Die längsten Tunnel Italiens 2026: Straße, Bahn und neue Basistunnel

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Italien gehört zu den Ländern Europas mit besonders vielen Tunneln. Der Grund ist offensichtlich: Die Alpen bilden im Norden eine gewaltige natürliche Barriere, während sich der Apennin über fast die gesamte italienische Halbinsel zieht. Straßen und Eisenbahnlinien müssen deshalb immer wieder durch Berge geführt werden.Einige der längsten Tunnel mit italienischer Beteiligung verbinden Italien direkt mit Frankreich oder Österreich. Andere liegen vollständig innerhalb Italiens und ermöglichen schnelle Bahn- oder Straßenverbindungen zwischen Regionen, die früher nur über kurvenreiche Gebirgsstrecken erreichbar waren.Bei der Frage nach dem längsten Tunnel Italiens muss man allerdings genau unterscheiden. Der Gotthard-Basistunnel wird häufig in diesem Zusammenhang genannt, liegt aber vollständig in der Schweiz. Er ist für den Bahnverkehr zwischen Italien und Mitteleuropa sehr wichtig, gehört geografisch jedoch nicht zu Italien.

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Außerdem befinden sich derzeit zwei außergewöhnlich lange grenzüberschreitende Eisenbahntunnel im Bau: der Brenner-Basistunnel zwischen Italien und Österreich sowie der Mont-Cenis-Basistunnel zwischen Italien und Frankreich. Der Brenner-Basistunnel soll nach Fertigstellung zusammen mit der bestehenden Umfahrung Innsbruck eine unterirdische Eisenbahnverbindung von 64 Kilometern bilden.

In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten und längsten Tunnel Italiens, unterscheiden zwischen Straßen- und Eisenbahntunneln und zeigen, welche Tunnel für Urlauber tatsächlich relevant sind.

Kurze Antwort: Welcher ist der längste Tunnel Italiens?

Eine einzige Antwort ist nicht sinnvoll, weil bestehende und im Bau befindliche Tunnel sowie Straßen- und Eisenbahntunnel unterschieden werden müssen.

  • Längster bestehender grenzüberschreitender Straßentunnel mit italienischem Portal: Fréjus-Straßentunnel, rund 12,9 km.
  • Langer bestehender Eisenbahntunnel vollständig in Italien: Grande Galleria dell’Appennino auf der Strecke Bologna–Florenz, rund 18,5 km.
  • Längster Tunnel mit italienischer Beteiligung im Bau: Brenner-Basistunnel; die eigentliche Verbindung Innsbruck–Franzensfeste ist rund 55 km lang, zusammen mit der Umfahrung Innsbruck entsteht eine 64 km lange unterirdische Eisenbahnverbindung.

Der Gotthard-Basistunnel gehört nicht zu Italien. Seine 57 Kilometer liegen vollständig in der Schweiz, auch wenn viele Züge zwischen Italien und der Schweiz durch ihn fahren.

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Die wichtigsten langen Tunnel Italiens im Überblick

Eine exakte gemeinsame Top-10-Rangliste ist problematisch, weil ein Straßentunnel nicht direkt mit einem Eisenbahntunnel verglichen werden sollte und mehrere der längsten Projekte noch nicht in Betrieb sind.

Für Reisende ist folgende Übersicht deshalb sinnvoller:

Tunnel Länge ca. Typ Status 2026 Verbindung
Brenner-Basistunnel 55 km / 64 km mit Umfahrung Innsbruck Bahn im Bau Italien – Österreich
Mont-Cenis-Basistunnel 57,5 km Bahn im Bau Italien – Frankreich
Grande Galleria dell’Appennino ca. 18,5 km Bahn in Betrieb Bologna – Florenz
Fréjus-Eisenbahntunnel ca. 13,7 km Bahn in Betrieb Italien – Frankreich
Fréjus-Straßentunnel 12,87 km Straße in Betrieb Italien – Frankreich
Mont-Blanc-Tunnel 11,6 km Straße in Betrieb Italien – Frankreich
Gran-Sasso-Tunnel ca. 10,2 km Straße in Betrieb Abruzzen

Wichtig ist vor allem die Trennung zwischen bestehenden Tunneln und zukünftigen Basistunneln. Der Brenner- und der Mont-Cenis-Basistunnel sind 2026 noch Baustellen und dürfen nicht mit bereits benutzbaren Strecken in eine gemeinsame Rangliste gestellt werden.

