Die Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri) gehört zu den bekanntesten Bauwerken Venedigs. Sie verbindet den Dogenpalast mit dem ehemaligen Gefängnis – und ist berühmt für ihren Namen, ihre Legenden und ihre besondere Lage direkt über dem Kanal.

Fast jeder Venedig-Besucher sieht die Seufzerbrücke – aber nur wenige wissen, woher ihr Name wirklich stammt, wie man sie von innen besichtigen kann und wo die besten Fotospots liegen.
In diesem Guide findest du alle wichtigen Infos für deinen Besuch: Geschichte, Anreise, Fototipps, Touren, Kombination mit dem Dogenpalast und praktische Hinweise.
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1) Seufzerbrücke – das Wichtigste auf einen Blick
- Lage: zwischen Dogenpalast und ehemaligem Gefängnis
- Baujahr: Anfang des 17. Jahrhunderts
- Architekt: Antonio Contin
- Zugang: nur im Rahmen einer Dogenpalast-Besichtigung
- Fotospots: Ponte della Paglia, Uferpromenade
2) Wo liegt die Seufzerbrücke?
Die Seufzerbrücke befindet sich direkt am Markusplatz, nur wenige Meter vom Markusdom und vom Dogenpalast entfernt. Sie überspannt den schmalen Rio di Palazzo und verbindet den Regierungspalast mit dem Gefängnistrakt.
Zu Fuß erreichst du sie in wenigen Minuten von:
- Markusplatz
- Dogenpalast
- Vaporetto-Haltestelle San Zaccaria
Interne Links zur Orientierung:
3) Warum heißt sie Seufzerbrücke?
Der Name klingt romantisch – ist aber historisch eher düster. Die Seufzerbrücke verband den Gerichtssaal des Dogenpalastes mit den Gefängniszellen. Verurteilte Gefangene überquerten sie auf dem Weg in ihre Zellen.
Der Legende nach warfen sie beim Blick durch die kleinen vergitterten Fenster einen letzten Blick auf Venedig – und seufzten dabei.
Die oft erzählte Liebesgeschichte („Paare, die sich unter der Brücke küssen, bleiben ewig zusammen“) ist eine moderne Touristenlegende.
4) Architektur: Was macht die Brücke so besonders?
Die Seufzerbrücke ist komplett geschlossen und aus hellem Kalkstein gebaut. Sie wirkt wie ein kleiner Palast über dem Wasser. Innen gibt es zwei getrennte Gänge – einer für den Hinweg zum Gefängnis, einer für den Rückweg zu den Gerichtssälen.
Charakteristisch sind die kleinen Fenster mit Steinornamenten. Sie lassen Licht herein, aber nur wenig Sicht nach draußen.
5) Seufzerbrücke von innen besichtigen
Von außen ist sie kostenlos sichtbar – von innen nur im Rahmen einer Führung durch den Dogenpalast.
Bei der normalen Dogenpalast-Tour gehst du durch die Brücke und weiter in die Gefängnisse.
Noch spannender ist die spezielle „Secret Itineraries“-Tour, bei der du zusätzliche Räume, Folterkammern und Verhörräume siehst.
Mehr Infos:
6) Die besten Fotospots für die Seufzerbrücke
Ponte della Paglia
Der berühmteste Fotospot. Von hier aus hast du freien Blick auf die Brücke mit dem Kanal im Vordergrund.
Uferpromenade am Dogenpalast
Hier kannst du die Brücke leicht seitlich fotografieren – besonders schön im Morgenlicht.
Vom Boot aus
Bei einer Bootstour durch die Kanäle fährst du direkt unter der Brücke hindurch.
7) Beste Besuchszeit
- Früh morgens: ruhiger, weniger Menschen am Fotospot
- Später Abend: stimmungsvolle Beleuchtung
- Mittags: sehr voll, viele Gruppen
Im Sommer ist es am frühen Morgen am angenehmsten.
8) Anreise zur Seufzerbrücke
Zu Fuß
Einfach den Schildern Richtung „San Marco“ folgen. Vom Markusplatz sind es nur wenige Schritte.
Mit Vaporetto
Haltestellen in der Nähe:
- San Zaccaria
- San Marco Vallaresso
- San Marco Giardinetti
Passende Seiten:
9) Touren rund um die Seufzerbrücke
Dogenpalast & Seufzerbrücke Touren
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11) Fazit
Die Seufzerbrücke ist eines der bekanntesten Fotomotive Venedigs – und gleichzeitig ein Stück dunkler Stadtgeschichte. Von außen ist sie ein kurzer, aber schöner Stopp auf dem Weg durch den Markusplatz-Bereich.
Wer tiefer eintauchen möchte, sollte sie unbedingt im Rahmen einer Dogenpalast-Besichtigung auch von innen sehen.