Geheimgänge & Gefängnisse im Dogenpalast: Die dunkle Seite Venedigs

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Der Dogenpalast in Venedig war über Jahrhunderte das politische und juristische Zentrum der Republik Venedig. Während Besucher heute vor allem die prächtigen Säle, Gemälde und die Architektur des Palastes bewundern, verbirgt sich hinter den repräsentativen Räumen eine ganz andere Welt: Gefängniszellen, Verhörräume, schmale Gänge und geheime Bereiche.

Geheimgänge im Dogenpalast besichtigen

Die geheimen Räume gehören nicht zum normalen Rundgang durch alle öffentlich zugänglichen Bereiche des Palastes. Wer speziell Casanovas Gefängnis, historische Verwaltungsräume und verborgene Gänge sehen möchte, sollte eine entsprechende Führung buchen.

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Die Gefängnisse und Geheimgänge des Dogenpalasts gehören deshalb zu den interessantesten Teilen eines Besuchs. Besonders bekannt sind die Bleikammern, in denen Giacomo Casanova gefangen gehalten wurde, die alten Verliese und die berühmte Seufzerbrücke, die den Dogenpalast mit dem später errichteten Gefängnis verbindet.

Auf einen Blick: Gefängnisse & Geheimgänge

  • Ort: Dogenpalast am Markusplatz in Venedig
  • Bekanntester Gefangener: Giacomo Casanova
  • Highlight: Seufzerbrücke von innen
  • Normale Gefängnisse: teilweise im regulären Rundgang enthalten
  • Geheime Bereiche: nur im Rahmen spezieller Führungen zugänglich
  • Zeit einplanen: für den gesamten Dogenpalast mehrere Stunden
  • Tipp: Tickets und Führungen in der Hauptsaison möglichst vorab reservieren

Dogenpalast

Gefängnisse im Dogenpalast: Wo wurden die Gefangenen eingesperrt?

Im Laufe der Geschichte gab es im und neben dem Dogenpalast verschiedene Gefängnisbereiche. Deshalb ist die häufig verwendete Bezeichnung „Gefängnis des Dogenpalasts“ etwas vereinfachend.

Zu den älteren Haftbereichen gehörten die Pozzi im unteren Teil des Palastes sowie die sogenannten Piombi unter dem Dach. Später entstanden auf der anderen Seite des Rio di Palazzo die sogenannten Prigioni Nuove, die neuen Gefängnisse.

Diese wurden durch die Seufzerbrücke mit dem Dogenpalast verbunden. Dadurch konnten Gefangene nach Verhören oder Gerichtsverfahren direkt vom Palast in das Gefängnis gebracht werden.

Wer sich zunächst einen Überblick über das Gebäude verschaffen möchte, findet weitere Informationen in unserem ausführlichen Artikel zum Dogenpalast Venedig. Der Palast liegt unmittelbar am Markusplatz und neben dem Markusdom.

Die Pozzi: dunkle Verliese im Dogenpalast

Die sogenannten Pozzi – auf Deutsch etwa „Brunnen“ – gehörten zu den unangenehmsten Haftbereichen des Palastes. Die Zellen befanden sich im unteren Bereich des Gebäudes und waren entsprechend dunkel und schlecht belüftet.

Die Bezeichnung vermittelt bereits einen Eindruck von der Lage: Die Gefangenen saßen weit entfernt von den prachtvollen Sälen, in denen die politische Elite der Republik Venedig tagte.

Die Zellen waren klein und schlicht. Licht drang nur begrenzt hinein. Für heutige Besucher bilden diese Räume einen starken Kontrast zu den reich dekorierten Staats- und Regierungssälen des Dogenpalasts.

Gerade dieser Gegensatz macht den Rundgang interessant: Innerhalb weniger Minuten wechselt man von monumentalen Gemälden und vergoldeten Decken zu engen Gängen und kargen Gefängnisräumen.

Die Piombi: Gefängnis unter dem Bleidach

Die zweite berühmte Gefängnisanlage waren die Piombi. Der Name leitet sich vom italienischen Wort für Blei ab. Die Räume lagen im oberen Bereich des Dogenpalasts unter dem mit Blei gedeckten Dach.