Der Gotthard-Basistunnel liegt nicht in Italien

Der Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang und derzeit der längste Eisenbahntunnel der Welt. Er wurde 2016 eröffnet.

Für Italien ist er verkehrlich ausgesprochen wichtig. Züge aus Mailand und anderen norditalienischen Städten nutzen die Gotthardachse auf dem Weg nach Zürich, Basel und weiter Richtung Deutschland.

Geografisch ist die Sache jedoch eindeutig: Der gesamte Gotthard-Basistunnel liegt in der Schweiz.

Deshalb sollte man ihn nicht als längsten Tunnel Italiens bezeichnen.

Das wäre ungefähr so, als würde man einen österreichischen Autobahntunnel zu Italien zählen, nur weil die Autobahn anschließend nach Italien führt.

Warum wird der Gotthard trotzdem oft mit Italien verbunden?

Der Grund ist seine enorme Bedeutung für den Nord-Süd-Verkehr.

Die Gotthardroute gehört zu den wichtigsten Bahnverbindungen zwischen Italien, der Schweiz und Nordeuropa. Reisende von Mailand nach Zürich fahren heute durch den Basistunnel, ohne die alte hoch gelegene Gotthardstrecke benutzen zu müssen.

Für einen Artikel über Verkehr zwischen Italien und Mitteleuropa gehört der Gotthard deshalb unbedingt dazu. Für eine geografische Rangliste italienischer Tunnel jedoch nicht.

Brenner-Basistunnel – Italiens wichtigstes neues Tunnelprojekt

Der Brenner-Basistunnel ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas.

Er entsteht unter dem Brenner zwischen Franzensfeste in Südtirol und Innsbruck in Österreich.

Die eigentlichen Haupttunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste sind ungefähr 55 Kilometer lang. Gemeinsam mit der bereits bestehenden unterirdischen Umfahrung von Innsbruck entsteht eine durchgehende unterirdische Eisenbahnverbindung von rund 64 Kilometern.

Nach Angaben der Projektgesellschaft soll diese 64 Kilometer lange Verbindung nach Fertigstellung die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt sein.

Status des Brenner-Basistunnels 2026

Der Tunnel ist noch nicht für den regulären Bahnverkehr geöffnet.

Die Bauarbeiten sind weit fortgeschritten. Nach Angaben der Projektgesellschaft waren Ende 2025 etwa 90 Prozent der Ausbrucharbeiten abgeschlossen.

Die Inbetriebnahme wird derzeit für Anfang 2032 erwartet.

Für Urlauber bedeutet das: Wer 2026 mit dem Zug von Deutschland oder Österreich nach Italien fährt, nutzt weiterhin die bestehende Brennerbahn über den Brennerpass.

Warum wird der Brenner-Basistunnel gebaut?

Die historische Brennerstrecke führt über den Pass und besitzt vergleichsweise starke Steigungen.

Das ist besonders für schwere Güterzüge ungünstig.

Ein Basistunnel verläuft dagegen wesentlich tiefer durch das Gebirge. Die neue Strecke besitzt deutlich geringere Steigungen.

Dadurch sollen:

  • schwerere Güterzüge möglich werden,
  • mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden,
  • Fahrzeiten sinken,
  • die bestehende Brennerbahn entlastet werden,
  • Lärm und Straßenverkehr im Alpenraum reduziert werden.

Was ist eigentlich ein Basistunnel?

Der Begriff Basistunnel beschreibt einen Tunnel, der möglichst tief beziehungsweise weit unten durch ein Gebirge geführt wird.

Ältere Eisenbahnstrecken folgen häufig zunächst langen Tälern hinauf zu einem hoch gelegenen Pass. Erst kurz unterhalb der Passhöhe durchquert ein vergleichsweise kurzer Scheiteltunnel den Berg.

Bei einem Basistunnel beginnt die unterirdische Strecke dagegen bereits viel tiefer im Tal.

Vorteile eines Basistunnels

  • geringere Steigungen,
  • höhere mögliche Geschwindigkeiten,
  • weniger Energieverbrauch,
  • schwerere Güterzüge,
  • weniger Abhängigkeit von hoch gelegenen Gebirgsstrecken,
  • kürzere Fahrzeiten.

