im Comer See?

Die Isola Comacina liegt vor dem Westufer bei Ossuccio. Sie ist die einzige Insel des Sees und ein zusätzliches Ausflugsziel. Für einen ersten kurzen Aufenthalt würde ich vorher entscheiden, ob dafür andere Besichtigungen entfallen sollen.


Der Comer See ist von Norditalien aus gut erreichbar, besonders über Mailand mit schnellen Zugverbindungen von etwa 30 bis 50 Minuten bis Como oder Varenna – wer seine Anreise vor Ort plant, findet im Artikel zur Anfahrt zum Széchenyi-Bad in Budapest hilfreiche Tipps zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Lage und Orientierung in einer Großstadt.

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