Die Piombi sind vor allem durch einen ihrer bekanntesten Insassen berühmt geworden: Giacomo Casanova.

Die Bedingungen unterschieden sich von denen in den tief gelegenen Pozzi. Dennoch waren auch diese Räume Gefängniszellen und keineswegs komfortabel. Die Lage unmittelbar unter dem Dach beeinflusste zudem die Temperaturen.

Die Piombi gehören zu den Bereichen, die Besucher vor allem im Rahmen spezieller Rundgänge durch die geheimen Räume des Dogenpalasts kennenlernen können.

Casanova im Dogenpalast: Venedigs berühmtester Gefangener

Kaum ein Name wird so häufig mit den Gefängnissen des Dogenpalasts verbunden wie Giacomo Casanova. Der 1725 in Venedig geborene Schriftsteller und Abenteurer wurde im Jahr 1755 verhaftet.

Die venezianischen Behörden warfen ihm unter anderem Verstöße gegen die damaligen moralischen und religiösen Vorstellungen vor. Casanova wurde in den Bleikammern des Dogenpalasts inhaftiert.

Berühmt wurde jedoch weniger seine Gefangenschaft als seine Flucht.

Casanovas Flucht aus den Bleikammern

Casanova gelang 1756 gemeinsam mit einem Mitgefangenen die Flucht aus dem Dogenpalast. Später beschrieb er die Ereignisse ausführlich in seinen Erinnerungen.

Die Geschichte seiner Flucht trägt bis heute wesentlich zur Bekanntheit der geheimen Bereiche des Palastes bei. Besucher können bei entsprechenden Führungen Räume und Gänge sehen, die mit seiner Gefangenschaft verbunden sind.

Wer sich für Casanova interessiert, sollte deshalb bei der Buchung genau darauf achten, welche Bereiche in der jeweiligen Führung enthalten sind. Nicht jede Führung durch den Dogenpalast umfasst die geheimen Räume.

Geheimgänge im Dogenpalast besichtigen

Die geheimen Räume gehören nicht zum normalen Rundgang durch alle öffentlich zugänglichen Bereiche des Palastes. Wer speziell Casanovas Gefängnis, historische Verwaltungsräume und verborgene Gänge sehen möchte, sollte eine entsprechende Führung buchen.

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Geheimgänge im Dogenpalast

Der Dogenpalast war nicht nur Wohnsitz des Dogen. Er war gleichzeitig Regierungsgebäude, Verwaltungszentrum und Gerichtsort der Republik Venedig. Entsprechend komplex ist das Innere des Gebäudes.

Neben den großen repräsentativen Sälen gab es zahlreiche kleinere Räume, Büros, Treppen und Verbindungsgänge. Einige davon waren für gewöhnliche Besucher des Palastes nicht bestimmt.

Heute werden ausgewählte Bereiche im Rahmen spezieller Führungen gezeigt. Diese Rundgänge vermitteln einen anderen Eindruck vom Dogenpalast als der normale Museumsbesuch.

Statt großer Säle stehen hier die Funktionsräume des venezianischen Staates im Mittelpunkt: Arbeitszimmer, Verwaltungsräume, Bereiche der Justiz sowie die mit Gefangenschaft und Verhören verbundenen Räume.

Secret Itineraries: der geheime Rundgang im Dogenpalast

Besonders bekannt ist der Rundgang, der häufig unter der englischen Bezeichnung Secret Itineraries beziehungsweise als Tour durch die geheimen Wege des Dogenpalasts angeboten wird.

Dabei geht es weniger um die prachtvolle Schauseite des Palastes als um die Räume, in denen die Verwaltung und Justiz der Republik Venedig arbeiteten.

Je nach Führung und aktuellem Zugang können unter anderem folgende Bereiche eine Rolle spielen:

  • historische Verwaltungsräume,
  • kleine Amts- und Arbeitszimmer,
  • Räume der venezianischen Justiz,
  • enge Treppen und Verbindungsgänge,
  • Bereiche der ehemaligen Gefängnisse,
  • Räume im Zusammenhang mit Casanovas Gefangenschaft.