Der Nachteil sind enorme Baukosten und sehr lange Bauzeiten.

Brenner, Gotthard, Lötschberg und zukünftig Mont Cenis gehören zu den bekanntesten europäischen Beispielen.

Mont-Cenis-Basistunnel – 57,5 Kilometer zwischen Italien und Frankreich

Ein zweites außergewöhnliches Tunnelprojekt mit italienischer Beteiligung entsteht zwischen Turin und Lyon.

Das wichtigste Bauwerk der neuen Bahnverbindung ist der Mont-Cenis-Basistunnel.

Er soll ungefähr 57,5 Kilometer lang werden und aus zwei parallel verlaufenden Eisenbahnröhren bestehen.

Die Strecke verläuft zwischen dem Susatal auf italienischer Seite und dem Maurienne-Tal in Frankreich.

Noch nicht geöffnet

Auch dieser Tunnel befindet sich 2026 weiterhin im Bau.

Die Projektgesellschaft TELT bezeichnet ihn als Kernstück des neuen grenzüberschreitenden Eisenbahnabschnitts Lyon–Turin.

Der Tunnel soll Personen- und Güterverkehr aufnehmen.

Bedeutung für Turin und Norditalien

Für Nordwestitalien ist das Projekt von großer strategischer Bedeutung.

Heute sind die Bahnverbindungen zwischen Italien und Frankreich über die Westalpen wesentlich langsamer als viele Verbindungen Richtung Schweiz oder Österreich.

Die neue Strecke soll Turin besser mit Lyon und dem französischen Hochgeschwindigkeitsnetz verbinden.

Fréjus-Straßentunnel – längster großer Straßentunnel mit italienischem Portal

Für Autofahrer ist der Fréjus-Tunnel besonders wichtig.

Der Straßentunnel verbindet Bardonecchia im Piemont mit Modane in Frankreich.

Er ist ungefähr 12,87 Kilometer lang und damit länger als der Mont-Blanc-Straßentunnel.

Wer also nach dem längsten großen grenzüberschreitenden Straßentunnel Italiens fragt, erhält als Antwort Fréjus und nicht Mont Blanc.

Neue zweite Röhre seit 2025

Beim Fréjus-Tunnel hat sich vor kurzem etwas Grundlegendes geändert.

Am 1. August 2025 wurde die zweite Tunnelröhre für den Verkehr geöffnet.

Seitdem wird jede Röhre nur noch in eine Fahrtrichtung benutzt. Dadurch entfällt der frühere Gegenverkehr in einer einzigen Tunnelröhre.

Die Betreiber betonen, dass die zweite Röhre vor allem der Sicherheit dient und nicht dazu gebaut wurde, die Verkehrskapazität stark zu erhöhen.

Wer nutzt den Fréjus-Tunnel?

Der Tunnel ist wichtig für:

  • Verkehr zwischen Turin und Frankreich,
  • Urlauber Richtung Lyon oder französische Alpen,
  • Güterverkehr,
  • Transitverkehr zwischen Italien und Westeuropa.

Auf italienischer Seite erreicht man den Tunnel über die Autobahn A32 Richtung Bardonecchia.

Mont-Blanc-Tunnel – 11,6 Kilometer

Der Mont-Blanc-Tunnel gehört zu den berühmtesten Straßentunneln Europas.

Er verbindet Courmayeur im italienischen Aostatal mit Chamonix auf französischer Seite.

Der Tunnel ist ungefähr 11,6 Kilometer lang.

Damit ist er etwas kürzer als der Fréjus-Straßentunnel.

Eine einzige Röhre

Der Mont-Blanc-Tunnel besteht weiterhin aus einer einzigen Verkehrsröhre mit Gegenverkehr.

Deshalb gelten strenge Regeln für Geschwindigkeit und Sicherheitsabstände.

Die Betreiber geben für eine normale Durchfahrt ungefähr zwölf Minuten bei 60 km/h an.

Für welche Reisen ist der Mont-Blanc-Tunnel interessant?

Der Tunnel ist besonders praktisch für Fahrten zwischen:

  • Aostatal und Chamonix,
  • Nordwestitalien und Genf,
  • Italien und Teilen Frankreichs,
  • Courmayeur und französischen Alpenorten.

Für Fahrten aus Turin Richtung Lyon ist dagegen der Fréjus-Tunnel häufig die logischere Route.

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Fréjus oder Mont Blanc – welcher Tunnel ist länger?

Der Fréjus-Straßentunnel ist länger.

Tunnel Länge Verbindung
Fréjus 12,87 km Bardonecchia – Modane
Mont Blanc 11,6 km Courmayeur – Chamonix

Der Unterschied beträgt etwas mehr als einen Kilometer.

Grande Galleria dell’Appennino – fast 19 Kilometer Eisenbahntunnel

Auch innerhalb Italiens gibt es sehr lange Eisenbahntunnel.

Besonders bekannt ist die Grande Galleria dell’Appennino zwischen Bologna und Florenz.

Sie wurde 1934 mit der damaligen Direttissima Bologna–Florenz eröffnet und ist ungefähr 18,5 Kilometer lang.

Rete Ferroviaria Italiana bezeichnet sie als ein Schlüsselbauwerk der historischen schnellen Nord-Süd-Verbindung.

Eine ungewöhnliche unterirdische Station

Eine Besonderheit befindet sich ungefähr in der Mitte des Tunnels.

Dort wurde die unterirdische Station Precedenze angelegt.

Sie sollte früher ermöglichen, dass langsamere Züge von schnelleren Zügen überholt werden konnten.

Der Personenverkehr an dieser Station wurde später eingestellt.

Auch heute noch wichtig

Obwohl inzwischen eine moderne Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bologna und Florenz existiert, wird die ältere Direttissima weiterhin für Regional- und Güterverkehr genutzt.

Damit ist die Grande Galleria dell’Appennino keineswegs nur ein historisches Denkmal.

Hochgeschwindigkeitsstrecke Bologna–Florenz: fast nur Tunnel

Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bologna und Florenz zeigt besonders deutlich, warum Italien so viele Tunnel benötigt.

Die Strecke durchquert den Apennin weitgehend unterirdisch.

Für Reisende im Frecciarossa oder Italo bedeutet das: Auf einem großen Teil der Fahrt sieht man draußen relativ wenig, weil sich der Zug über lange Abschnitte in Tunneln befindet.

Das ermöglicht jedoch sehr kurze Reisezeiten zwischen Nord- und Mittelitalien.

Gran-Sasso-Tunnel – rund 10,2 Kilometer unter dem Apennin

Der Gran-Sasso-Tunnel liegt in den Abruzzen und gehört zu den längsten Straßentunneln vollständig innerhalb Italiens.

Die beiden Tunnelröhren sind jeweils etwas mehr als zehn Kilometer lang.

Sie führen die Autobahn A24 durch das Gran-Sasso-Massiv.

Labor unter dem Berg

Der Gran-Sasso-Tunnel ist auch aus wissenschaftlicher Sicht interessant.

In der Nähe befinden sich die unterirdischen Laboratorien des Laboratori Nazionali del Gran Sasso.

Die enorme Gesteinsmasse über den Laboren schützt empfindliche Experimente vor einem großen Teil der kosmischen Strahlung.

Dadurch ist der Gran Sasso nicht nur ein wichtiges Verkehrsprojekt, sondern auch ein bedeutender Forschungsstandort.

Warum gibt es in Italien so viele Tunnel?

Der Hauptgrund ist die Geografie.

Alpen im Norden

Die Alpen trennen Italien von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien.

Historisch führten Verkehrswege über hohe Pässe. Moderne Straßen und Bahnlinien können diese Steigungen teilweise durch Tunnel vermeiden.

Apennin durch ganz Italien

Der Apennin zieht sich über mehr als tausend Kilometer durch die italienische Halbinsel.

Dadurch müssen auch zahlreiche inneritalienische Verbindungen Berge überwinden.

Besonders deutlich ist das zwischen:

  • Bologna und Florenz,
  • Adriaküste und Rom,
  • Ligurien und Po-Ebene,
  • Toskana und Emilia-Romagna.

Steile Küsten

Auch entlang verschiedener Küstenabschnitte sind Tunnel notwendig.

In Ligurien liegen Autobahn und Eisenbahn häufig zwischen Meer und steilen Bergen.