Für geschichtlich interessierte Besucher ist diese Art von Führung besonders interessant, da sie erklärt, wie die Republik Venedig hinter den Kulissen funktionierte.

Lohnt sich die Secret-Itineraries-Tour?

Wer lediglich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Dogenpalasts sehen möchte, kommt auch mit einem normalen Eintritt weit. Die großen Säle, bedeutenden Kunstwerke und Teile der Gefängnisanlage bieten bereits einen umfangreichen Einblick.

Eine Führung durch die geheimen Bereiche lohnt sich vor allem für Besucher, die sich für venezianische Geschichte, Casanova, Justiz und die politischen Strukturen der Republik Venedig interessieren.

Auch für Reisende, die den Dogenpalast bereits einmal besucht haben, kann eine solche Führung interessant sein, da sie einen anderen Schwerpunkt setzt.

Die Seufzerbrücke von innen

Einer der bekanntesten Momente beim Rundgang durch die Gefängnisbereiche ist der Weg über die Seufzerbrücke.

Von außen gehört sie zu den meistfotografierten Brücken Venedigs. Von innen wirkt sie vollkommen anders. Die Brücke ist ein geschlossener Verbindungsgang zwischen dem Dogenpalast und dem Gefängnistrakt auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals.

Durch die kleinen vergitterten Öffnungen kann man auf den Rio di Palazzo und Teile Venedigs blicken.

Der romantische Name der Brücke entstand aus der Vorstellung, Gefangene hätten hier auf dem Weg in ihre Zellen einen letzten Blick auf Venedig geworfen und dabei geseufzt. Diese Erzählung gehört heute fest zur Geschichte der Sehenswürdigkeit, auch wenn sie teilweise romantisiert wurde.

Alte und neue Gefängnisse: ein wichtiger Unterschied

Für Besucher ist es hilfreich, zwischen den verschiedenen Gefängnisbereichen zu unterscheiden.

Gefängnisse im Dogenpalast

Die älteren Haftbereiche wie Pozzi und Piombi befanden sich innerhalb des Palastkomplexes. Sie stammen aus einer Zeit, in der Gefangene noch direkt im Regierungs- und Justizzentrum untergebracht wurden.

Prigioni Nuove

Später errichtete Venedig ein größeres Gefängnisgebäude auf der anderen Seite des Rio di Palazzo. Diese Prigioni Nuove wurden über die Seufzerbrücke mit dem Dogenpalast verbunden.

Dadurch entstand ein direkter Weg zwischen den Gerichtsräumen und den Gefängniszellen, ohne dass die Gefangenen durch öffentliche Straßen geführt werden mussten.

Wie funktionierte die Justiz der Republik Venedig?

Die Republik Venedig verfügte über ein komplexes politisches und juristisches System. Der Dogenpalast war dabei einer der wichtigsten Schauplätze.

Hier befanden sich nicht nur die Räume des Dogen und der politischen Institutionen, sondern auch Bereiche, in denen Ermittlungen, Verhöre und Gerichtsverfahren stattfanden.

Besonders bekannt ist der Rat der Zehn, ein mächtiges politisches Organ, das sich unter anderem mit Fragen der Staatssicherheit beschäftigte.

Die geheimen Räume des Dogenpalasts zeigen deshalb einen Teil Venedigs, der bei einem Spaziergang über den Markusplatz kaum sichtbar wird. Die Republik war nicht nur eine bedeutende Handelsmacht, sondern verfügte auch über eine umfangreiche Verwaltung und staatliche Kontrollmechanismen.

Normales Ticket oder Führung durch die Geheimgänge?

Welche Eintrittskarte sinnvoll ist, hängt davon ab, was du sehen möchtest.

Normales Dogenpalast-Ticket

Für den ersten Besuch reicht vielen Touristen das reguläre Ticket. Damit sieht man die wichtigsten repräsentativen Bereiche des Palastes und kann auch durch Teile des Gefängniskomplexes gehen.

Zu den Höhepunkten gehören die großen Säle, die Kunstwerke, die politischen Räume sowie der Übergang in Richtung der Gefängnisse.