Deshalb wechseln sich dort Tunnel und Viadukte teilweise in kurzen Abständen ab.

Straßentunnel in Ligurien

Wer mit dem Auto durch Ligurien fährt, bekommt schnell den Eindruck, ständig in einem Tunnel zu sein.

Besonders auf den Autobahnen A10, A12 und A26 gibt es zahlreiche Tunnel.

Viele sind für sich genommen nicht außergewöhnlich lang. In der Summe prägen sie die Fahrt jedoch stark.

Das liegt an der schmalen Küstenlandschaft: Zwischen Mittelmeer und Bergen ist oft kaum Platz für breite Verkehrsachsen.

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Autofahren durch lange Tunnel – praktische Tipps

Eine Fahrt durch einen zwölf Kilometer langen Alpentunnel unterscheidet sich deutlich von einem kurzen Stadttunnel.

Man befindet sich zehn Minuten oder länger vollständig unter einem Berg.

Geschwindigkeit einhalten

In großen Alpentunneln gelten klare Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Kontrollen sind üblich. Die Regeln dienen nicht nur dem normalen Verkehrsfluss, sondern sind ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts.

Sicherheitsabstand beachten

Besonders wichtig ist ein großer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Bei einem Unfall oder Brand kann ausreichender Abstand entscheidend sein.

Nicht unnötig anhalten

Ohne Not sollte man in einem Tunnel niemals anhalten.

Bei einer Panne sind Nothaltebereiche beziehungsweise entsprechende Sicherheitseinrichtungen zu benutzen.

Radio und Beschilderung beachten

Große internationale Straßentunnel verfügen über umfangreiche Überwachungs- und Sicherheitssysteme.

Bei einem Zwischenfall sollte man Anweisungen über Schilder, Lautsprecher oder Radio unbedingt beachten.

Sind Mont-Blanc- und Fréjus-Tunnel mautpflichtig?

Ja. Beide großen Straßentunnel zwischen Italien und Frankreich sind mautpflichtig.

Die Preise unterscheiden sich nach Fahrzeugklasse und können sich regelmäßig ändern.

Für Hin- und Rückfahrt gibt es je nach Tarifstruktur besondere Angebote beziehungsweise unterschiedliche Gültigkeitsregeln.

Da sich die Gebühren ändern können, sollte man die aktuellen Preise unmittelbar vor der Fahrt beim jeweiligen Betreiber prüfen.

Wartezeiten an den Alpentunneln

Während normaler Reisezeiten kann die Durchfahrt relativ unkompliziert sein.

Anders sieht es an stark frequentierten Urlaubstagen aus.

Besonders problematisch können sein:

  • Samstage in der Ferienzeit,
  • Beginn und Ende großer Ferienperioden,
  • Feiertage,
  • Wintersport-Wochenenden,
  • Baustellen und Wartungsarbeiten.

Bei langen Alpentunneln können geplante Wartungsarbeiten zudem Nacht- oder Vollsperrungen erforderlich machen.

Mont-Blanc-Tunnel und regelmäßige Sperrungen

Beim Mont-Blanc-Tunnel sind Wartungsarbeiten ein wichtiges Thema.

Die Infrastruktur stammt aus den 1960er-Jahren und wird laufend erneuert.

In den vergangenen Jahren gab es deshalb auch längere geplante Sperrungen.

Wer eine Reise über diese Route plant, sollte vor der Abfahrt unbedingt den aktuellen Betriebsstatus kontrollieren.

Als mögliche Alternative kommt je nach Start und Ziel der Fréjus-Tunnel infrage.

Welche Tunnel benutzen Reisende mit der Bahn?

Im Zug nimmt man Tunnel wesentlich weniger bewusst wahr als im Auto.

Auf mehreren Hauptstrecken fahren Fernzüge jedoch durch lange Tunnel.

Mailand – Zürich

Auf der Gotthardroute benutzen Züge den Gotthard-Basistunnel in der Schweiz.

Der Tunnel gehört zwar nicht zu Italien, ist aber für internationale Bahnreisen aus Norditalien ausgesprochen wichtig.

Bozen – Innsbruck – München

Heute fahren Züge noch über die historische Brennerbahn.

Nach Eröffnung des Brenner-Basistunnels wird ein großer Teil des Fern- und Güterverkehrs durch die neue unterirdische Strecke geführt.

Bologna – Florenz

Die schnelle Verbindung durch den Apennin verläuft über lange Abschnitte in Tunneln.

Dadurch benötigen Hochgeschwindigkeitszüge nur einen Bruchteil der Zeit früherer Bahnverbindungen.

Was wird der längste Eisenbahntunnel der Welt sein?

Aktuell hält der Gotthard-Basistunnel mit rund 57 Kilometern den Weltrekord unter den in Betrieb befindlichen Eisenbahntunneln.

Nach Fertigstellung des Brenner-Projekts soll sich die Situation ändern.

Die eigentliche Brenner-Basistunnelstrecke zwischen Innsbruck und Franzensfeste ist ungefähr 55 Kilometer lang. Zusammen mit der bereits vorhandenen Umfahrung Innsbruck ergibt sich jedoch eine unterirdische Bahnverbindung von 64 Kilometern.

Genau diese 64 Kilometer werden von der Projektgesellschaft als zukünftige längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt bezeichnet.

Warum die Angabe „Brenner-Basistunnel 64 km“ erklärungsbedürftig ist

In Medien findet man sowohl 55 Kilometer als auch 64 Kilometer.

Beide Angaben können korrekt sein, beschreiben aber nicht exakt dasselbe.

  • ca. 55 km: eigentlicher Brenner-Basistunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste.
  • ca. 64 km: durchgehende unterirdische Verbindung einschließlich der bestehenden Umfahrung Innsbruck.

Für einen sachlichen Reiseführer sollte dieser Unterschied erwähnt werden.

Längste Tunnel mit Italien-Bezug im Vergleich

Tunnel Länge ca. Land / Länder 2026 nutzbar?
Gotthard-Basistunnel 57 km Schweiz Ja
Mont-Cenis-Basistunnel 57,5 km Italien / Frankreich Nein, im Bau
Brenner-Basistunnel 55 km; 64 km mit Umfahrung Innsbruck Italien / Österreich Nein, im Bau
Grande Galleria dell’Appennino 18,5 km Italien Ja
Fréjus-Straßentunnel 12,87 km Italien / Frankreich Ja
Mont-Blanc-Straßentunnel 11,6 km Italien / Frankreich Ja
Gran-Sasso-Tunnel ca. 10,2 km Italien Ja

FAQ: Die längsten Tunnel Italiens

Welcher ist der längste Tunnel Italiens?

Die Antwort hängt von der Definition ab. Der Brenner-Basistunnel wird nach Fertigstellung zu den längsten Tunneln mit italienischem Anteil gehören, ist 2026 aber noch im Bau. Unter den bestehenden grenzüberschreitenden Straßentunneln ist der Fréjus-Tunnel mit rund 12,87 km länger als der Mont-Blanc-Tunnel.

Ist der Gotthard-Basistunnel in Italien?

Nein. Der Gotthard-Basistunnel liegt vollständig in der Schweiz. Er ist jedoch für Bahnverbindungen zwischen Italien und der Schweiz beziehungsweise Nordeuropa sehr wichtig.

Wie lang ist der Gotthard-Basistunnel?

Der Gotthard-Basistunnel ist ungefähr 57 Kilometer lang.

Wie lang ist der Brenner-Basistunnel?

Der eigentliche Brenner-Basistunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste ist ungefähr 55 km lang. Gemeinsam mit der Umfahrung Innsbruck entsteht eine unterirdische Eisenbahnverbindung von rund 64 km.

Ist der Brenner-Basistunnel 2026 geöffnet?

Nein. Der Tunnel befindet sich weiterhin im Bau. Die Inbetriebnahme wird derzeit für Anfang 2032 erwartet.

Wie lang ist der Mont-Cenis-Basistunnel?

Der neue Mont-Cenis-Basistunnel zwischen Frankreich und Italien soll ungefähr 57,5 km lang werden.

Ist der Mont-Cenis-Basistunnel fertig?

Nein. Auch dieses Projekt befindet sich 2026 noch im Bau.

Welcher ist der längste Straßentunnel zwischen Italien und Frankreich?

Der Fréjus-Straßentunnel ist mit rund 12,87 km länger als der Mont-Blanc-Tunnel.

Wie lang ist der Fréjus-Tunnel?