Spezialführung durch die geheimen Bereiche

Wer sich besonders für Casanova und die weniger bekannten Räume des Palastes interessiert, sollte eine spezielle Führung wählen. Der Zugang zu diesen Bereichen ist eingeschränkt und nicht Bestandteil jedes normalen Eintrittstickets.

Vor der Buchung sollte man deshalb die Leistungsbeschreibung des jeweiligen Tickets genau lesen.

Dogenpalast Tickets & Führungen

Für den Dogenpalast werden einfache Eintrittskarten sowie unterschiedliche Führungen angeboten. Besonders während der Hauptreisezeit kann eine Reservierung vor der Anreise sinnvoll sein.

Dogenpalast-Tickets bei GetYourGuide ansehen

Wie viel Zeit sollte man für den Dogenpalast einplanen?

Wer den Dogenpalast einschließlich der Gefängnisse ohne großen Zeitdruck besuchen möchte, sollte mehrere Stunden einplanen. Die tatsächliche Dauer hängt stark davon ab, wie intensiv man sich mit den Sälen, Gemälden und historischen Informationen beschäftigt.

Bei einer zusätzlichen Führung durch geheime Bereiche verlängert sich der Aufenthalt entsprechend.

Für einen Besuch am selben Tag lassen sich der Dogenpalast, der Markusdom und der Campanile von Venedig gut miteinander kombinieren. Alle drei Sehenswürdigkeiten liegen unmittelbar am Markusplatz.

Beste Besuchszeit

Der Dogenpalast gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Venedigs und kann entsprechend gut besucht sein. Besonders zwischen dem späten Vormittag und Nachmittag ist mit vielen Besuchern zu rechnen.

Wer möglichst ruhig durch den Palast gehen möchte, sollte nach Möglichkeit einen frühen Termin wählen. Auch außerhalb der Hauptreisezeit ist ein Besuch meist angenehmer als an stark frequentierten Tagen im Sommer.

Bei Führungen durch die geheimen Bereiche ist die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Hier ist eine frühzeitige Buchung besonders sinnvoll, wenn der Reisetermin bereits feststeht.

Ist der Rundgang für Kinder geeignet?

Für ältere Kinder und Jugendliche kann die Geschichte der Gefängnisse, der Seufzerbrücke und Casanovas Flucht deutlich interessanter sein als ein reiner Rundgang durch Kunst- und Prunksäle.

Bei kleineren Kindern sollte man dagegen berücksichtigen, dass der Dogenpalast groß ist und ein ausführlicher Besuch einige Zeit dauert. Auch enge Treppen und kleinere Räume können bei speziellen Führungen eine Rolle spielen.

Familien sollten daher vor der Buchung einer Spezialführung prüfen, ob Altersbeschränkungen oder besondere Hinweise des jeweiligen Veranstalters gelten.

Hinweise für Besucher mit eingeschränkter Mobilität

Der reguläre Museumsbereich und spezielle historische Rundgänge sind nicht in jedem Fall gleich gut zugänglich. Gerade geheime Bereiche können enge Treppen, schmale Durchgänge und historische Raumstrukturen aufweisen.

Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist oder Schwierigkeiten beim Treppensteigen hat, sollte deshalb vor der Buchung prüfen, welche Teile der gewünschten Tour zugänglich sind.

Anreise zum Dogenpalast und zu den Gefängnissen

Der Zugang zu den Gefängnissen erfolgt über den Dogenpalast am Markusplatz. Einen separaten Eingang für Touristen direkt am Gefängnis gibt es nicht.

Zu Fuß

Wer bereits im Zentrum von Venedig unterwegs ist, erreicht den Markusplatz problemlos zu Fuß. Von der Rialtobrücke benötigt man je nach Route ungefähr 10 bis 15 Minuten.

Informationen zur Rialtobrücke findest du unter Rialtobrücke Venedig.

Mit dem Vaporetto

Für Besucher aus anderen Stadtteilen oder von den Inseln ist das Vaporetto meist die einfachste Möglichkeit. In der Umgebung des Markusplatzes befinden sich mehrere Haltestellen, darunter San Marco Vallaresso und San Zaccaria.