Der Straßentunnel ist ungefähr 12,87 km lang.

Wie lang ist der Mont-Blanc-Tunnel?

Der Mont-Blanc-Straßentunnel ist ungefähr 11,6 km lang.

Welcher ist länger: Fréjus oder Mont Blanc?

Der Fréjus-Tunnel ist rund 1,3 km länger.

Hat der Fréjus-Tunnel zwei Röhren?

Ja. Seit dem 1. August 2025 wird die neue zweite Röhre für den Verkehr genutzt. Jede Röhre führt heute eine Fahrtrichtung.

Hat der Mont-Blanc-Tunnel zwei Röhren?

Nein. Der Mont-Blanc-Tunnel besitzt eine einzige Verkehrsröhre, in der Fahrzeuge in beide Richtungen fahren.

Sind Fréjus und Mont Blanc mautpflichtig?

Ja. Für beide Tunnel wird eine Gebühr erhoben. Die aktuellen Tarife sollten unmittelbar vor der Reise beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.

Welcher lange Straßentunnel liegt vollständig in Italien?

Der Gran-Sasso-Tunnel in den Abruzzen gehört mit etwas mehr als zehn Kilometern pro Röhre zu den längsten vollständig innerhalb Italiens verlaufenden Straßentunneln.

Warum gibt es in Italien so viele Tunnel?

Italien wird im Norden von den Alpen begrenzt und vom Apennin über fast die gesamte Länge der Halbinsel durchzogen. Besonders in Ligurien kommen zusätzlich steile Küstengebirge hinzu. Straßen und Bahnstrecken müssen deshalb häufig durch Tunnel geführt werden.

Welcher Tunnel verbindet Italien mit Österreich?

Der neue Brenner-Basistunnel wird Italien und Österreich unterirdisch verbinden. 2026 ist er noch nicht für den Bahnverkehr geöffnet.

Welcher Straßentunnel verbindet Italien mit Frankreich?

Zu den wichtigsten gehören der Fréjus-Tunnel und der Mont-Blanc-Tunnel.

Welcher Tunnel verbindet Italien mit der Schweiz?

Mehrere Eisenbahntunnel spielen dabei eine Rolle. Der Gotthard-Basistunnel liegt vollständig in der Schweiz, wird aber von Zügen auf wichtigen Verbindungen zwischen der Schweiz und Italien genutzt.

Fazit: Italiens Tunnelrekorde müssen genau unterschieden werden

Bei den längsten Tunneln Italiens führt eine einfache Rangliste schnell zu falschen Aussagen.

Der Gotthard-Basistunnel ist zwar für Italien sehr wichtig, liegt aber vollständig in der Schweiz und kann deshalb nicht als längster Tunnel Italiens gelten.

Bei den bestehenden Straßentunneln mit italienischem Portal ist der Fréjus-Tunnel mit 12,87 Kilometern länger als der Mont-Blanc-Tunnel mit 11,6 Kilometern. Seit August 2025 besitzt Fréjus außerdem zwei getrennt betriebene Röhren für die beiden Fahrtrichtungen.

Innerhalb Italiens zeigt die fast 19 Kilometer lange Grande Galleria dell’Appennino, wie lange Eisenbahntunnel schon vor fast hundert Jahren gebaut wurden.

Die eigentlichen Rekorde der Zukunft entstehen jedoch derzeit unter den Alpen.

Der Mont-Cenis-Basistunnel zwischen Italien und Frankreich wird rund 57,5 Kilometer lang. Noch bedeutender für den Verkehr aus Deutschland und Österreich nach Italien ist der Brenner-Basistunnel.

Dessen eigentliche Hauptverbindung ist ungefähr 55 Kilometer lang. Zusammen mit der Innsbrucker Umfahrung entsteht eine 64 Kilometer lange unterirdische Eisenbahnverbindung, die nach Fertigstellung einen neuen Weltrekord darstellen soll.

Für Reisende bleiben bis dahin vor allem Fréjus, Mont Blanc, Gran Sasso und die zahlreichen Eisenbahntunnel durch Alpen und Apennin relevant.

Und wer einmal mit dem Auto durch Ligurien oder mit dem Hochgeschwindigkeitszug zwischen Bologna und Florenz gefahren ist, merkt schnell: Italien ist tatsächlich ein Land der Tunnel.

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