Was kann man in der Umgebung noch sehen?

Der große Vorteil des Dogenpalasts ist seine zentrale Lage. Mehrere der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Venedigs befinden sich nur wenige Schritte entfernt.

Direkt daneben steht der Markusdom. Auf dem Markusplatz befinden sich außerdem der Campanile und das Museo Correr.

Wer anschließend Richtung Rialto läuft, erreicht zahlreiche Gassen, Kanäle und Einkaufsstraßen. Für einen etwas anderen Blick auf den Markusplatz lohnt sich auch die Fahrt zur Insel San Giorgio Maggiore.

Hotels nahe Dogenpalast und Markusplatz

Eine Unterkunft rund um San Marco ist besonders praktisch für Besucher, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten früh morgens oder am Abend erleben möchten. Allerdings gehört die Gegend rund um den Markusplatz zu den touristischsten Bereichen Venedigs.

Wer etwas ruhiger wohnen möchte, kann auch Unterkünfte in anderen Stadtteilen wählen und mit dem Vaporetto nach San Marco fahren.

Häufige Fragen zu den Gefängnissen im Dogenpalast

Kann man das Gefängnis im Dogenpalast besichtigen?

Ja. Teile der historischen Gefängnisanlage gehören zum Besucherbereich des Dogenpalasts. Bestimmte geheime Räume und Bereiche sind jedoch nur mit speziellen Führungen zugänglich.

Kann man Casanovas Gefängniszelle sehen?

Die mit Casanovas Gefangenschaft verbundenen Bereiche gehören zu den Höhepunkten spezieller Führungen durch die geheimen Räume des Dogenpalasts. Bei einem normalen Ticket sollte man nicht davon ausgehen, dass sämtliche dieser Bereiche zugänglich sind.

Geht man beim Besuch über die Seufzerbrücke?

Beim Rundgang durch die entsprechenden Gefängnisbereiche kann man die Seufzerbrücke von innen durchqueren. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, die weltberühmte Brücke nicht nur von außen zu sehen.

Sind die Geheimgänge im normalen Ticket enthalten?

Nicht alle. Für bestimmte geheime Räume und historische Bereiche ist eine spezielle Führung erforderlich. Deshalb sollte man beim Ticketkauf darauf achten, ob ausdrücklich geheime Bereiche beziehungsweise Secret Itineraries genannt werden.

Wo befindet sich der Eingang zu den Gefängnissen?

Touristen betreten die Gefängnisbereiche über den Dogenpalast. Das Gefängnis wird im Rahmen des Rundgangs erreicht; ein separater touristischer Gefängniseingang ist nicht notwendig.

Warum heißt die Seufzerbrücke so?

Der Name wird traditionell mit den Gefangenen in Verbindung gebracht, die beim Überqueren der Brücke einen Blick nach draußen werfen konnten. Die heute verbreitete romantische Geschichte vom letzten Seufzer vor der Gefangenschaft entstand allerdings erst später.

Fazit: Lohnt sich der Besuch der Gefängnisse und Geheimgänge?

Die Gefängnisse und Geheimgänge des Dogenpalasts zeigen eine Seite Venedigs, die sich deutlich von Markusplatz, Gondeln und prächtigen Kirchen unterscheidet. Hier wird sichtbar, dass der Dogenpalast nicht nur ein repräsentativer Regierungssitz war, sondern auch ein Zentrum der venezianischen Verwaltung und Justiz.

Schon beim normalen Rundgang sind die Gefängnisse und die Seufzerbrücke interessante Höhepunkte. Wer sich intensiver für die Geschichte der Republik Venedig oder für Casanova und seine Flucht interessiert, sollte eine Führung durch die geheimen Bereiche in Betracht ziehen.

Besonders interessant ist der Kontrast innerhalb des Gebäudes: Auf die monumentalen Regierungssäle folgen schmale Gänge, schlichte Räume und Gefängniszellen. Dadurch gehört der Dogenpalast zu den vielseitigsten historischen Sehenswürdigkeiten Venedigs.

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